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Stadtmagazin Mai 2022

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08 Titelgeschichte

08 Titelgeschichte Mühle. Das beliebte Naherholungsziel an der Stadtgrenze bietet Platz zum Herumtollen, aber auch zum Ausruhen.Esgibt große Wiesen, Bänke, den Mühlenteich, viele Spiel- und Sportgeräte, einen Lehrgarten, einen Schulbauernhof mit Tieren und eine Gaststätte mit Terrasse. In der Hintersten Mühle werden regelmäßig Feste, Aktionstage, Direkt an derHinterstenMühleliegt dieser Spielplatz. Kindergeburtstage, Ferienlager undTagesstätten für Kinderund Jugendlicheorganisiert. Zum Weiterwandern nach dem Passieren des Bahnübergangs wird empfohlen, den Pfad zwischen Linde (links) und Eisenbahnstrecke (rechts) zuwählen. Er schlängelt sich dahin, undauf einer Tafel ist zu erfahren, dass es schon vor 175 Jahren erste Überlegungen für die Bahnstrecke zwischen Stralsund und Berlin gab. Im Jahr 1877, also vor gut 140 Jahren, brauchten Reiselustigeetwa6Stunden und 40 Minuten, um von Neubrandenburg in die Hauptstadt des Deutschen Reiches zukommen. Zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz gab es fünf Haltepunkte, einer davon war die Hinterste Mühle. Ein Mini-Abstecher von diesem Weg nach links lohnt sich –die Reste einer Papiermühle sind ausgeschildert. Ein roter Fabrikschornstein, alte Fundamente und zwei monumentale Mühlsteine stehen zwischen den Buchen und Eichen. Von 1760 bis 1951 wurden hier Papier und ©Birgit Langkabel Pappe produziert. Nach dieser Entdeckung ist der Wendepunkt der Wanderung nah. Ein Grill- und Rastplatz mit Holzbänken lädt zu einer Pause ein. Über eine Brücke erreicht man dann einen breiten Sandweg, die Fahrradstrecke zwischen HintersterMühleund Burg Stargard. Der Buchenwald ist zu jederJahreszeit ein Erlebnis. Wo desHerzogs Hose sauber wurde Aufder kleinen Seenrunde in Neustrelitz können Radler Geschichte „erfahren“. Am Wegliegenein herzoglichesWäschespülhaus,ein Slawendorfund eineKopfsteinpflasterstraßevon annodazumal. Gut einen halben Kilometer nach dem Start im Stadthafen von Neustrelitz ist erst einmal Schluss. Ein schier unüberwindlich scheinendes Bollwerk macht ein Weiterkommen für Radfahrer unmöglich. Eine weiße Brücke, 15 Stufen hoch, 13 Stufen aufder anderenSeite hinab. Allerdings ist diese Brücke ein Muss der Besichtigung auf der Runde umden Zierker See in Neustrelitz. Schließlich ist sie ein Wahrzeichen an dem Gewässer. 3,60 Meter hoch ist sie und überwindet einen kleinen Seitenarm des Sees. Die genaue Entstehungszeit ist nicht nachweislich. Aus Abbildungen auf alten Postkarten indes kann man schließen, dass die weiße Brücke amÜbergang vom 19. zum 20. Jahrhundert erbaut sein muss. Mit ihrer Höhe ist die weiße Brücke deutlich größer als der Zierker See durchschnittlich tief ist. 1,60 Meter ist die offizielle Angabe, an einigen Stellen im nördlichen Bereich ist das Gewässer gerade mal einen halben Metertief. DasRad tragen oder einen Umwegfahren? In unmittelbarer Nachbarschaft zur weißen Brücke fällt ein kleiner hölzerner Pavillon im chinesischen Stil mit vielfältigem Schnitzwerk ins Auge: Er wurde 1821 als großherzogliches Wäschespülhaus für den Hof errichtet. Und zwar von niemand Geringerem als dem Landesbaumeister Friedrich Wilhelm Buttel, einem Schüler der Berliner Bauakademie und Mitarbeiter des preußischen ©DirkSchröder Baumeisters Karl Friedrich Schinkel. Heute beherbergt das Wäschespülhaus ein Sommercafé. Die Gäste sitzen gewissermaßen auf dem Wasser –ein beliebtes Vergnügen. Ambitionierte Radfahrer hieven denn also ihre Gefährte über die Brücke und treten am Uferweg weiter in die Pedale bis zum Slawendorf, einem archäologischen Freilichtmuseum sowie FamilienfreizeitundErlebnisstätte. DieAlternative ist eine kurze Umkehr, um dann der Ausschilderung zu eben diesem Slawendorf zufolgen. Erspart das Tragen. Jedoch: Welche Variante der Radfahrer auch wählen mag, eswäre schade, diemarkanten Bauwerke –die Weiße Brücke und den Seepavillon –zuverpassen. Am Slawendorf führt der Weg dann vorbei und mündet in einem Waldgebiet. Sanft rollen dieRäder aufdem festen Waldweg, bishin zum zwischen 1840 bis 1843 erbauten Kammerkanal, derden ZierkerSee mit dem Woblitzsee bei Wesenberg verbindet. Wer nun erleben möchte, auf welchen Wegen man sich vor dem 19. Jahrhundert in Mecklenburg fortbewegte, der kann dies entdecken, wenn er am Kammerkanal rechts abbiegt. Nach wenigen Metern erreicht man eine rund einen Kilometer lange Kopfsteinpflasterstraße. An deren Rand fährt es sich allerdings dann doch deutlich bequemer. Aber immerhin hat man die Gelegenheit, sohistorische Wege zu „erfahren“. An diesem Stück

