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Weihnachtsbeilage Müritz

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Seite 16 Frohes Fest

Seite 16 Frohes Fest Freitag, 22. Dezember 2017 Dasfastzerschossene Fest Lesergeschichte vonSibylle Seyffarth aus Friedland Lesergedicht vonGerdMietzner aus Waren Angstvör den Wiehnachtsmann Weihnachten nahte, und wir Kinder freuten uns riesig. Worauf, das wussten wir nicht genau zu sagen. Aber wir träumten von schönen, geheimnisvollen Geschenken. Und das 1951! Es ging überallknapp zu, man wurstelte sich so durch. Unser Vater war 1942 im Osten gefallen, Mutter arbeitete im Kindergarten. Wirbesuchten die Grundschule und empfanden alles positiv und normal, hatten einfach Freude am Leben. Am 24. Dezember vormittags wurde die kleine Fichte geschmückt, und das war unsere Aufgabe. Mutter hatte in der Küche zu tun. Peter und ich machten uns freudig an die Arbeit, erst die Kugeln, dann die Kerzen und Lametta, zum Schluss die Spitze –klasse sah der Baum aus! Neben dem Baum stand der Schreibtisch. Peter betrachtete ihn versonnen, langte in die Hosentasche und hatte ein altes Schlüsselbund in der Hand. Er sah mich fragend an, ich nickte. Und dann ging alles sehr schnell. Ein Schlüssel passte, das Kaputte Kugeln können die Festtagsfreude trüben. Fach ging auf, und wir sahen die erhofften Dinge. Peter hatte das Fach mit den Weihnachtsgeschenken geöffnet, das war unerhört und verboten! Wir sahen nun all die schönen Dinge, Peter den Stabilbaukasten, ich meine Puppe Karla mit den neuen Sachen und obendrauf ein neues Spiel –„Pfeil und Bogen“ –das musste probiert werden. Vorne am Pfeil war ein Gummipfropfen. Peter suchte ein Ziel, schoss, und eine Kugel klirrte. Wirerschraken und freuten uns zugleich. Nun wollte ich auch und zielte. Nach etlichen Schüssen hielten wir inne. Erschrocken, die Freude war weg, Angst kam auf. Fünf Kugeln waren kaputt! Wasnun? Ich fegte alles weg, Peter zählte unser Kleingeld, und ab ging es zu Wally Schulz. Zwei Häuser weiter hatte Frau Schulz einen kleinen Laden, wo es vieles gab, auch Glassachen. Wir wussten, am 24. Dezemeber hatte sie bis um 12 Uhr geöffnet, also hatten wir eine Chance. Frau Schulz staunte, als wir fünf rote Kugeln verlangten. „Nun, ich habe nur Kästen mit zehn Voreinigen Jahren kam der Weihnachtsmann zu uns nach Sabel. Die Kinder meiner Schwester waren noch klein und freuten sich schon auf den Weihnachtsmann. Unser großer Sohn spielte diesen nun am Heiligen Abend. Meine Eltern, meine Schwester, mein Schwager, mein jüngster Sohn, unser Neffe und unsere Nichte, mein Mann und ich sangen „Bald nun ist Weihnachtszeit“. Da klopfte es an die Wohnstubentür. Wir machten auf, und da stand der Weihnachtsmann mit einem riesengroßen Sack voller Geschenke. Wirhalfen ihm in die Stube. Und weil er so gebrechlich aussah, meinte meine Mutti: „Ach Weihnachtsmann, wir werden dir Kugeln und die kosten zwei Mark.“ Wirhatten eine Mark. Wir zeigten sie stolz. Frau Schulz sah uns lange an und sagte: „Ich kann die andere Hälfte auch verkaufen. Wir machen das Geschäft!“ Wir strahlten und bald stand die kleine Fichte fast wie vorher geschmückt da. Nie wieder Angst haben, dass Weihnachten ausfällt Abends war es wie immer. Mutter stand am Ofen und rief uns ins Zimmer. Wir standen links und rechts von ihr, sangen unsere alten Lieder, und dann durften wir zu den Geschenken. Wir taten erstaunt und erfreut, aber mit deutlich schlechtem Gewissen. Als Mutti in die Küche ging, schworen wir uns beide: „Nie wieder schnökern, nie wieder solchen mal einen Stuhl geben.