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6 | Stadtmagazin | Bildung Interview des Monats „Organisieren, damit Lernende lernen!“ An die 400 Lehrer aus dem gesamten Schulamtsbereich sind der Einladung vom Duden Institut gefolgt und haben jüngst an der Konferenz in Neubrandenburg teilgenommen: Andreas Müller vom Institut Beatenberg aus der Schweiz hat begeistert und zum Nachdenken angeregt. „Das Lernen organisieren – nicht das Lehren!“ war sein Motto, unter dem der Reformpädagoge Instrumente und Methoden einer neuen Lernkultur vorstellte. Pädagogen aus Röbel, Ueckermünde, Fürstenberg, Neukalen, Pasewalk und Neubrandenburg ließen sich von ihm inspirieren. Susanne Eichler fragte Gastgeberin Kathrin Ader am Ende der Veranstaltung nach ihrem Fazit. Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt e. V. Frau Ader, Sie als Leiterin der Duden Institute in Neubrandenburg und Prenzlau waren Gastgeberin dieser Konferenz. Welche Quintessenz haben Sie aus dem Vortrag von Andreas Müller gezogen? Für mich wurde einmal mehr deutlich, dass man ins Tun kommen muss, wenn man sich entwickeln will. Demnach müssen Kinder aktiv werden – geistig als auch körperlich. Das hat Andreas Müller ganz plausibel erklärt. Lehrer, Erzieher, Eltern sollten demnach also den Prozess des Aktivwerdens gestalten mit Impulsen und Materialien. Damit die Schüler ihrer Rolle als Lernende nachkommen können. Kathrin Ader und Andreas Müller während der Bildungskonferenz an der Hochschule Neubrandenburg © ADER Ein paar Lockerungsübungen inklusive: an die 400 Lehrer aus dem gesamten Schulamtsbereich folgten der Einladung. © ADER Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren überwiegend positiv. Manche äußerten sich aber auch skeptisch, was die Möglichkeiten der Um- Diese Stimmen habe ich auch gehört. Da ging es zum Beispiel um Herrn Müllers Äußerungen zum nachhaltigen Lernen, um seinen Appell, mehr Zeit zu investieren, um in die Tiefe zu gehen. Dies zu veranschaulichen bemühte er sich der Redewendung: Viel lesen und nichts durchschauen ist wie viel essen und nichts verdauen. Gerade da sah sich aber so mancher Lehrer ohne Möglichkeiten angesichts der vollgestopften Rahmenpläne. Das verstehe ich. Und den- alle auch immer mal wieder Das fällt uns im Duden Institut natürlich leichter, weil wir nicht so in den Strukturen verhaftet sind. Seit 17 Jahren organisieren wir nun jährlich so eine Veranstaltung. Und die auch ein Stück provokant Rahmenpläne auch nicht optimal. Dennoch hat jeder Lehrer einen eigenen Spielraum, seine Verantwortung wahrzunehmen für die Sache, für die er angetreten ist. Wie sagte Andreas Müller so schön: Wer Wie war nun eigentlich der Vortragstitel zu verstehen: „Das Lernen organisieren – nicht das Lehren!“? Herr Müller hat für sich festgestellt, dass der Aktivitätsschwerpunkt im Unterricht im Allgemeinen bei den Lehrern liegt: die Lehrer lehren, die Schüler werden quasi belehrt. Die einen sind aktiv, die anderen passiv. Diese Herangehensweise wird für die Lehrer aber mit den zunehmend

Bildung | Stadtmagazin | 7 unterschiedlichen Schülerpotenzialen umso schwieriger. Um dies besser handhaben zu können, appellierte Andreas Müller: Machen Sie Ihre Schüler zu Ihren Mitarbeitern. Ähnlich wie ein Chef also, der sein Personal gemäß der individuellen Stärken und Schwächen organisiert. Und vor allem sollen die Schüler sich bewusst machen können, wie sie selbst am besten ler- Zahnarzt über Zähne Bescheid inhaltet genau das, was unter dem Schlagwort Selbstgestaltungskompetenz gemeint ist. Selbstgestaltungskompetenz? Ja, wir brauchen Kinder, die ihr Leben selbst gestalten können, sich selbst etwas beibringen können. Heutige ABC- die Schule. Woher wollen wir wissen, was sie dann brauchen? Wir können ihnen nicht alles beibringen. Das Hauptaugenmerk Ihres Unternehmens liegt in der Lerntherapie. Und Sie führen Lehrerweiterbildungen sowie Elternworkshops durch. Warum dann eigentlich noch die Anstrengungen immer wieder für solch eine große Konferenz? - rer, Erzieher und Eltern auch außerhalb der Schule in den Austausch kommen. Zum anderen ist es auch ein Stück Wir holen hier wirkliche Koryphäen der Bildungslandschaft in den Nordosten. Unsere Pädagogen sollen nicht hunderte von Kilometern fahren müssen, um sich von jemanden wie beispielsweise Andreas Müller inspirieren zu lassen. Das sind ohnehin schon die absoluten Enthusiasten, die einen ganzen Sonnabend auf solch einer Konferenz verbringen. Sie scheinen ein ebensolcher Enthusiast zu sein. Warum sind Sie nicht Lehrerin? Das bin ich. Schon als kleines Kind habe ich ständig Schule gespielt. Lehrer war mein Traumberuf. Ich habe dann schullehrerin gearbeitet. Dabei haben mich immer besonders die ganz speziellen Schülerbio- ich später auch noch Entwicklungsphysiologie studiert. Während eines weiteren Fernstudiums wurde ich auf die Duden Institute aufmerksam, wurde Franchisenehmer und kann mich so seither mit absoluter Hingabe dem Kind widmen, es in seiner Einzigartigkeit fördern. www.duden-institute.de Das Duden Institut in Neubrandenburg © EICHLER

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