UnsereReporter Dirk Schroeder empfiehlt: Lohnt essich, aufs Rad zu steigen? Klar, wenn man sich Zeit nimmt, auch nach links und rechts zuschauen. Neben Landschaft kann man nämlich „erfahren“, auf was für Wegen esanno dazumal vorwärts ging. Kopfsteinpflasterstraße finden sich auch Hinweise auf die alte und wichtige Verbindung von Neustrelitz nach Mirow. Von nun an rollt es wieder auf Asphalt, Verbundpflaster und Feldwegen. Vorbei geht es am Café Prälank, dann umfängt einen ganz sanfte Endmoränenlandschaft mit Anstiegen, die jeder Freizeitradler schafft. Es sind die Ausläufer des Müritz-Nationalparks. In Torwitz folgt man dieser Ausschilderung: „Kleiner Rundweg Zierker See“. Den indes bekommt man zumeist ausder Fernezusehen, nähert sich ihm erst wieder gegenEndeder Tour am Gebiet des Stadthafens von Neustrelitz. Wo allerdings eineVielzahl gastronomischer Angebote die letzte Herausforderung der kleinen Tour darstellt, eine kulinarischenämlich. Ausdem Terminkalender EineAktion für Klimaschutz Beim Stadtradeln treten vom 9. bis29. Maidie Neubrandenburger in diePedalen. Bei derAktion für Klimaschutz, Radförderung,für einesaubere Stadt undmehrBewegung gilt es,die 150 000 Kilometermarke zu knacken. So kann die Stadt unteranderem auch CO2 einsparen. www.stadtradeln.de Diegroße Radrunde über dieSeenplatte Am 27. und28. Mairollen bei der„Mecklenburger Seen Runde“ aufKursenvon 90 bis 300 Kilometern durcheineder schönsten Landschaften des Nordens.Seit demStart 2014 kommen jährlich Tausende vonFreizeitradsportlern nach Mecklenburg underfahren, wie 300 Kilometer Stolzund andere Glücksgefühleerzeugen können. www.mecklenburgerseen-runde.de La dolceVita vorden Toren Neubrandenburgs WerseineEntschleunigung beschleunigen möchte,ist bei derVeloClassico Germanyam 13. Und14. August in Rumpshagengut aufgehoben. Dort gehenFahrrad-Flaneure auf Genießer-Runden, Helden- Runden,Liebhaber-Runden undHappinez-Runden. Zeiten spielenkeineRolle. DerWeg ist das Ziel undder führt im geselligen Miteinanderdurch verschiedeneOrteder Seenplatte.Zwischendurchgibt es immer wiedereinekulinarischeEinkehr. www.veloclassico.de Aufdie Räder, fertig los! Siesuchennacheiner tollen Tour? Dann schauenSie doch in dasMagazin „Nordkurier Touren“. Dort gibt es 23 Routen –von abenteuerlich bis entspannt, von kurzer Rundfahrt bis zur kilometerlangen Tagestour. Ein Ratgeberteil zeigt Tippsrundums Rad.Das Magazin ist ab sofort erhältlich.

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