“ Der Weihnachtsmann war sehr zufrieden und nahm Platz. Dann wollte er „Leise rieselt der Schnee“ hören, und wir alle sangen. Bedächtig schaukelte er hin und her. Nun ging es ans Geschenkeverteilen. Die Kleinen sagten schöne, im Kindergarten gelernte Gedichte auf. Wir Frauen sangen ein Weihnachtslied, alle sangen dann immer mit. Mein Papa sagte: „Lütten Knoken, groten Knoken, Foto: ©Kruwt -Fotolia.com Blödsinn machen! Nie wieder solche Angst haben, dass das Fest ausfällt und Mutter traurig ist.“ Natürlich hatte Mutti die neuen Kugeln bemerkt. Wir erklärten, das ist ein Geschenk für dich. Die Notlage klärten wir erst viele Jahre später auf und beichteten alles. Mutti lächelte und sagte: „Ich weiß schon alles!“ Hatte Frau Schulz gepetzt? Egal, wir wissen es nicht. Aber dieses aufregende und dann doch schöne Fest haben wir beide nie vergessen. Nun schmückt schon lange der Nachwuchs den Weihnachtsbaum und immer warten alle auf meinen Satz „Ist Mutters letzte heile rote Kugel schon dran?“ „Natürlich“, kommt es dann zurück. Dann freue ich mich, Mutter ist Weihnachten in Gedanken wieder unter uns. Undplötzlichschnarcht der Weihnachtsmann Lesergeschichte vonGundula Offers aus Burg Stargard Wihnachtsmann dien Büchs steit oppen.“ Oh, er bekam aber mächtig was mit der Rute. Das freute unseren Neffen und unseren Sohn – die kleine Nichte fand es nicht so toll. Dann hatte jeder seine Geschenke, draußen fiel wirklich leise der Schnee, und meine Mutti meinte dann: „Ach Weihnachtsmann, bleib man noch ein bisschen in der warmen Stube und wärme dich auf.“ Damit war Wieseetick ängstlich in de Eck, wierönnt ick heuunwedder weg von‘tFenster nohdeStuwendör wenn Heilgenabend stikm bevör. Nu müsst he kommen, de Wiehnachtsmann, mitStäwel, Bort und Rod, vonden minollem hebben verteilt, he weer de Kinner good — doch keck he in datdeepste Hart, sehg gorjed‘Schlechtigkeit un stroft mit Schläg de böse Dat. der Weihnachtsmann einverstanden. Wirsangen nun alle zusammen: „Stille Nacht“, auf einmal war da ein Geräusch, das nicht zum Lied passte. Was war geschehen? Der Weihnachtsmann auf seinem Stuhl war eingeschlafen und schnarchte vor sich hin. Washaben wir gelacht, davon wurde der Weihnachtsmann wach und meinte, er müsse nun wieder in die Welt hinaus und weiterziehen. Wir ließen ihn gehen. Eine Wei- Denn weer he dor, de grote Mann, un frögtmit groweStimm‘: „Weerst du ok immer leew?“ Mi fööl‘nall minUndög in! Weer`t schlimm,dat ickbi‘t Brotholen, eenKantenunnerwegens eet? Weer tschlecht, datick twee Murmeln stohlen? Weertbös,dat ickpoormol vergeet, Kaninkenfutter to holen? Ickkünn nixseggen, mi bäwertedeStimm. Mi keemen fastdeTranen. Dorbeugtehei sick dol to mi, as künn heisickwat ahnen, heistroktmiöwer‘tHoorunseggt: „Nich allens, watsoutsüht, is wirklich falsch un schlecht. Un büst du erstsogrotasick, denn kriegstdat all torecht.“ Ickdank noch hütden Wiehnachtsmann vörsinen gooden Rat. Denkann ick wirklichbruken, denn hütbin ik de Wiehnachtsmann und sehmin Enkel schlucken. Ickfrognichmehr: „Weerst du uk immerleew?