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Urlaubsmagazin_2020_06_22_klein

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32 Familie Von Mirow

32 Familie Von Mirow über 16 Seen zum Alten Fritz Auf dieser spannenden Dampferfahrt geht es nicht nur durch mehrere Schleusungen, sondern auf Spurensuche eines berühmten Preußenkönigs bis ins 18. Jahrhundert. Rheinsberg: Schloss und Garten sind geprägt vom Stil des frühen Klassizismus. Foto: Hartmut Nieswandt Mirow/Rheinsberg. „Mirokesen“ nannte der Alte Fritz, pardon, damals war esnoch der Junge Fritz, im 18. Jahrhundert die Leute,die Mirow und Umgebung bevölkerten. Der Ausdruck „Mirokesen“ war nicht nett gemeint. Damit spottete der preußische Kronprinz über das „einfache Feriendorf Drewensee in Ahrensberg Ferienhäuser auf einem Wassergrundstück Kleines Feriendorf in ruhiger und privater Atmosphäre am See // Motorboote -auch zum Angeln // Fahrrad- und Kanuverleih // eigene Stege, Brötchenservice 039832 -26252 www.urlaub-am-drewensee.de Leben“, das man jenseits der brandenburgischen Grenze in Mecklenburg-Stelitz führte.Als junger Mann hielt sich der später legendäre Preußenkönig Friedrich II. oft in Rheinsberg auf und lernte das benachbarte Mirow kennen. Was liegt heute näher, als von Mirow aus einen Abstecher nach Rheinsberg zu unternehmen? Für diesen Zweck gibt es die „16-Seenfahrt“ von Mirow nach Rheinsberg. Zweimal wöchentlich startet die Blauweiße Flotte von Mai bis September die Seenfahrt nach Rheinsberg im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land mit seinen endlosen Buchenwäldern und vielen Klarseen. Drei Schleusungen und zehn Brückendurchfahrten gehören bei der Fahrt über 16 Seen und viele kleine Kanäle dazu. In Rheinsberg ist zwei Stunden Zeit für einen Bummel zum malerischen Schloss. Dieser Tagesausflug bietet nicht nur wunderschöne Naturerlebnisse, sondern auch einen Ausflug in den frühen Klassizismus. Glücklicher Kronprinz Friedrich der Große, der Alte Fritz, verbrachte, so ist es überliefert, als Kronprinz die glücklichste Zeit seines Lebens in Rheinsberg. Es war seine „Probierstube“, Zweimal wöchentlich startet die Blau-weiße Flotte zur „16-Seenfahrt“ von Mirow nach Rheinsberg. Foto: Archiv Nordkurier wo er Ideen entwickelte, um sie später in „Sanssouci“ in Potsdam zu vollenden. Sein jüngerer Bruder, Prinz Heinrich von Preußen, prägte in Rheinsberg Schloss und Garten im Stil des frühen Klassizismus. Noch zwei berühmte Namen verbinden sich mit Rheinsberg: In seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ setzte Theodor Fontane der Stadt ein literarisches Denkmal. Bald darauf machte Kurt Tucholsky Rheinsberg zur charmanten Erfüllung unbeschwerter Liebe und die Stadt deutschlandweit bekannt. Rheinsberg und das Schoss liegen am Grienericksee.Viele Kunstwerke schmücken die Räume des Schlosses. In den vergangenen Jahren wurden die Raumdekorationen aus Friedrichs Zeiten (um 1740) wieder hergestellt. Das Ensemble lebt mit dem Schloss, der Rheinsberger Musikakademie, der Kammeroper Schloss Rheinsberg und dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum fort. Rheinsberg liegt im Rheinsberger Seengebiet, dem südwestlichen Teil des Neustrelitzer Kleinseenlandes in einer abwechslungsreichen, hügeligen Waldlandschaft. Seit dem Erwerb Rheinsbergs durch den preußischen König Friedrich Wilhelm I. und nachdem Brand der Stadt im Jahr 1740 wurden Stadt und Schloss von den Baumeistern Johann Gottfried Kemmeter und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff wieder aufgebaut. Durch den Um- und Ausbau des Schlosses entwickelte sich Rheinsberg immer mehr zu einer kleinen barocken Residenzstadt. Auch das gehört zur Geschichte: 1966 wurde nahe Rheinsberg am Großen Stechlinsee das erste Kernkraftwerk der DDR in Betrieb genommen. Es war bis zu seiner Abschaltung im Jahr 1990 größter Arbeitgeber der Stadt. Hartmut Nieswandt blau-weisse-flotte.de

Familie 33 Der Ort Wustrow ist paradiesisch gelegen im Tollense-Becken am südlichen Ende des gleichnamigen Sees. Foto: Sebastian Haerter Zeit für Naturschönheiten: Entspannt durch die Geschichte radeln Mit dem Tollensesee hat Neubrandenburg ein Wasserparadies direkt vor der Haustür. Das elf Kilometer lange Gewässer auf dem Rad zu umrunden, ist weit mehr als nur Sport. Neubrandenburg. Es soll ja Sportskanonen geben, die in der Lage sind, die 35 Kilometer rund um den Tollensesee mit dem Fahrrad in einer guten Stunde herumzurasen. Außer der sportlichen Herausforderung verpassen diese Rennradler allerdings dann doch soeiniges. Denn wer sich die Zeit nimmt, verbringt vielleicht sogar einen ganzen Tag auf dem gut ausgebauten Radrundweg und kann neben den Naturschönheiten so einiges erleben und sehen. Da wäre beispielsweise das 1823 im Stile eines griechischen Tempels errichtete Belvedere im Brodaer Holz, in dem nicht nur im Sommer Musikveranstaltungen stattfinden, sondern sogar schon etliche Paare geheiratet haben. In Hohenzieritz wird es hochherrschaftlich, immerhin lebte und starb hier die kultisch verehrte Königin Luise von Preußen im Alter von nur 34 Jahren. Eine Gedenkstätte im Schloss Hohenzieritz erinnert an Königin Luise. Wer sich mit dem Büchlein „120 Stufen. Der Tollensesee“ aus der Feder des FAZ-Redakteurs Frank Pergande als Reisebegleiter bewaffnet, erfährt diese und viele andere interessante Geschichten rund um den Tollensesee. In Penzlin erinnert er an den Homer-Übersetzer Johann Heinrich Voß, in Neubrandenburg an den niederdeutschen Dichter Fritz Reuter. Unterwegs erzählt Pergande vom slawischen Heiligtum Rethra, das hier vermutet wurde. Diese Strecke hat es in sich Ganz am eigenen Leibe erfährt der fleißige Radler übrigens, dass Mecklenburg- Vorpommern überhaupt nicht so flach ist, wie man annehmen könnte. Nein – der Radweg zeichnet sich durch einige anspruchsvolle Steigungen aus. Getränke und etwas Wegzehrung sollten deshalb unbedingt mitgenommen werden, denn mit gastronomischen Einrichtungen ist der Radrundweg nicht eben reichlich gesegnet. Andreas Segeth

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