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Weihanchtsbeilage Malchin

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Seite 8 Frohes Fest

Seite 8 Frohes Fest Freitag, 22. Dezember 2017 Jeden Mittwoch treffen sich Birgit Leupold, Doris Pietschke, Barbara Militzer, Sabine Rambatt und Gabriele Penzin (v. l.), um mit dem Werkstoff Ton kleine Kunstwerke zukreieren. FOTOS (3): uTE ZIEMAnn Der Stall ist 1,30 Meter lang und 60 Zentimeter tief. Die größte Figur misst 30 Zentimeter. Die Krippe mit dem Jesuskind war eine Herausforderung. Eine Weihnachtskrippefür dasganzeDorf Von UteZiemann Ihre Leidenschaft fürs Formen und Gestalten kann Doris Pietschke nicht verbergen. Damit hat sie auch andere Frauen in Gielow angesteckt. Spuren ihrer Arbeit sind an vielen Ecken des kleinen Ortes zu entdecken. Gielow. Wenn am Heiligabend das Krippenspiel in der Kirche von Gielow leuchtet, werden die Herzen von sechs Frauen besonders freudig schlagen. Der kleine Keramikzirkel um Doris Pietschke hat seit Oktober daran gewerkelt und viel Liebe in die Weihnachtskrippe gesteckt. Anfangs waren die Frauen vom Vorschlag ihrer „Chefin“ allerdings gar nicht so begeistert. Figuren zu gestalten –und dazu noch solche, die jeder kennt – fanden sie ziemlich schwer.Dabei hatten die Frauen im Alter zwischen 54 und 71 Jahren schon so manches Stück aus Ton geformt. Zeugnisse ihres Tuns sind an vielen Stellen des Dorfes zu sehen. Alte Häuser von Gielow,inKeramik gebrannt, schmücken die Heimatstube des Dorfes und das Bürgerhaus. Im Speisesaal der Schule ist ein Torbogen mit Bäumen zu sehen. „Den haben wir mit Schülern der Grundschule gestaltet. Mit Kindern machen wir viele Projekte“, erzählt Doris Pietschke. So sei auch die Schautafel mit Heilpflanzen gleich am Eingang des Bauerngartens entstanden. Das jüngste Projekt mit 30 Bäumen des Jahres steht auch dort. Ach ja –der Bauerngarten: Dafür engagieren sich die Frauen ebenfalls. Einmal in der Woche greifen sie zu Hackeund Harkeund halten ihn in Ordnung. Höhepunkt ist in jedem Jahr die Teilnahme am Tag des offenen Gartens: immer mit Keramikverkauf. Dabei gehen die Zaunsitzer in Form von Tieren besonders gut. „Und die haben wir schon in zig Varianten geformt.“ Mit diesen Worten konnte Doris Pietschke überzeugen, dass auch das Projekt Krippe gelingt. Da die begeisterte Handarbeiterin immer Ton zu Hause hat, formte sie die Kegel für die Figuren –die größte misst 30 Zentimeter –vor.Dann haben die Frauen einfach ausprobiert. Und unter ihren geschickten Händen entstanden Maria und Josef, das Jesuskind in der Futterkrippe, Ochs und Esel und die drei Weisen aus dem Morgenland. „Die Tiere wurden glasiert, aber bei den Figuren haben wir uns für Engobe entschieden. Das ist eine flüssige Tonmineralmasse, die wir mit matter Farbe besprüht haben“, erklärt Doris Pietschke, die seit 1979 töpfert. Damals fuhr sie in das sechs Kilometer entfernte Malchin, um ihrem Hobby nachzugehen. Dort reifte die Idee, in Gielow einen Zirkel zu gründen. „Kultur wurde ja zu DDR-Zeiten gefördert“, sagt die ehemalige Zahnärztin, die seit 1982 mit zwei Jahren Unterbrechung den Zirkel leitet. Doch worin sollten die Figuren ihren Platz finden? Auch hierfür hatte Doris Pietschke, der scheinbar nie die Ideen ausgehen, eine Lösung. ImDorf wurde gerade die Straße erneuert. Da lagen Paletten herum. Ehemann Rolf musste eine auseinanderbauen und daraus den Stall zimmern. „Ich habe ihn dann angestrichen und Licht reingelegt“, erzählt die Gielowerin. Seinen ersten Einsatz fand das Krippenspiel auf dem Weihnachtsmarkt in der Heimatstube, der vom Heimatverein, zu dem auch der