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Stadtmagazin - Januar 2021

08 Wo sonst auch in der

08 Wo sonst auch in der sonnenarmen Jahreszeit reges Treiben herrscht, hat sich eine Geisterstadt Raum geschaffen. Da geht noch was! In Zeiten von Corona werden Händler noch erfinderischer für sich und ihre Kunden. © (2) C. Göls macht, die meisten Geschäfte, die etwa Kleidung, Wäsche, Schmuck verkaufen, sind ohnehin geschlossen. Dass sich dieses Bild nicht nur schmerzhaft in die Köpfe der Warener und und Gäste und vor allem in die der Einzelhändler einbrennt – mit allen Konsequenzen, das befürchtet Claudia Bergmann, die Chefin des Innenstadtvereins. „Ein Sterben vieler Geschäfte in der City ist nach jetziger Vorstellung nicht ausgeschlossen. Und bis sich da in gleicher Vielfalt und Qualität wieder etwas ansiedeln könne, wenn überhaupt, könnte es sehr leer werden. In Waren sei bei den Einzelhändlern inzwischen tatsächlich leise Resignation eingezogen. Gab es zu Beginn der Pandemie im ersten Lockdown noch viele Gespräche und Telefonate für die Vereins-Chefin, so melde sich derzeit kaum jemand. Und dass die aktuelle Lage, noch nicht das Ende sei, davon gingen wohl fast alle aus: „Eine Verlängerung des Lockdowns bis Ostern würde unsere schlimmste Befürchtung wahr machen. Gerade jetzt käme es auf Unternehmersolidarität und das Einhalten von Versprechungen an. Corona-Hilfen etwa dürften nicht erst scheibchenweise fließen, schlägt Claudia Bergmann in die gleiche Kerbe wie die Neubrandenburger Kollegen. Aber nicht nur Teilabschläge der Pandemie-Hilfen sorgen für Unmut. Mit der Einzelhandelsaktion „Wir machen auf_ merksam“, werben die Händler für ihre Forderungen. Gleichstellung zu Hotel und Gastronomie gefordert Neben Werbeflächen in Schaufenstern sollen digitale Kanäle und soziale Medien genutzt werden, um einer wichtigen Forderung Ausdruck zu verleihen. Der Warener Einzelhandel fordert die Gleichstellung mit Gastronomie und Hotelgewerbe in Sachen Hilfszahlungen. Statt bis zu 90 Prozent der Fixkosten zu erhalten, sollten 75 Prozent des Umsatzausfalls gezahlt werden. „Von den übernommenen Fixkosten bis zu 90 Prozent kann keiner überleben“, weiß Claudia Bergmann. Manche könnten die Frühlingskollektion nicht bezahlen, weil die Herbstkollektion noch im Laden liege. Für Claudia Bergmann ist die Hoffnung darum online. „Wer noch Geldreserven, aber noch keinen Onlineshop hat, der sollte sich einen zulegen“, rät sie mit Blick beispielsweise auf den Online- MV-Marktplatz. Dort könnten Kunden sich einen breiten Überblick über Angebote und Order-Möglichkeiten verschaffen. Carina Göls www.tore-auf.com, www. marktplatz.digitalesmv.de Lindetal-Center Pause auf flottem Polster muss noch warten Neubrandenburg. Da schau‘ her! Aufgefallen sind die neuen Sitzbänke gewiss bereits so manchem Besucher im Neubrandenburger Lindetal-Center. Ganz klar – denn sie sind chic und mit den Farben des Centers in Lindgrün und Orange schon per se ein Hingucker. Und das ist das Stichwort; denn aktuell geht leider nur Ansehen und Freuen, denn Corona erlaubt kein Verweilen dicht an dicht, und hat den meisten Geschäften in diesem Einkaufs-Zentrum eine Zwangspause beschert – Ende offen. Die einladenden hölzernen Bänke und Tische sind Maßarbeit und waren bereits im Sommer eigens für die Kundschaft für ein noch schöneres Verweilen bei Nordic Design in Wolgast bestellt worden. Für die gute Zusammenarbeit – angefangen bei der Planung über die Gestaltung bis zur endgültigen Montage im Dezember bedankt sich Centermanagerin Gunda Kruggel bei den professionellen Mitarbeitern von Nordic Design. Man habe eigene Ideen mit einbringen können, das Projekt habe Maßgefertigt und ein echter Hingucker ist die neue Sitzgruppe im Lindetal-Center. Aber sie hat noch Pause. © Carina Göls Freude gemacht. Das Ergebnis sei individuell und funktional. Wenn es nun noch „leben“ könnte, wäre alles gut. Gemütlich was Leckeres vom Bäcker, Fleischer oder anderen an die neuen Sitze, Tische und Bänke angrenzenden Geschäfte zu essen und zu trinken, ins Gespräch zu kommen oder einfach nur die Atmosphäre genießen, das war die Idee dahinter. Dass die Stühle nicht ewig leer bleiben müssen und bald wieder Leben in das bunte Haus mit seinen vielfältigen Geschäften – von denen etliche geöffnet haben – einziehen kann, das hofft Gunda Kruggel. Und auch darauf, dass sich etwa neue Mieter für Bäcker- und Fleischerladen finden.