“ ick lot se leewersingen un freu mi in de HeilgenNacht, wenn Kinnerstimmen klingen. le später kam unser großer Sohn dann ins Wohnzimmer, die kleinen meinten, er hat doch glatt den Weihnachtsmann verpasst und Opa hätte Prügel bekommen, und eingepennt war der Weihnachtsmann auch noch. Aber für den Großen waren trotzdem die Geschenke hier geblieben. Seine Abwesenheit erklärte er mit einer kurzen Stippvisite bei der Disco. Aber am Heiligen Abend sei da nichts los gewesen. anzeige GELEBTES MITEINANDER. Tel. 03981 2871-0 www.drk-msp.de ...weil eine Gemeinschaft stark ist. Wir wünschen all unseren Kunden sowie denen, die esnoch werden, frohe Weihnacht und ein gesundes, glückliches neues Jahr. BESINNLICHE & EIN FROHES NEUES JAHR Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir ein Fest der Nähe. Gemeinsam möchten wir auch im neuen Jahr unsere Werte leben. Von Mensch zu Mensch. Autohaus Uecker |Dorfstrasse 35 |17214 Silz |Telefon: 039927-70309 DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. ·Lessingstraße 70 ·17235 Neustrelitz MZ

Freitag, 22. Dezember 2017 Frohes Fest Seite 17 Ichwünschemir ... Auch der Weihnachtsmann braucht ein bisschen Zeit, bis er alle Geschenke zusammen hat. Deshalb haben die Kinder der Stella-Schule in Neubrandenburg schon längst ihre Wunschzettel geschrieben. Doch bevor sie sie zum Weihnachtspostamt geschickt haben, durfte Nordkurier-Redakteurin Ute Ziemann sie lesen. Florian Kiessling 9Jahre Ich wünsche mir einen netten, ordentlichen, leisen und schlauen Bruder, der gerne Lego spielt, damit ich nicht immer allein sein muss. Florentine Zoch 9Jahre Ich wünsche mir eine Tischtennisplatte, einen Tischtennisball und eine Tischtenniskelle. Im Urlaub haben wir Tischtennis gespielt. Das hat Spaß gemacht, aber ich habe gegen meinen Vater verloren. Nun will ich üben, um mich bei ihm zu rächen. Außerdem wünsche ich mir eine Monster high und Buntstifte, die sich mit Wasser vermalen lassen. Elayne Urbanek 10 Jahre Ich wünsche mir was für meinen Hamster Muvi, eine neue Monster high, für mein Handy eine neue Hülle. Ich wünsche mir aber auch, dass sich meine Eltern immer lieb haben. Und ich wünsche uns ein tolles Weihnachtsfest mit vielen Geschenken, gutem Essen und dass alle dabei fröhlich sind. FoToS (6): UTE ZIEMANN LisaWießmann 10 Jahre Ich wünsche mir eine neue Handyhülle, einen Walter-Gutschein und einen Thalia-Gutschein. Gutscheine finde ich gut, weil ich mir die Farben und die Bücher dann selbst aussuchen kann. Außerdem wünsche ich mir was für meinen Hasen, einen großen, neuen Teppich und ein Skateboard. Emie Kähler 10 Jahre Ich wünsche mir eine Federtasche. Denn ich komme ja bald in die Sekundarstufe, und da finde ich meine alte nicht mehr so passend. Außerdem wünsche ich mir das Spiel Miitopia für Nintendo 3. Ich habe nur drei Spiele dafür und möchte noch eins haben. Auch über eine Katze würde ich mich freuen, aber meine Eltern wollen keine. Frida Rabenhorst 7Jahre Ich wünsche mir ein neues Fahrrad, weil mein altes zu klein geworden ist, am liebsten in rosa und weiß. Außerdem wünsche ich mir Lego-Spiele für die PS4. Und ich würde mich darüber freuen, wenn mein Bruder etwas netter zu mir ist. Anzeige Die TSGNeustrelitz bedankt sich bei allen Mitgliedern,Fans, Sponsoren und Unterstützern fürIhr großesEngagement. Wirwünschen allen eine besinnliche Weihnachtund einen sportlichen Rutsch ins neueJahr. MZ

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