Aufrufe
vor 1 Jahr

Weihnachtsbeilage Neustrelitz

  • Text
  • Dezember
  • Weihnachten
  • Weihnachtsmann
  • Fest
  • Neustrelitz
  • Frohes
  • Weihnachtsfest
  • Zeit
  • Familie
  • Neubrandenburg
  • Zeitung

Freitag, 22. Dezember

Freitag, 22. Dezember 2017 Frohes Fest Seite 15 Ichwünschemir ... Auch der Weihnachtsmann braucht ein bisschen Zeit, bis er alle Geschenke zusammen hat. Deshalb haben die Kinder der Stella-Schule in Neubrandenburg schon längst ihre Wunschzettel geschrieben. Doch bevor sie sie zum Weihnachtspostamt geschickt haben, durfte Nordkurier-Redakteurin Ute Ziemann sie lesen. Florian Kiessling 9Jahre Ich wünsche mir einen netten, ordentlichen, leisen und schlauen Bruder, der gerne Lego spielt, damit ich nicht immer allein sein muss. Florentine Zoch 9Jahre Ich wünsche mir eine Tischtennisplatte, einen Tischtennisball und eine Tischtenniskelle. Im Urlaub haben wir Tischtennis gespielt. Das hat Spaß gemacht, aber ich habe gegen meinen Vater verloren. Nun will ich üben, um mich bei ihm zu rächen. Außerdem wünsche ich mir eine Monster high und Buntstifte, die sich mit Wasser vermalen lassen. Elayne Urbanek 10 Jahre Ich wünsche mir was für meinen Hamster Muvi, eine neue Monster high, für mein Handy eine neue Hülle. Ich wünsche mir aber auch, dass sich meine Eltern immer lieb haben. Und ich wünsche uns ein tolles Weihnachtsfest mit vielen Geschenken, gutem Essen und dass alle dabei fröhlich sind. FoToS (7): UTE ZIEMANN LisaWießmann 10 Jahre Ich wünsche mir eine neue Handyhülle, einen Walter-Gutschein und einen Thalia-Gutschein. Gutscheine finde ich gut, weil ich mir die Farben und die Bücher dann selbst aussuchen kann. Außerdem wünsche ich mir was für meinen Hasen, einen großen, neuen Teppich und ein Skateboard. Emie Kähler 10 Jahre Ich wünsche mir eine Federtasche. Denn ich komme ja bald in die Sekundarstufe, und da finde ich meine alte nicht mehr so passend. Außerdem wünsche ich mir das Spiel Miitopia für Nintendo 3. Ich habe nur drei Spiele dafür und möchte noch eins haben. Auch über eine Katze würde ich mich freuen, aber meine Eltern wollen keine. Gala mit grandiosenZwergen Frida Rabenhorst 7Jahre Ich wünsche mir ein neues Fahrrad, weil mein altes zu klein geworden ist, am liebsten in rosa und weiß. Außerdem wünsche ich mir Lego-Spiele für die PS4. Und ich würde mich darüber freuen, wenn mein Bruder etwas netter zu mir ist. Marta Reinhold 8Jahre Ich wünsche mir ein Skateboard, weil ich ganz viele Kinder damit sehe, und ich möchte das auch können. Und ich wünsche mir ein Fahrrad. Meins ist zu klein und zu langsam. Es soll ein Mountainbike mit 7 Gängen sein und die Farbe rosa mit weiß haben. NeubraNdeNburg. Ein besonderer Wunsch ist für die Schüler der Neubrandenburger KGS Stella noch vor dem Heiligabend in Erfüllung gegangen: Sie haben mit ihren kunterbuntenAuftritten das Publikum der Adventsgala zum Jubeln gebracht. Mehr als 100 Schüler haben getreu dem Mottoder Montessori-Schule –„Hilf mir,esselbst zu tun“ –atemberaubende Akrobatik, rührende Songs und loriot-witzige Sketcheauf die Bühne gebracht. Auch Bühnentechnik und die Moderation haben die Schüler wie die Profisselbst in die Hand genommen. Grandios waren auch die singenden und purzelnden Zwerge und ihr schönes Schneewittchen. FoTo: STELLA SZS

