Aufrufe
vor 1 Jahr

Weihnachtsbeilage Neustrelitz

  • Text
  • Dezember
  • Weihnachten
  • Weihnachtsmann
  • Fest
  • Neustrelitz
  • Frohes
  • Weihnachtsfest
  • Zeit
  • Familie
  • Neubrandenburg
  • Zeitung

Freitag, 22. Dezember

Freitag, 22. Dezember 2017 Frohes Fest Seite 25 auf der Flucht vor Weihnachten fahren manche leute lieber in wärmere Gefilde in den urlaub. Die Weihnachtsseuche Lesergeschichte vonAnnaBauerschäfer aus Stockelsdorf Der Löwe rekelte sich genüsslich im Schatten der übereinandergestapelten Felsen und gähnte mit weit aufgerissenem Maul, sodass man die Überreste seiner Mittagsantilope sehen konnte. Er leckte sich über die elfenbeinfarbenen Zähne, blinzelte kurz mit den Augen und ließ ein tiefes Knurren hören. Die Touristen waren begeistert. Sicher in ihrem Reisebus mit Klimaanlage und Getränkebar verstaut, genossen sie den Adrenalinkick, von dem sie sicher noch Monate später erzählen würden. Die Kameras klickten wie verrückt, eilig hervorgekramte Handys wurden hochgehalten. Manilo verdrehte die Augen und seufzte still inGedanken. Ob die Ausländer wohl immer noch so hingerissen wären, wenn sie wüssten, dass die Raubkatzen mit Fleisch angefüttert wurden? Nur deshalb kamen sie pünktlich Tag für Tag am Nachmittag zu den Felsen. Vermutlich wäre es Wenn diese Begebenheit auch keine richtige Weihnachtsgeschichte ist, hat sie sich aber im Jahre 1965 am 24. Dezember im Raum Wesenberg zugetragen. Im damaligen VEB Binnenfischerei Wesenberg war zu dieser Zeit zum Jahresende immer die Festtagsversorgung mit Speisekarpfen im Zusammenhang mit der Planerfüllung wichtig. Wir Wesenberger Fischer hatten unseren Plan schon erfüllt. Nur auf dem Woterfitz-See bei Zartwitz war der Fang von Karpfen immer mangelhaft. Am 23. Dezember 1965 fischten wir mit unserem kleinen Zugnetz auf dem Klugen See bei Klein Trebbow ihnen egal. Eine junge Frau mit pinker Handtasche und neongrünen Fingernägeln unterbrach seine Gedanken. „Sind Sie auch auf der Flucht vor Weihnachten“, fragte sie mit schriller Stimme in die Runde ihrer Mitreisenden. Die anderen nickten wehleidig. Ein Mann mit Cowboyhut und Westernstiefeln, in denen ihm sicherlich furchtbar heiß war, antwortete: „Ja, es ist wirklich schlimm. Die ersten Symptome wie gehetzte, irre Blicke, Sorgenfalten und Schweißtropfen auf der Stirn sowie angestrengtes Schnaufen beim Anbringen der Lichterketten zeigen sich schon Monate vorher.“ „Sie haben völlig recht, es breitet sich aus wie eine Seuche“, schimpfte die Frau, deren sorgsam aufgelegtes Make-up in der Sonne verlief. Manilo stockte der Atem. Wovon sprachen diese Leute? Weihnachten? War das eine neue Krankheit? Vielleicht ähnlich wie vor einem Dreivierteljahr,als alle vor Ostern flohen. Er beschloss, sich genauer zu erkundigen. „Was passiert denn mit Menschen, und wollten jetzt das Jahr so ausklingen lassen. Aber es kam ganz anders. Es war so um Mittag rum, da hörte ich jemanden meinen Namen rufen. „Horst, komm doch mal an Land.“ Ich folgte dem Ruf und fuhr mit meinem Boot an Land. Da stand der Bezirksfischmeister, er sollte mir vom Betriebsleiter die Nachricht überbringen, dass wir morgen, also am 24. Dezember, mit unserem großen Zugnetz auf dem Woterfitz fischen müssten. Diese Botschaft löste bei uns Fischern keine Begeisterung aus. Am 24. Dezember um 7Uhr wurde per Lkw zum Woterfitz gefahren. Eine gemischte Truppe von Fischern aus Wesenberg, Zartwitz und Neustrelitz, dazu noch ein paar Betriebshandwerker und Kraftfahrer. Es wurde an diesem Heiligen Abend mit zwei Zugnetzen gefischt. die nicht wie Sie weggefahren sind?