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Ratgeber Traumjob

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SEITE 26 FREITAG, 29. JUNI 2018 nach der arbeit noch in die Bibliothek? wer neben dem Job studiert, muss solche doppelbelastung gut aushalten können. foto: markus scholz lohnt sich ein berufsbegleitendes studium? Büffeln nach feierabend für hochschulen sind sie eine begehrte kundschaft: berufstätige studenten. doch neben dem Job noch einen Bachelor oder master zumachen, ist harte arbeit. deshalb ist eswichtig, ein studienangebot zufinden, das zur eigenen lernweise passt. VonPeter Neitzsch hamburg. Ein kleines Zimmer im Wohnheim, überfüllte Hörsäle, Schlangen in der Mensa – Tobias Klatte hatte auf diese Dinge, die ein Studentenleben ausmachen, keine Lust. Nach dem Abitur wollte der Lübecker ins Berufsleben starten. So entschloss er sich, eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann zu machen –und nebenbei zu studieren. Von nun an ging der Azubi an drei Abenden in der Woche zu den Vorlesungen, jeweils von 18 bis 21 Uhr.Wenn Freunde feierten oder es sich auf der Couch gemütlich machten, büffelte Klatte für seinen Bachelor in Betriebswirtschaft. „Im Grunde ist das eine Dreifach-Belastung aus Studium, Job und Privatleben“, erzählt der heute 28-Jährige. „Das geht nur,wennman bereit ist, im Privaten Abstriche zu machen.“ Doch das hat ihn nicht davon abgehalten, auch seinen Master neben dem Beruf anzustreben. An der FOM Hochschule für Ökonomie und Management in Hamburg studiert Klatte nun Personalwesen. Die Vorlesungen finden alle zwei Wochen statt, jeweils von Donnerstag bis Samstag. Ein System, das ihm mehr liegt als ein reines Abendstudium: „So kann ich mich intensiver auf das Thema vorbereiten.“ Auch für Prüfungen muss er nicht extra freinehmen. Mit 46 000 Studenten ist die FOM die größte private Hochschule Deutschlands. Sie hat sich ganz auf Berufstätige spezialisiert. „Wer bereits arbeitet, möchte in der Regel nicht seinen Beruf und damit sein Einkommen aufgeben, um zu studieren“, erklärt Professor Burghard Hermeier, der Rektor der Hochschule. Um Job und Studium unter einen Hut zu bringen, gibt es verschiedene Modelle. Viele Angebote setzen auf das sogenannte Blended Learning, also eine Kombination aus Präsenzund Fernstudium. Welche Studienform zum eigenen Lernstil passt, ist letztlich aber auch eine Typfrage. ein mix aus lernen im internet und vor ort Auch die FOM setzt auf einen Mix aus Online-Service und Unterricht vor Ort: „Die Präsenzlehre ist für uns der Dreh- und Angelpunkt des Studiums“, sagt Hermeier. Sie ermöglicht den Austausch mit Dozenten und Kommilitonen, die oft selbst bereits über Berufserfahrung in ihrem Gebiet verfügen. „Unsere Studenten wollen ja gerade praxisbezogenes Wissen und keine reine Theorie.