Seite 16 Frohes Fest Freitag, 22. Dezember 2017 Kaputte Kugeln können die Festtagsfreude trüben, wie unsere Leserin Sibylle Seyffarth erfahren hat. Dasfastzerschossene Fest Neben dem Baum stand der Lesergeschichte Schreibtisch. Peter betrachtete ihn versonnen, langte vonSibylle Seyffarth in die Hosentasche und hatte ein altes Schlüsselbund aus Friedland in der Hand. Er sah mich fragend an, ich nickte. Und dann ging alles sehr schnell. Ein Schlüssel passte, das Fach ging auf, und wir sahen die erhofften Dinge. Peter hatte das Fach mit den Weihnachtsgeschenken geöffnet, das war unerhört und verboten! Weihnachten nahte, und wir Kinder freuten uns riesig. Worauf, das wussten wir nicht genau zu sagen. Aber wir träumten von schönen, geheimnisvollen Geschenken. Und das 1951! Es ging überallknapp zu, man wurstelte sich so durch. Unser Vater war 1942 im Osten gefallen, Mutter arbeitete im Kindergarten. Wirbesuchten die Grundschule und empfanden alles positiv und normal, hatten einfach Freude am Leben. Am 24. Dezember vormittags wurde die kleine Fichte geschmückt, und das war unsere Aufgabe. Mutter hatte in der Küche zutun. Peter und ich machtenuns freudig an die Arbeit, erst die Kugeln, dann die Kerzen und Lametta, zum Schluss die Spitze –klasse sah der Baum aus! Undplötzlichschnarcht der Weihnachtsmann Lesergeschichte vonGundula Offers aus Burg Stargard Voreinigen Jahren kam der Weihnachtsmann zu uns nach Sabel. Die Kinder meiner Schwester waren noch klein und freuten sich schon auf den Weihnachtsmann. Unser großer Sohn spielte diesen nun am Heiligen Abend. Meine Eltern, meine Schwester, mein Schwager, mein jüngster Sohn, unser Neffe und unsere Nichte, mein Mann und ich sangen „Bald nun ist Weihnachtszeit“. Da klopfte es an die Wohnstubentür. Wir machten auf, und da stand der Weihnachtsmann mit einem riesengroßen Sack voller Geschenke. Wirhalfen ihm in die Stube. Und weil er so gebrechlich aussah, meinte meine Mutti: „Ach Weihnachtsmann, wir werden dir Gleich zielsicher das neue Spiel ausprobiert Wir sahen nun all die schönen Dinge, Peter den Stabilbaukasten, ich meine Puppe Karla mit den neuen Sachen und obendrauf ein neues Spiel –„Pfeil und Bogen“ – das musste probiert werden. Vorne am Pfeil war ein Gummipfropfen. Peter suchte ein Ziel, schoss, und eine Kugel klirrte. Wirerschraken und freuten uns zugleich. Nun wollte ich auch und zielte. Nach etlichen Schüssen hielten wir inne. Erschrocken, die Freude war weg, mal einen Stuhl geben.“ Der Weihnachtsmann war sehr zufrieden und nahm Platz. Dann wollte er „Leise rieselt der Schnee“ hören, und wir alle sangen. Bedächtig schaukelte er hin und her. Nun ging es ans Geschenke verteilen. Die Kleinen sagten schöne, im Kindergarten gelernte Gedichte auf. Wir Frauen sangen ein Weihnachtslied, alle sangen dann immer mit. Mein Papa sagte: „Lütten Knoken, groten Knoken, Wihnachtsmann dien Büchs steit oppen.“ Oh, er bekam aber mächtig was mit der Rute. Das freute unseren Neffen und unseren Sohn, die kleine Nichte fand es nicht so toll. Dann hatte jeder seine Geschenke, draußen fiel wirklich leise der Schnee, und meine Mutti meinte dann: „Ach Weihnachtsmann, bleib man noch ein bisschen in der warmen Stube und wärme dich auf.“ Damit war Angst kam auf. Fünf Kugeln waren kaputt! Wasnun? Ich fegte alles weg, Peter zählte unser Kleingeld, und ab ging es zu Wally Schulz. Zwei Häuser weiter hatte Frau Schulz einen kleinen Laden, wo es vieles gab, auch Glassachen. Wir wussten, am 24. Dezemeber hatte sie bis um 12 Uhr geöffnet, also hatten wir eine Chance. Frau Schulz staunte, als wir fünf rote Kugeln verlangten. „Nun, ich habe nur Kästen mit zehn Kugeln und die kosten zwei Mark.