“ „Nun ja, die meisten kaufen irgendwelche unnützen Dinge, nur weil ihnen eingeredet wird, sie seien absolut überlebensnotwendig“, mischte sich ein älterer Herr in Shorts, Sandalen, hochgezogenen Socken und Hemd ein. „Also Wahnvorstellungen“, fragte Manilo. „Genau!“ Die Frau fühlte sich scheinbar übergangen, denn sie warf ein: „Meine Freundin bekommt jedes Jahr eine Sehnenscheidenentzündung vom vielen Kartenschreiben.“ Das muss ja wirklich hochansteckend sein, wenn sie so viele Genesungswünsche abschickt, dachte sich der Junge. Oder kam die Entzündung etwa auch von der Krankheit? „Sie haben die Weihnachtssänger vergessen. Die stehen jedes Jahr aufs Neue vor meiner Tür. Von dem ewig gleichen Gedudel bekomme ich Ohrenschmerzen.“ Jetzt auch noch Ohrenschmerzen. Das wurde ja immer schlimmer.„Und alle treffen sich auf Weihnachtsmärkten –das Übliche eben“, meinte der Cowboy. „Aber, so stecken sie doch immer mehr Leute an“, meinte Manilo nachdenklich. „Ja, und Ich war das erste Mal in meinem Leben zum Fischen auf dem Woterfitz und hatte von diesem See keine Gewässerkenntnisse. So musste ich mich auf die Angaben der ansässigen Fischer verlassen. Eine große Wasserfläche des Sees, circa 30 Hektar, wurde das Schlimme ist, sie selbst empfinden es gar nicht als Krankheit, sondern als schönste Zeit im Jahr.“ „Das hört sich ja wirklich schrecklich an, aber nun muss ich nach Hause. Auf Wiedersehen“, verabschiedete sich der Junge eilig und lief in sein Dorf zurück. Davon wollte er sofort seinem Vater erzählen. Es bestand ja immerhin die Möglichkeit, dass die Epidemie auch bis zu ihnen nach Afrika vordrang. Nachdem er seiner Familie alles berichtet hatte, beruhigte sie ihn. Bis zu ihnen würde das nie kommen, vorher hätten die Europäer sicherlich ein Heilmittel gefunden. Er solle lieber einen geeigneten Affenbrotbaum für das jährliche Nethcanhiew-Fest suchen und zurechtschneiden. Manilo nickte erleichtert und dachte: „Ich kann dann ja gleich ein Geschenk für meine kleine Schwester besorgen und Nehcztälp wollten wir auch noch backen. Wasfür ein Glück, dass wir uns hier nicht mit solch schrecklichen Dingen wie Weihnachten herumschlagen müssen, sondern in Ruhe feiern können.“ Planerfüllungdurch Karpfenfischen am Heiligabend Lesergeschichte vonHorst Bork aus Wesenberg FoTo: GoronGosa naTional ParK/BoB Poole 22 Tonnen Karpfen wurden am 24.Dezember 1965 aus dem Woterfitzsee gefischt. FoTo: PaTricK Pleul Frohes Fest im Kinderheim am Stettiner Haff Lesergeschichte vonRenateMeier aus Neubrandenburg Meine Erinnerung an die vielen Weihnachten, die ich im Kinderheim Vogelsang am Stettiner Haff verbracht habe, habe ich aufgeschrieben. Heute bin ich 72 Jahre alt und beim Zurückerinnern komme ich mir ganz festlich vor, ein wenig wehmütig. Das Weihnachtsfest war in unserem Heim immer lang ersehnt. Wunschzettel wurden geschrieben. Damals waren es Wünsche wie Campingbeutel, Taschenlampen, Bücher, Puppen. Jedes Kind bekam meist seine Wünsche erfüllt und jeder einen bunten Teller. Der Tag begann in den Gruppen mit Wäschewechsel, Duschen, hübsch anziehen. Danach Warten Es war im Jahre 1946, kurze Zeit nach dem Krieg. Zu essen gab es nicht viel. Umso mehr freuten wir uns auf den bunten Teller,den wir jedes Weihnachten bekamen. Auf diesem Pappteller lagen ein paar Walnüsse, Äpfel, Fondants und ein ziemlich großer Lebkuchenweihnachtsmann. Die Freude war groß. Die Naschereien waren etwas Besonderes für uns. Mein Bruder hatte an den Weihnachtsfeiertagen alldiese