Keramikzirkel gehört, mitorganisiert wurde. Dort gab es natürlich noch mehr Zeugnisse der fleißigen Handwerkerinnen zu sehen. So hatten sie einen Weihnachtsbaum ganz in Weiß geschmückt. Auch Engel und Teelichter gehören zu ihrem Repertoire, denn über ein selbst gefertigtes Weihnachtsgeschenk freut sich wohl jeder. Kontaktzur Autorin u.ziemann@nordkurier.de Anzeige Weihnachtsverlosung-Viel Glück Schlemmersets von Schwartau Brotaufstriche und Desserts in besonderen Geschmackskombinationen bietet Schwartau. Eine Auswahl an 12 süßen Köstlichkeiten haben wir für Sie zusammengestellt. Mit dabei sind u. a. mehrere Sorten Schwartau Extra, Rote Grütze, Dessert Sauce Vanille. Genießen Sie die Vielfalt. Wir verlosen drei Schlemmersets. Melitta Kaffeefiltermaschine Melitta Milchaufschäumer Puma-Fußball Kaffeefiltermaschine von Melitta Die Melitta Look IV Timer verspricht exklusiven Kaffee-Genuss: mit praktischer Timer-Funktion und AromaSelector – zur individuellen Wahl des Kaffeegeschmacks von mild bis kräftig Das Design hat alles, was man sich von einer modernen Kaffeemaschine wünscht: Komfortabel in der Handhabung, elegant im Auftritt - so macht das Genießen einfach Spaß. Wir verlosen eine Kaffeefiltermaschine. 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Gewinnspiel-Coupon Einsendeschluss: 27. Dezember 2017 Vorname /Name Straße /Nr. E-Mail ültje-Genusspaket Geburtsdatum PLZ /Ort Telefon Schlemmerset von Schwartau Foto: © Drubig-Photo - Fotolia.com MST MSM

Freitag, 22. Dezember 2017 Frohes Fest Seite 9 Kaputte Kugeln können die Festtagsfreude trüben, wie unsere Leserin Sibylle Seyffarth erfahren hat. Dasfastzerschossene Fest Foto: ©KruWt -FotoLia.com Frohes Fest im Kinderheim am Stettiner Haff Lesergeschichte vonRenateMeier aus Neubrandenburg Meine Erinnerung an die vielen Weihnachten, die ich im Kinderheim Vogelsang am Stettiner Haff verbracht habe, habe ich aufgeschrieben. Heute bin ich 72 Jahre alt und beim Zurückerinnern komme ich mir ganz festlich vor, ein wenig wehmütig. Das Weihnachtsfest war in unserem Heim immer lang ersehnt. Wunschzettel wurden geschrieben. Damals waren es Wünsche wie Campingbeutel, Taschenlampen, Bücher, Puppen. Jedes Kind bekam meist seine Wünsche erfüllt und jeder einen bunten Teller. Der Tag begann in den Gruppen mit Wäschewechsel, Duschen, Hübsch anziehen. Danach Warten im Fernsehraum auf die Bescherung. Viele schöne Märchenfilme wurden von uns gesehen. Die Aufregung stieg. Dann der Augenblick der Bescherung, die Gerüche von Lebkuchen, Nüssen, Äpfeln –alles glitzerte, der Geruch von Tannenadeln. In dem Moment war keiner einsam, wir waren eine große Familie. Unsere Erzieher hatten das alles für uns getan, nein, alle die im Heim arbeiteten. Sogar das Weihnachtsessen –jeder bekam eine Geflügelkeule …Das alles war nicht selbstverständlich. Ob es Kindern in einer Familie genauso erging? Friedlich schliefen wir mit unseren Geschenken ein. Ein Rauschen vom Haff drang in unsere Schlafzimmer. Ich habe drei Söhne groß gezogen und habe dieses Ritual übernommen –Wäschewechsel, Hübsch anziehen und so weiter, solange sie kleine Kinder waren. Lesergeschichte vonSibylle Seyffarth aus Friedland Weihnachten nahte, und wir Kinder freuten uns riesig. Worauf, das wussten wir nicht genau zu sagen. Aber wir träumten von schönen, geheimnisvollen Geschenken. Und das 1951! Es ging überallknapp zu, man wurstelte sich so durch. Unser Vater war 1942 im Osten gefallen, Mutter arbeitete im Kindergarten. Wirbesuchten die Grundschule und empfanden alles positiv und normal, hatten einfach Freude am Leben. Am 24. Dezember vormittags wurde die kleine