“ Wirhatten eine Mark. Wir zeigten sie stolz. Frau Schulz sah uns lange an und sagte: „Ich kann die andere Hälfte auch verkaufen. Wir machen das Geschäft!“ Wir strahlten und bald stand die kleine Fichte fast wie vorher geschmückt da. Abends war es wie immer. Mutter stand am Ofen und rief uns ins Zimmer. Wir standen links und rechts von ihr, sangen unsere alten Lieder, und dann durften wir zu den Geschenken. Wir taten erstaunt und erfreut, der Weihnachtsmann einverstanden. Wirsangen nun alle zusammen: „Stille Nacht“, auf einmal war da ein Geräusch, das nicht zum Lied passte. Was war geschehen? Der Weihnachtsmann auf seinem Stuhl war eingeschlafen und schnarchte vor sich hin. Washaben wir gelacht, davon wurde der Weihnachtsmann wach und meinte, er müsse nun wieder in die Welt hinaus und weiterziehen. Wir ließen ihn gehen. Eine Weile später kam unser großer Sohn dann ins Wohnzimmer, die kleinen meinten, er hat doch glatt den Weihnachtsmann verpasst und Opa hätte Prügel bekommen, und eingepennt war der Weihnachtsmann auch noch. Aber für den Großen waren trotzdem die Geschenke hier geblieben. Seine Abwesenheit erklärte er mit einer kurzen Stippvisite bei der Disco. Aber am Heiligen Abend sei da nichts los gewesen. Foto: ©Kruwt -FotoLia.com aber mit deutlich schlechtem Gewissen. Als Mutti in die Küche ging, schworen wir uns beide: „Nie wieder schnökern, nie wieder solchen Blödsinn machen! Nie wieder solche Angst haben, dass das Fest ausfällt und Mutter traurig ist.“ Natürlich hatte Mutti die neuen Kugeln bemerkt. Wir erklärten, das ist ein Geschenk für dich. Die Notlage klärten wir erst viele Jahre später auf und beichteten alles. Mutti lächelte und sagte: „Ich weiß schon alles!“ Hatte Frau Schulz gepetzt? Egal, wir wissen es nicht. Aber dieses aufregende und dann doch schöne Fest haben wir beide nie vergessen. Nun schmückt schon lange der Nachwuchs den Weihnachtsbaum und immer warten alle auf meinen Satz „Ist Mutters letzte heile rote Kugel schon dran?“ „Natürlich“, kommt es dann zurück. Dann freue ich mich, Mutter ist Weihnachten in Gedanken wieder unter uns. Es war kurz vor Weihnachten und wie in jedem Jahr war es an der Zeit, sich um den entsprechenden Baum zu kümmern. Wir wohnten damals in der Nähe eines recht großen Waldes, aus dem mein Bruder alljährlich den Weihnachtsbaum holte. Erwischen lassen durfte er Früher gabesKuchen und eine Puppeaus Strümpfen Lesergeschichte vonEdith Kasbaum aus Neubrandenburg Wenn man 88 ist, lebt man von Erinnerungen. Meine Mutter stand mit drei Kindern alleine, arbeitete in Retzow auf einem Gutshof und musste nun sehen, wie sie uns satt bekam. Weihnachten bekamen wir eine selbst gebastelte Puppe aus Strümpfen. Ach, waren wir glücklich. Ein Kuchen wurde in dem Stubenofen gebacken – und das war’s. Ich war fünf Jahre alt. Wir waren eine große Familie. Niemand hatte damals viel Geld, aber für Weihnachten wurde etwas gespart. Jeder brachte etwas mit, vor allem herrliche Kekse. Wir trafen uns immer bei unseren Großeltern, denn die hatten eine große Stube. Bei uns wurde viel gesungen, vor allem die schönen Weihnachtslieder. Mein Opa konnte wunderbar Mundharmonika spielen, und wir waren glücklich, wenn alleaus derFamilie kommen konnten. Der Krieg war gerade zwei Jahre aus, und meine sieben Onkels waren alle wieder nach Hause gekommen. Einige