Leckereien schon aufgegessen. Ich habe jeden Tag ein Stück gegessen. Als ich nach Weihnachten etwas von dem Pfefferkuchenweihnachtsmann essen wollte, war dieser verschwunden. Ich hatte sofort meinen Bruder in Verdacht. Ich habe mit ihm gezankt, er hat alles abgestritten. Geglaubt habe ich ihm nicht. eingekesselt. Viel Arbeit. Mit Knüppelwinden, Motorwinden hatten wir damals noch nicht, wurde das gesamte Netz anschließend gezogen. Das bedeutete sieben bis acht Stunden Schwerstarbeit ohne Pause, bei Kälte, Wind, Regen und Schnee. Die Stimmung wurde besser, als klar war, dass viele Fische und vor allem große Karpfen im Zugnetzsack waren. Späteres Wiegen ergab, dass 22 Tonnen Karpfen gefangen worden waren. Die meisten Kollegen dachten: Jetzt geht es nach Hause. Aber wir erfahrenen Fischmeister wussten, dass dieser gute Fang lebend erhalten bleiben musste. Wo jetzt der Zugnetzsack mit den vielen Fischen lag, waren nur circa 1,50 Meter Wassertiefe und morastiger Untergrund. Dort konnte der volleSack auf keinen Fall liegen bleiben. So wurde der Sack zugebunden und mithilfe der Winden in etwa drei Meter tiefes Wasser gezogen. Anderthalb Stunden hatte diese Aktion gedauert. Aber jetzt ging es endlich über den Woterfitz-See in Richtung Fischerei Zartwitz. Dort stand unser Lkw. Wir fuhren Richtung Wesenberg. im Fernsehraum auf die Bescherung. Viele schöne Märchenfilme wurden von uns gesehen. Die Aufregung stieg. Dann der Augenblick der Bescherung, die Gerüche von Lebkuchen, Nüssen, Äpfeln –alles glitzerte, der Geruch von Tannenadeln. In dem Moment war keiner einsam, wir waren eine große Familie. Unsere Erzieher hatten das alles für uns getan, nein, alle, die im Heim arbeiteten. Sogar das Weihnachtsessen –jeder bekam eine Geflügelkeule …Das alles war nicht selbstverständlich. Ob es Kindern in einer Familie genauso erging? Friedlich schliefen wir mit unseren Geschenken ein. Ein Rauschen vom Haff drang in unsere Schlafzimmer. Ich habe drei Söhne groß gezogen und habe dieses Ritual übernommen –Wäschewechsel, hübsch anziehen und so weiter, solange sie kleine Kinder waren. Hatder Bruder dasSüßegemopst? Lesergeschichte vonTheaStrohbusch aus Neubrandenburg Wersollte sonst diesen Pfefferkuchen gegessen haben? Die Feiertage waren vorüber, und der Tannenbaum blieb noch bis nach Silvester stehen. Am 2. Januar habe ich mit meiner Mutter den Baum abgeschmückt. Überall lagen Fichtennadeln. Als ich unter dem kleinen Schrank neben dem Weihnachtsbaum fegte, fühlte ich etwas Großes unter dem Schrank. Als ich es hervorzog, hatte ich meinen Pfefferkuchenweihnachtsmann in der Hand. Ich habe mich vor meinen Eltern geschämt, da ich meinen Bruder fälschlicherweise beschuldigt hatte. Thea strohbusch mit ihrem Bruder im Jahr 1946. FoTo: PrivaT Überall sah man die Lichter der Weihnachtsbäume. In Mirow stiegen die ersten Fischer aus, wir Wesenberger waren 21.15 Uhr zu Hause. Der Lkw fuhr dann weiter nach Neustrelitz. Die Letzten wurden gegen 22 Uhr in Usadel abgeladen. Es gab viel Ärger in den Familien und auch böse Gespräche hinten auf dem Lkw. Ich bekam übrigens die Hauptschuld daran, dass am 24. Dezember gefischt worden ist. Dabei hatte das der Betriebsleiter angeordnet. Ich bekam auch die Schuld am guten Fang dieses Tages. Am zweiten Weihnachtstag wurde vom Betriebsleiter eine Mannschaft zusammengestellt. Sie musste den Zugnetzsack entleeren und die Fische einhältern. Der Betrieb hatte durch diesen sehr guten Fang seinen Karpfenplan erfüllt und konnte seine Lieferverträge beim Handel erfüllen. SZS