“ Rund zwei Prozent der Studenten in Deutschland studieren berufsbegleitend. „Darunter fallen jedoch nur Studienangebote, die speziell auf Berufstätige zugeschnitten sind“, erklärt Sigrun Nickel, Leiterin des Bereichs Hochschulforschung beim Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Hinzu kommen noch Teilzeitstudiengänge oder das duale Studium, das in eine praktische Ausbildung im Betrieb integriert ist. Manche erwerben ihren ersten akademischen Titel berufsbegleitend –oft direkt im Anschluss an eine betriebliche Ausbildung. Andere legen noch einen berufsbegleitenden Master drauf. Die meisten Angebote gibt es im Bereich Betriebswirtschaft, zunehmend auch bei Gesundheitsberufen oder in der sozialen Arbeit. „Das berufsbegleitende Studium geht überwiegend auf die Privatinitiative der Studierenden zurück“, erzählt Hermeier. Manche würden ihrem Chef erst gar nichts davon erzählen, um keine falschen Erwartungen zu wecken. Dennoch rät der Hochschullehrer dazu, die Firma frühzeitig in die Pläne einzubeziehen. „Das wird in der Regel sehr positiv aufgenommen.“ Oft unterstützt der Arbeitgeber das Vorhaben –etwa indem er dem Mitarbeiter vor wichtigen Prüfungen freigibt. Eher selten übernimmt die Firma sogar einen Teil der Studiengebühren. Auch Klatte hat über sein Studienvorhaben mit dem Arbeitgeber gesprochen. Eine richtige Entscheidung: tobias klatte hat „nebenbei“ erst seinen Bachelor inBwl gemacht und lernt nun für den master inPersonalwesen. foto: Peter neitzsch Nun bekommt er für das Studium zehn Tage zusätzlichen Bildungsurlaub im Jahr. Außerdem schießt der Arbeitgeber etwas mehr als 2000 Euro zu den Studienkosten zu –abhängig von den Noten, die Klatte schreibt. Rund 350 Euro Gebühren zahlt der Student jeden Monat an die FOM, für das gesamte Studium sind es rund 12 000 Euro. „Aber einen Teil davon kann man sich ja auch von der Steuer wiederholen.“ Denn wer berufsbegleitend studiert, kann das als Weiterbildungskosten absetzen. in der regel werden gebühren verlangt „Berufsbegleitende Studiengänge sind in der Regel kostenpflichtig“, bestätigt Nickel. Meist erhebt die Hochschule die Gebühren für einzelne Module; die Studienordnung regelt dann, wie viele Module für den Abschluss nötig sind. „15 000 Euro für ein berufsbegleitendes Studium sind da keine Seltenheit.“ Hinzu kommt: Wereinem Beruf nachgeht und nur nebenbei studiert, hat keinen Anspruch auf Bafög. Auch Studienkredite richten sich nicht an berufstätige Studenten. „Das hat eine enorme Selektionswirkung, denn so ein Studium muss man sich erst mal leisten können.“ Mit einem schlecht bezahlten Job ist das oft nicht möglich. Trotz der Mehrfachbelastung brechen nur wenige ab. „Viele treffen die Entscheidung sehr bewusst und wissen auch, was da auf sie zukommt“, erzählt Nickel. Außerdem sind bei einem Abbruch auch die bereits angefallenen Studiengebühren verloren. An der FOM schließen 80 Prozent das Studium erfolgreich ab. Doch das heißt auch: Jeder Fünfte bewältigt das Pensum nicht. „Teilweise liegt das an der fehlenden fachlichen Eignung, aber oft auch am Zeitmanagement“, sagt Hermeier.Knapp 20 Stunden pro Woche sollten Studierende für das Studium einplanen – etwa die Hälfte davon für die Präsenzphasen. Im Job voranzukommen, ist ein Grund für ein berufsbegleitendes Studium. „Doch mindestens ebenso wichtig ist es vielen Studenten, sich persönlich weiterzuentwickeln“, sagt Nickel. Da es keine Absolventenstudien speziellfür das Studium neben dem Beruf gibt, lässt sich nicht klar sagen, ob sich die Investition für den Einzelnen immer rechnet. Fest steht jedoch: In Hochschulbildung zu investieren, lohnt sich oft. So verdienen Akademiker nicht nur besser,auch die Arbeitslosenquote ist unter Hochschulabsolventen extrem niedrig.