waren allerdings durch den Krieg gezeichnet. Ich hatte auch noch sieben Tanten und viele Cousinen und Cousins. Meine Oma und mein Opa waren dankbar,wenn die Familie zusammen war. Die Zeiten waren damals nicht Ostern mussten wir von Tür zu Tür gehen, um Kleinigkeiten zu bekommen. Es war wohl so Brauch. Als ich zehn war, heiratete sie wieder. Der Stiefvater war sehr streng. Dann kam der Krieg. Ich wurde in der Kinderlandverschickung verschickt, hatte großes Glück und habe ein glückliches Weihnachtsfest erlebt. Nun habe ich acht Urenkel und freue mich, eine Kleinigkeit zu schenken. Aber was? Die Wünsche sind sehr hoch, sie werden überschüttet von Geschenken. Ob das das Richtige ist, sieht man ihren Gesichtszügen an. Ohne Worte. Karierte Latschen verraten alles Lesergeschichte vonRenateDämmig aus Neubrandenburg sich dabei natürlich nicht, denn auch damals war das nicht erlaubt. Deshalb wusste auch niemand, wann und wo er den Weihnachtsbaum schlug. Meistens ging er auch erst am Nachmittag los und war in der Regel recht schnell wieder zurück, weil er sich schon Tage vorher einen Baum ausgesucht hatte. Doch in dem einen Jahr warteten wir sehr lange auf seine Rückkehr. Mittlerweile war es schon dunkel geworden, und unsere Eltern einfach, doch wir haben das Beste daraus gemacht. Die Bescherung am Heiligen Abend war der schönste Augenblick. Der Weihnachtsmann kam natürlich mit einem großen Sack und Rute, und es wurde ganz still im Raum. Die Geschenke wurden verteilt, und jeder musste ein kleines Gedicht aufsagen. Da bemerkte ich beim Weihnachtsmann, dass er karierte Hauslatschen trug. Ich rief ganz laut: Das ist doch der Opa! Ich kannte diese Latschen ganz genau. Er hatte in der Aufregung vergessen die Stiefel anzuziehen. Alle haben herzlich gelacht, und mein Opa war etwas sauer. Aber als Weihnachtsmann hatte er alles super gemacht. Das Essen war einfach toll. Es war wieder ein schönes Weihnachten. Im nächsten Jahr,1948, trafen wir uns am Heiligen Abend alle wieder. Der Weihnachtsmann kam, die Geschenke waren verteilt, und der Sack war leer. Da ging der Weihnachtsmann zur Tür und sagte, jetzt geht der Opa wieder. Alle haben gelacht, denn diesmal hatte er sich selbst verraten. Abenteuerliche Baumsuche Lesergeschichte vonDoris Grevesmühl aus Dahmen im wald traf der Bruder von Doris Grevesmühl aus Dahmen auf wildschweine. machten sich natürlich Sorgen, dass etwas passiert sein könnte. Schließlich kam er dann doch unbeschadet und mit Weihnachtsbaum nach Hause und nannte uns den Grund für sein zu spätes Kommen: Er war auf eine Rotte Wildschweine gestoßen und hatte sich auf einen Baum geflüchtet.Dort hat er dann abwarten müssen, bis die Wildschweine weitergezogen waren. Unsere Eltern waren natürlich froh, dass alles so glimpflich abgegangen war. Foto: GreGor FiScher SZS

Stadtmagazin

Stadtmagazin Juli
Stadtmagazin Juni
Stadtmagazin Mai
Stadtmagazin April
Stadtmagazin März
Stadtmagazin Februar
Stadtmagazin Januar

Nordkurier Ratgeber

Ratgeber Traumjob
Ratgeber Traumjob
Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"
Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"
Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"
Ratgeber Garten Ausgabe MSP

Kompakt

Kompakt Juli/August
Kompakt Juni
Kompakt Mai
Kompakt April
Kompakt März
Kompakt Februar
Kompakt Dezember/Januar
Kompakt Dezember/Januar
Kompakt November
Kompakt Oktober_2016
Kompak September 2016
Kompakt Juli/August 2016
Kompakt Juni_2016
Kompakt Mai 2016

Weitere Magazine

RadTour