Seite 26 Frohes Fest Freitag, 22. Dezember 2017 „Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist esnicht ...“ Foto: HR/DEGEto Der Prinz löst das Rätsel, bekommt sein Aschenbrödel –und Weihnachten ist gerettet. Foto: WDR „Das istauchunser Aschenbrödel“ Der Defa-Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist inganz Deutschland Kult. Kathrin Miebach hat ein Buch über das Märchen geschrieben, eine Webseite ins Leben gerufen und organisiert Partys im Aschenbrödel-Stil auf einer Burg im Sauerland. Gerlinde Bauszus sprach mit der Autorin. Seit wann schwärmenSie fürdas Aschenbrödel? Seit ich den Film zum ersten Mal bewusst gesehen habe. Das muss in den späten 70ern gewesen sein, da war ich etwa sechs. Der Film lief nämlich damals schon im WDR.Manche Aschenbrödel-Fans aus den neuen Bundesländern zeigen sich immer wieder sehr erstaunt, wenn sie hören, dass auch die Kinder „im Westen“ mit dem Film groß geworden sind. Dann sage ich meist: „Das ist nicht nur euer Aschenbrödel, sondern auch unseres!“ Wenn das geklärt ist, müssen wir gemeinsam herzlich darüber lachen. HabenSie sichinder Kindheit als Prinzessin verkleidet? Das hätte ich gern, aber es kam nie dazu. Außerdem hat mich Aschenbrödels Ballkleid enttäuscht, weil es so gerade geschnitten und gar nicht bauschig war. Als Kind hatte ich da andere Vorstellungen, etwa so wie die Sissi-Kleider. Prinzessinnen undauch Aschenbrödel gibt es einige. Wasfasziniert Sieandiesem? Jedenfalls nicht das Prinzessin-Sein, sondern dass sie so selbstbewusst ist, die Zaubernüsse zu nutzen weiß, ihre Träume verfolgt. Sie ist höflich, fleißig, aber nicht duckmäuserisch. Sie übernimmt die Strafe des Küchenjungen, Winterzeit istMärchenzeit kann besser reiten, schießen, klettern als der Prinz. Und als er sie schon heiraten will, setzt Aschenbrödel zweimal alles aufs Spiel, indem sie nicht nur gefragt werden will, ob sie auch möchte, sondern ihn mit dem ungelösten Rätsel stehen lässt. Hätte ja auch schief gehen können ... Werist Ihre Lieblingsfigur? Eigentlich sind alle klasse. Der Prinz macht richtig gute Laune, wie er mit seinen Kumpels durch den Wald tollt und vorher seinen Lehrer austrickst. Der aufbrausende König ist ein vom Nachwuchs geplagter Vater, und die Königin passt mit ihrer verschmitzten Ruhe dazu. Immer zur kalten Jahreszeit lädt das Schloss Moritzburg inseine wundervolle Winterausstellung ein, um am authentischen Drehort den Zauber eines der schönsten Märchenfilme zu entdecken: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Hier erfährt man alles über den tschechisch-deutschen Kultstreifen von 1973, kann in Erinnerungen schwelgen oder seinen Lieblingscharakteren nachträumen. Im Schlossturm können sich die Prinzessinnen und Prinzen von heute bei Begleitveranstaltungen amüsieren. Am Ende des Rundgangs lockt die Schlossküche mit Kaffee und Kuchen. Öffnungszeiten: Die Ausstellung istbis zum25. Februar 2018 täglich (außer montags)von 10 bis 17 Uhr geöffnet. www.schloss-moritzburg.de Buchautorin Kathrin Miebach bei der Aschenbrödel-Party auf Burg Bilstein im Sauerland. Die Stiefmutter ist herrlich gemein, ihre Tochter Dora ganz die Mama. Vinzek als Vaterersatz für Aschenbrödel ist liebenswert tapsig und hält fest zu Aschenbrödel. KonntenSie einigeDarsteller persönlich kennenlernen? Mit Regisseur Václav Vorlíček habe ich schon mehrfach gesprochen, inzwischen darf ich ihn duzen. Er ist ein ganz toller Mensch, gar nicht abgehoben, sondern sehr nett und mit dem Schalk imNacken. Rolf Hoppe, der den König spielt, und Pavel Trávníček, den Prinzen, habe ich auf Schloss Moritzburg getroffen. Wasmacht fürSie diese Verfilmung so reizvoll? Alles: Schnee, Drehorte, Musik, Kostüme (bis auf das Ballkleid) und die vielen kleinen Witze. Ich kenne den Film inund auswendig, er reißt mich immer wieder mit. Selbst wenn ich mir vorgenommen habe, auf