09 Neuer Service Nordkurier liefert jetzt auch Lebensmittel Frische Waren direkt bis vor die Haustüre. Die Nordkurier Logistik hat einen neuen Service etabliert, in dessen Genuss jetzt auch die Menschen in und um Neubrandenburg kommen. Zustellerin Katja Barlau und ihre Kollegen von der Nordkurier- Logistik liefern in der Region auch Lebensmittel aus. © M. Hertrich Die Nordkurier Mediengruppe versorgt ihre Kunden nicht mehr nur mit den neuesten Nachrichten sowie mit Briefen und Paketen sondern in Neubrandenburg und Umland nun auch mit Lebensmitteln. Ein Anruf genügt und schon kommen mit der Post auch Nahrungsmittel und weitere Dinge des täglichen Bedarfs ins Haus. Die Lebensmittellieferungen werden dabei in bereits bestehende Touren der Logistik integriert. „Seit gut einem Jahr liefert das Unternehmen auch Lebensmittel aus“, erklärt Projektleiterin Linda Richardt. Dies sei das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Warenhauskette Famila und der Nordkurier Logistik. Das Angebot richte sich etwa an ältere Menschen, die nicht mehr regelmäßig selbst einkaufen gehen können oder wollen. Im Umland der Vier-Tore-Stadt soll der Lieferservice dazu beitragen, den ländlichen Raum ein Stück attraktiver zu machen, da ja viele Einkaufsmöglichkeiten auf den Dörfern wegfallen, heißt es von der Nordkurier Logistik. Bestellt werden kann bei Famila per Telefon, Fax oder per E-Mail; bezahlt wird per Rechnung. Wer sich Lebensmittel liefern lassen möchte, kann von Montag bis Freitag von 8 bis 14 Uhr sowie am Sonnabend von 8 bis 12 Uhr seine Bestellung aufgeben. Es gibt auch einen Katalog. Die Waren werden bei Famila in Stralsund zusammengestellt, unter Einhaltung strikter Vorkehrungen nach Neubrandenburg geliefert und verteilt. Zu beachten ist, dass es einen Mindestbestellwert gibt und Gebühren für die Lieferung anfallen. Mirko Hertrich lieferservice@famila-nordost. de, Tel. 03831 440123 Zahnärztliche Leitung Anne Rehmann Angestellte Zahnärzte Andrea Kurzidim Aytaj Gojayeva Gunther Reichardt Alfred-Haude-Straße 5 17034 Neubrandenburg Telefon: (0395) 469 07 00 Internet: www.32-ZiG.de Mail: info@nbg.32-ZiG.de Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag 08:00 bis 18:30 Uhr Freitag 07:00 bis 14:30 Uhr Anfahrt: Mit der Buslinie 9 zu den Haltestellen Unkel-Bräsig-Straße und Uns Hüsung. Neue Herausforderungen im MVZ 32-Zähne im Glück GmbH Was gibt es Neues im Jahr 2021 für das MVZ 32-Zähne im Glück GmbH? Gunther Reichardt: Gute Frage in diesen besonderen Zeiten. Viele Herausforderungen liegen vor uns. Gerade deshalb intensivieren wir unser neues Solo-Vorsorge Konzept. Den Patienten einen nachhaltigen Weg aufzeigen und aufzuklären, wie sie ihre Zähne und Zahnfleisch gesund erhalten können, liegt uns gerade jetzt am Herzen. Wir haben im Herbst 2020 damit angefangen und das Feedback der Patienten bestätigt unsere Entscheidung, uns noch mehr auf Prävention und Prophylaxe zu konzentrieren, als zu „reparieren“. Mehr Gesundheit kann ja momentan niemandem schaden und langfristig Geld durch gesunde Zähne zu sparen ist auch für die meisten attraktiv. Was haben sie persönlich für Vorsätze in diesem Jahr? Gunther Reichardt: Ich bin ja inzwischen nicht nur Zahnarzt, sondern auch Geschäftsführer mehrerer MVZs. Das zwingt mich, meine Behandlungszeiten am Patienten einzukürzen, um die vielen bürokratischen Herausforderungen zu meistern. Bisher habe ich das immer in den Abendstunden und mit Wochenendarbeit ausgeglichen. Es wird aber immer mehr und ist nicht mehr zu schaffen. Wir leben in unruhigen Zeiten, da muss man auch mal Zeit zum Denken haben. Das klingt ja nach viel Verantwortung und Stress? Gunther Reichardt: Das ist es – definitiv. Aber wir sind ein starkes Team. Meine Kollegin Anne Rehmann als medizinische Leiterin und unsere Praxismanagerin Sabine Stephan helfen mir im Tagesgeschäft enorm. So kann ich mich auf meine Aufgaben in der Geschäftsführung konzentrieren, habe auch ausreichend Zeit für meine eigenen Patienten und für meine administrativen Aufgaben in unseren Partnerpraxen. Auch der kollegiale Austausch unter uns inzwischen vier Zahnärzten/-innen in Neubrandenburg, aber auch mit den Kollegen/ -innen in den anderen Standorten ist etwas Wir suchen: ZAHMEDIZINISCHEN PROPHYLAXEASSISTENTEN (ZMP – m/w/d) - Anzeige - Besonderes. Wir besprechen unsere Arbeiten häufig gemeinsam und stiften uns gegenseitig zu Höchstleistungen an. Das motiviert alle und unsere Patienten profitieren davon. Wie geht’s weiter bei den 32-Zähnen im Glück? Gunther Reichardt: Wir haben viel zu tun und wir wollen weiterwachsen. Wir haben somit auch für neue Patienten ausreichend Kapazität und können zeitnahe Termine vergeben. Dazu suchen wir auch noch Personal – besonders in der Prophylaxe brauchen wir aufgrund der großen Nachfrage noch Verstärkung. Wir können auch noch zahnärztliche Unterstützung gebrauchen, um meine schrumpfende Behandlungszeit zu kompensieren. Ansonsten blicke ich positiv in die Zukunft. Nach Regen kommt Sonne und die können wir alle momentan gebrauchen. Wir danken Herrn Reichardt als geschäftsführendem Gesellschafter und Zahnarzt der 32-Zähne im Glück GmbH für das Interview.

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