FREITAG, 29. JUNI 2018 SEITE 27 fassen sie sich ein herz: fürs lernen ist esnie zu spät das lohnt sich nicht mehr? vonwegen! man ist nie zu alt, umsich weiterzubilden –obprivat oder für den Beruf. und auch für unternehmen hat die weiterbildung von älteren mitarbeitern große vorteile, sagt sarah widany vom deutschen institut für erwachsenenbildung im gespräch mit christoph zeiher. Interessierensich Ältere überhauptnochfür Weiterbildung? Ja, das Interesse ist generell hoch, auch in der Altersklasse 50 plus. Interesse führt jedoch nicht zwangsläufig zu einer Teilnahme an Weiterbildung. Nach Studienergebnissen nehmen 44 Prozent der 55- bis 64-Jährigen zumindest einmal pro Jahr an Weiterbildungen teil, bei den 65- bis 69-Jährigen sind es nur noch 21 Prozent. Allerdings werden die höheren Altersgruppen in den letzten Jahren zunehmend aktiver.Das liegt unter anderem an einer gestiegenen Lebenserwartung und einer längeren Erwerbstätigkeit vieler Arbeitnehmer. Da ist es logisch, dass auch die berufliche Weiterbildung länger ein Thema ist. ob privat oder für den Beruf: das lernen hört imleben nie auf. foto: christin klose sarah widany foto: Bernd müller Wasraten SieÄlteren,die bislang noch nichtzur Tat geschrittensind? Ich kann allen nur raten: Fassen Sie sich ein Herz und probieren Sie es aus. Weiterbildung ist immer freiwillig, und weggehen kann man immer noch. Wersich noch unsicher ist, kann sich an vielen Stellen informieren, beispielsweise in kommunalen Bildungsberatungsstellen oder bei den Anbietern selbst. Da kann man auch anrufen. Und wenn man ein wenig internetaffin ist, sind Datenbanken wie das Infoweb Weiterbildung sehr hilfreich. Die Einrichtungen bieten auch umfassende gedruckte Programme an –dagibt es etwa die konfessionelle Erwachsenenbildung, die Volkshochschule, Universitäten und viele weitere Bildungsanbieter. Oft gibt es dort auch Bildungsangebote, die speziell ältere Menschen ansprechen. Ältere als Adressaten werden auch im beruflichen und betrieblichen Bereich relevanter, in dem Weiterbildung häufig von Unternehmen angeboten und auch finanziert wird. Lohnt sichdas fürdie Unternehmen überhaupt? Auf jeden Fall. Ein wichtiges Thema ist zum Beispiel das generationsübergreifende Lernen. Die Belegschaften werden ja immer älter. Es gibt Betriebe, da sagen die Chefs: In zehn Jahren sind 80 Prozent meiner Belegschaft weg. Da geht viel Wissen verloren. Gemeinsame Formen des Lernens und des Austausches sind da sehr wichtig. Malweg vonder Arbeit: Wiesiehtesdenn im Ruhestand aus? Wenn die berufliche Tätigkeit endet, stellen sich natürlich neue Fragen: Welches Ziel verfolge ich? Und was motiviert mich? Da fällt auch häufig der Satz: Das lohnt sich doch gar nicht mehr.Und trotzdem nehmen immer mehr Menschen auch im Ruhestand Weiterbildungsangebote wahr. Mitwelchem Ziel fangen sie dann so etwasnochan? Viele wollen einfach Spaß haben und ihren Interessen nachgehen. Anderen ist daran gelegen, Menschen kennenzulernen. Einsamkeit im Alter ist da ein großes Thema. Aber auch aus gesundheitlichen Gründen kann es sich lohnen: beispielsweise wenn man nach einem Ernährungskurs besser mit seiner Diabetes-Erkrankung umgehen kann. Oder das ganze Thema Digitalisierung: Wenn ich dank einer App weiß, wann der nächste Bus kommt oder über soziale Medien mit Kindern und Enkelkindern in Kontakt bleibe. Dann lohnt sich Weiterbildung auch im Ruhestand. anzeige 15 Jahre LogopädischePraxis Anke Katrin Majewski Phantastisches 5-er Therapeutenteam wünscht sich neue Mitspieler (m/w) um noch weiter gemeinsam aufzusteigen. Du möchtest Sicherheit? Kein Problem bei uns! tolles Festgehalt ohne Therapiebindung 2x Sonderzahlungen im Jahr Hausbesuchsfahrkosten Urlaubzeit nach freier Auswahl Kitakostenbeteiligung individuelle, freundliche Arbeitszeiten Betreutes Wohnen in Waren (Müritz) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt 1Pflegefachkraft (m/w) und 1Pflegehilfskraft (m/w) in Voll- und Teilzeit möglich Du möchtest Dich spezialisieren? Prima bei uns möglich! bezahlte Weiterbildungstage Weiterbildungskosten regelmäßiger Teamaustausch geplante Befundzeiten Du möchtest freudvoll arbeiten? Wir auch mit Dir! sehr wertschätzende Kommunikation achtsamer Umgang tolles Ambiente im historischen Flair Unsere ganzheitlich, individuell gestalteten Therapien richten sich an Kinder und Erwachsene mit Sprachstörungen Sprechstörungen Stimmstörungen Schluckstörungen Kontaktdaten: Jahnstraße 3a (Vierrademühle) 17033 Neubrandenburg Telefon: 0395/5553333 Mobil: 0162/9428775 Mail: logopaedie-majewski@web.de Internet: www.logopaedie-majewski.de BEWERBUNG BITTE AN: Böser &Briehn Pflege GmbH Große Grüne Str. 12, 17192 Waren Tel.: 0172 –8336576 E-Mail: info@boeser-briehn.de

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