bestimmte Details zu achten, kommt es vor,dass ich sie dann doch übersehe, weil ich so mitfiebere. Stimmtes, dass Sieein Aschenbrödel-Paradiesauf IhremDachboden haben? Na ja, dort habe ich die Kostüme aufgehängt, die ich für mich und meinen Mann anfertige. Diese tragen wir bei denAschenbrödel-Partys, die seit 15 Jahren auf Burg Bilstein stattfinden. Dazu kommen Utensilien wie Schuhe, Schmuck, Stoff, Knöpfe. Wieentstand die Idee zu IhremAschenbrödel-Buch? Die Fans meiner Webseite kamen auf diese Idee. Sie wollten „etwas Fühlbares“ inder Hand halten. Außerdem gab es die naive Vorstellung, dass man dann mehr Zugang zu Infos und Fotos bekommt. Das mit dem Zugang habe ich nicht versucht, das mit den Bildern war ein Trugschluss. Kathrin Miebach: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Das Wintermärchen, Heel Verlag, 128Seiten, gebundene Ausgabe,ISBN978-3-86852-626-4 Foto: PRIvAt HabenSie selbst die Drehorte besucht? Schon oft! Über die Jahre hinweg erlebte ich, wie beide Schlösser durch die vielen Nachfragen der Fans das Thema Aschenbrödel für sich entdeckt haben. Bei einer der Ausstellungen in Moritzburg hatte ich das Glück, eingeladen zu werden. Ich konnte fast überall im Schloss herumlaufen, war hautnah bei den Exponaten, durfte mithelfen, die Schau aufzubauen. Das waren die schönsten zehn Tage meines Lebens. Und auf der Burg Švihov produzierte der WDR eine Dokumentation. Sie hatten mich und meinen Mann zu den Dreharbeiten eingeladen. So etwas vergisst man nicht. IstIhreganze Familie im „Aschenbrödel-Fieber“? Mein vierjähriger Sohn, der übrigens nicht Pavel heißt, findet zurzeit Dinos besser, hat sich aber überreden lassen, als Ritter mit zur nächsten Aschenbrödel-Party zu kommen. Und er war schon als Baby mit in Moritzburg. Mein Mann hat mit mir all die Jahre dieses Hobby verfolgt, das Layout für die Webseite gebaut, mich in die Barrandover Filmstudios geschleift, unsere Aschenbrödel-Partys organisiert. Zu unserer Verlobung sagte er zu mir: „Wenn du mich willst ...“ Hach! Sollten SiebeimSpaziergang zufällig drei Haselnüsse finden,heben Siediese auf? Ist etwas anderes denkbar? Sollte ich wirklich mal drei Zaubernüsse finden, dann wäre eine davon auf jeden Fall für den Weltfrieden. Wird es auch im kommenden Jahr einenBallgeben? Klar! Da ist kein Ende in Sicht. Und wenn wir irgendwann einmal zu wackelig werden, kommen wir mit Rollator. Kontaktzur Autorin g.bauszus@nordkurier.de WusstenSie schon, dass… …Karin Lesch(Königin) auch die weibliche Hauptrolle im Defa-Film „Das Zaubermännchen“ (1960) spielte. …DanielaHlaváčová (Stiefschwester Dora) zum Zeitpunktder Dreharbeiten 28 Jahrejung undschwanger war. …CarolaBraunbock (Stiefmutter) mitder Literatur-Verfilmung „Der Untertan“(1951) ihrenDurchbruch erreichte. …das Film-Pferd Nikolaus einDoublehatte undbereits im Defa-Film „Der kleine undder große Klaus“ (1971) mitspielte. Nikolaus wurde 33 Jahre altund hatbis zumSchluss alsDefa-Pferdgearbeitet. …beimBalldie Damen undHerren vomBerliner Friedrichstadtpalast Balletttanzten. …Regisseur Václav Vorlíček ein Film-Remake ablehnte. Begründung: „Dies bleibtimmer das Original. Undein Mädchen wieLibušewerdenSie nicht wieder finden.“ SZS

Stadtmagazin

Stadtmagazin Juli
Stadtmagazin Juni
Stadtmagazin Mai
Stadtmagazin April
Stadtmagazin März
Stadtmagazin Februar
Stadtmagazin Januar

Nordkurier Ratgeber

Ratgeber Traumjob
Ratgeber Traumjob
Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"
Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"
Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"

Kompakt

Kompakt Juli/August
Kompakt Juni
Kompakt Mai
Kompakt April
Kompakt März
Kompakt Februar
Kompakt Dezember/Januar
Kompakt Dezember/Januar
Kompakt November
Kompakt Oktober_2016
Kompak September 2016
Kompakt Juli/August 2016
Kompakt Juni_2016
Kompakt Mai 2016

Weitere Magazine

RadTour