Fichte geschmückt, und das war unsere Aufgabe. Mutter hatte in der Küche zutun. Peter und ich machtenuns freudig an die Arbeit, erst die Kugeln, dann die Kerzen und Lametta, zum Schluss die Spitze –klasse sah der Baum aus! Undplötzlichschnarcht der Weihnachtsmann Lesergeschichte vonGundula Offers aus Burg Stargard Voreinigen Jahren kam der Weihnachtsmann zu uns nach Sabel. Die Kinder meiner Schwester waren noch klein und freuten sich schon auf den Weihnachtsmann. Unser großer Sohn spielte diesen nun am Heiligen Abend. Meine Eltern, meine Schwester, mein Schwager, mein jüngster Sohn, unser Neffe und unsere Nichte, mein Mann und ich sangen „Bald nun ist Weihnachtszeit“. Da klopfte es an die Wohnstubentür. Wir machten auf, und da stand der Weihnachtsmann mit einem riesengroßen Sack voller Geschenke. Wirhalfen ihm in die Stube. Und weil er so gebrechlich aussah, meinte meine Mutti: „Ach Weihnachtsmann, wir werden dir Neben dem Baum stand der Schreibtisch. Peter betrachtete ihn versonnen, langte in die Hosentasche und hatte ein altes Schlüsselbund in der Hand. Er sah mich fragend an, ich nickte. Und dann ging alles sehr schnell. Ein Schlüssel passte, das Fach ging auf, und wir sahen die erhofften Dinge. Peter hatte das Fach mit den Weihnachtsgeschenken geöffnet, das war unerhört und verboten! Gleich zielsicher das neue Spiel ausprobiert Wir sahen nun all die schönen Dinge, Peter den Stabilbaukasten, ich meine Puppe Karla mit den neuen Sachen und obendrauf ein neues Spiel –„Pfeil und Bogen“ – das musste probiert werden. Vorne am Pfeil war ein Gummipfropfen. Peter suchte ein Ziel, schoss, und eine Kugel klirrte. Wirerschraken und freuten uns zugleich. Nun wollte ich auch und zielte. Nach etlichen Schüssen hielten wir inne. Erschrocken, die Freude war weg, mal einen Stuhl geben.“ Der Weihnachtsmann war sehr zufrieden und nahm Platz. Dann wollte er „Leise rieselt der Schnee“ hören, und wir alle sangen. Bedächtig schaukelte er hin und her. Nun ging es ans Geschenke verteilen. Die Kleinen sagten schöne, im Kindergarten gelernte Gedichte auf. Wir Frauen sangen ein Weihnachtslied, alle sangen dann immer mit. Mein Papa sagte: „Lütten Knoken, groten Knoken, Wihnachtsmann dien Büchs steit oppen.“ Oh, er bekam aber mächtig was mit der Rute. Das freute unseren Neffen und unseren Sohn, die kleine Nichte fand es nicht so toll. Dann hatte jeder seine Geschenke, draußen fiel wirklich leise der Schnee, und meine Mutti meinte dann: „Ach Weihnachtsmann, bleib man noch ein bisschen in der warmen Stube und wärme dich auf.“ Damit war Angst kam auf. Fünf Kugeln waren kaputt! Wasnun? Ich fegte alles weg, Peter zählte unser Kleingeld, und ab ging es zu Wally Schulz. Zwei Häuser weiter hatte Frau Schulz einen kleinen Laden, wo es vieles gab, auch Glassachen. Wir wussten, am 24. Dezemeber hatte sie bis um 12 Uhr geöffnet, also hatten wir eine Chance. Frau Schulz staunte, als wir fünf rote Kugeln verlangten. „Nun, ich habe nur Kästen mit zehn Kugeln und die kosten zwei Mark.“ Wirhatten eine Mark. Wir zeigten sie stolz. Frau Schulz sah uns lange an und sagte: „Ich kann die andere Hälfte auch verkaufen. Wir machen das Geschäft!“ Wir strahlten und bald stand die kleine Fichte fast wie vorher geschmückt da. Abends war es wie immer. Mutter stand am Ofen und rief uns ins Zimmer. Wir standen links und rechts von ihr, sangen unsere alten Lieder, und dann durften wir zu den Geschenken. Wir taten erstaunt und erfreut, der Weihnachtsmann einverstanden. Wirsangen nun alle zusammen: „Stille Nacht“, auf einmal war da ein Geräusch, das nicht zum Lied passte. Was war geschehen? Der Weihnachtsmann auf seinem Stuhl war eingeschlafen und schnarchte vor sich hin. Washaben wir gelacht, davon wurde der Weihnachtsmann wach und meinte, er müsse nun wieder in die Welt hinaus und weiterziehen. Wir ließen ihn gehen. Eine Weile später kam unser großer Sohn dann ins Wohnzimmer, die kleinen meinten, er hat doch glatt den Weihnachtsmann verpasst und Opa hätte Prügel bekommen, und eingepennt war der Weihnachtsmann auch noch. Aber für den Großen waren trotzdem die Geschenke hier geblieben. Seine Abwesenheit erklärte er mit einer kurzen Stippvisite bei der Disco. Aber am Heiligen Abend sei da nichts los gewesen. aber mit deutlich schlechtem Gewissen. Als Mutti in die Küche ging, schworen wir uns beide: „Nie wieder schnökern, nie wieder solchen Blödsinn machen! Nie wieder solche Angst haben, dass das Fest ausfällt und Mutter traurig ist.“ Natürlich hatte Mutti die neuen Kugeln bemerkt. Wir erklärten, das ist ein Geschenk für dich. Die Notlage klärten wir erst viele Jahre später auf und beichteten alles. Mutti lächelte und sagte: „Ich weiß schon alles!“ Hatte Frau Schulz gepetzt? Egal, wir wissen es nicht. Aber dieses aufregende und dann doch schöne Fest haben wir beide nie vergessen. Nun schmückt schon lange der Nachwuchs den Weihnachtsbaum und immer warten alle auf meinen Satz „Ist Mutters letzte heile rote Kugel schon dran?“ „Natürlich“, kommt es dann zurück. Dann freue ich mich, Mutter ist Weihnachten in Gedanken wieder unter uns. Lesergedicht vonBarbaraGranzow ausIvenack Knecht Ruprecht Ichstehe am Fensterund sehe hinaus. Draußenist es kalt und schneien tutesauch. DieweißePracht bedecktdas Land mitleichtem Glitzerschein. DieNatur bekommt ihr Winterkleid. In denFenstern leuchten dieKerzen, undsie erwärmen unsere Herzen. Wirdenken nach. Washat uns dasJahr gebracht, washaben wiruns selbstgeschafft? Können wirsagen,wir habenetwas gegeben, der Natur, den Menschen,dem Leben. Im Schaufenstersteht ganz elegant, der Weihnachtsmann in seinem Gewand. Ein roterMantel muss es sein, ein Bartaus weißgrauem Haar machtihn erstwahr. EinGeschenk dasRuprechtbringt, sollte sein fürjedes Kind. Jederhat es,keiner kann es kaufen. DieWärme desHerzens unter jedemGewand. Abenteuerliche Baumsuche Lesergeschichte vonDoris Grevesmühl aus Dahmen Es war kurz vor Weihnachten und wie in jedem Jahr war es an der Zeit, sich um den entsprechenden Baum zu kümmern. Wir wohnten damals in der Nähe eines recht großen Waldes, aus dem mein Bruder alljährlich den Weihnachtsbaum holte. Erwischen lassen durfte er sich dabei natürlich nicht, denn auch damals war das nicht erlaubt. Deshalb wusste auch niemand, wann und wo er den Weihnachtsbaum schlug. Meistens ging er auch erst am Nachmittag los und war in der Regel recht schnell wieder zurück, weil er sich schon Tage vorher einen Baum ausgesucht hatte. Doch indem einen Jahr warteten wir sehr lange auf seine Rückkehr. Mittlerweile war es schon dunkel geworden, und unsere Eltern machten sich natürlich Sorgen, dass etwas passiert sein könnte. Schließlich kam er dann doch unbeschadet und mit Weihnachtsbaum nach Hause und nannte uns den Grund für sein zuspätes Kommen: Er war auf eine Rotte Wildschweine gestoßen und hatte sich auf einen Baum geflüchtet. Dort hat er dann abwarten müssen, bis die Wildschweine weitergezogen waren. Unsere Eltern waren natürlich froh, dass alles so glimpflich abgegangen war. Sich selbst einen Baum aus dem Wald zu holen, war zwar verboten, aber doch üblich. Dem Bruder unserer Leserin Doris Grevesmühl kam allerdings jemand in die Quere. Foto: ©GoLuD -FotoLia.com MST MSM

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