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SEITE 14 FREITAG, 29.

SEITE 14 FREITAG, 29. MAI 2020 Deutsche Hersteller mit Modell-Offensive Mercedes E-Klasse Frische Kombis und Limousinen Foto: Daimler Golf GTI Sportlicher Verkaufsschlager Volkswagen AG Für den Herbst hat VW die achte Generation seines Bestsellers Golf auch wieder als GTI angekündigt. Der kompakte Sportler wird dann serienmäßig 180 kW/245 PS haben. Bereitgestellt wird die Leistung wieder von einem 2,0 Liter großen Vierzylinder, der mit bis zu 370 Nm zu Werke geht und ein Spitzentempo von 250 km/h ermöglichen soll. Weitere Daten will VW erst später mitteilen. Dazu gibt es ein deutlich modifiziertes Fahrwerk. Auch beim Design haben die Niedersachsen kräftig Hand angelegt: Zum ersten Mal zieht sich eine LED-Leiste quer über die gesamte Haube. Im Sommer bringt Mercedes eine aufgefrischte E-Klasse heraus. So fahren nicht nur Limousine und der Kombi T-Modell, sondern auch der Geländekombi All Terrain sowie Coupé als auch Cabrio aufgefrischt zu den Händlern. Die Modelle bekommen neben einer retuschierten Front mit geänderten Scheinwerfern und einem neuen Heck vor allem ein modernisiertes Interieur mit dem Bediensystem MBUX und Touchscreen, eine neue Generation von Lenkrädern sowie sparsamere Motoren. Preise nannte Mercedes noch nicht. Für die E-Klasse wird es nicht nur sieben Plugin-Hybride geben, für die Mercedes Benziner und Diesel mit Heck- oder Allradantrieb, E-Motoren und Pufferbatterie kombiniert. Insgesamt plant Mercedes Benziner von 115 kW/156 PS bis 270 kW/367 PS. Die Diesel sollen eine Bandbreite von 118 kW/160 PS bis 243 kW/331 PS abdecken. Mercedes GLA Große Motoren-Vielfalt Foto: Mercedes Mercedes bietet die zweite Generation des kompakten Geländewagens GLA ab 37 271 Euro an. Dazu gibt es innen die aktuelle Infotainment-Generation mit digitalen Cockpit. Für Alltagstauglichkeit sorgen ein auf 435 Liter gewachsener Kofferraum sowie eine verschiebbare Rückbank. Ein 1,3 Liter großer Benziner mit 120 kW/163 PS und ein 2,0-Liter mit 165 kW/224 PS sind verfügbar. Bei den Dieseln steht ein 2,0 Liter mit 85 KW/116 PS und 140 kW/ 190 PS im Sortiment. Weitere Motoren, darunter ein Plugin-Hybrid, sollen folgen. Anzeige Der TUCSON BMW 2er Viertürer in Kompaktklasse Foto: Bmw Audi A3 Neues Modell als Limousine Foto: Audi HAUSPREIS BMW bietet künftig einen Viertürer in der Kompaktklasse an und lanciert das 2er Gran Coupé. Die Preise beginnen bei 31 950 Euro. Technisch verwandt mit dem 1er, hat BMW die Plattform für das 2er Gran Coupé auf 4,53 Meter gestreckt und Platz für vier Türen sowie 430 Liter Kofferraum geschaffen. Los geht es mit dem 218i mit 103 kW/140 PS und dem 225 kW/306 PS starken und serienmäßig mit Allradantrieb ausgestatteten 235i sowie dem 220d als Diesel mit 140 kW/190 PS. Die neue Generation des A3 rollt ab Sommer wieder als klassische Limousine vor. Bestellt werden kann das 4,50 Meter lange Stufenheck zu Preisen ab 29 800 Euro bereits jetzt, teilte der Hersteller mit. Unter dem Kofferraumdeckel stehen laut Hersteller 425 Liter für Gepäck parat. Zum Start gibt es einen 110 kW/150 PS starken Benziner sowie einem gleichstarken Diesel. Wenig später folgt ein Benziner mit drei Zylindern und 81 kW/110 PS, mit dem der Preis auf 27 700 Euro sinken soll. VW Caddy Golf für Praktiker Foto: Roland Weihrauch Porsche 911 Ikone gibt’s mit Targa-Dach Foto: Porsche Wenn in diesem Jahr die fünfte Generation an den Start geht, nutzt der Lieferwagen Caddy die gleiche Basis wie der kompakte Golf. Als Kastenwagen, Kombi oder Van in zwei Längen von 4,50 oder 4,85 Metern angeboten, bietet er Platz für bis zu acht Personen oder für zwei Europaletten. Zur Wahl stehen Vierzylinder mit 55 kW/75 PS bis 90 kW/122 PS sowie ein Benziner mit 84 kW/116 PS, den es in einer Ausführung für Erdgas geben wird. Die Preise will VW noch bekannt geben. Nach dem Cabrio bietet Porsche den 911 ab August als Targa an. Ab 128 486 Euro beim Targa 4 und 143 956 Euro beim Targa 4S gibt es dann wie bisher ein Stoffdach über der ersten und eine Glaskuppel über der zweiten Sitzreihe und dazwischen einen verchromten Überrollbügel. Angeboten wird der Targa lmit einem drei Liter großen Sechszylinder und Allradantrieb, wahlweise mit Achtgang-Doppelkupplung oder zum selben Preis als Handschalter mit sieben Gängen.

FREITAG, 29. MAI 2020 SEITE 15 Bei Mildhybriden wie Fiat Panda und 500 (rechts) unterstützt der zusätzliche E-Motor an Bord in erster Linie den Verbrenner. Foto: FCA Raus ins Grüne mit dem vierzylindrigen Toyota Supra. Foto: Toyota nEUE iMPORT-fAHRZEUGE Große Vielfalt im kompakten Format Trotz des abgesagten Genfer Autosalons verzichteten die Hersteller nicht darauf, ihre Neuheiten zu zeigen. Die Importmarken setzen auf viele kleine und sportliche Modelle. Darunter sind spannende Kandidaten. Von Peter Löschinger Berlin. Wie stellen Sie sich einen Kleinwagen vor? Als einen abgemagerten Zweitauto-Zwerg auf schmalen Gummis? Das war einmal! Die Hersteller zeigen eine Reihe von neuen kompakten und kleinen Autos – besonders häufig tun das Importmarken. Was macht deren Attraktivität aus? „Man bekommt im Gesamtpaket eine sehr gute Qualität, und die Fahrzeuge sind oft besser ausgestattet als die von vergleichbaren deutschen Autobauern in der Kategorie“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer, der an der Universität St. Gallen forscht. Wer sich vor vielen Jahren das letzte Mal einen Kleinen oder Kompakten gekauft hat, wird zudem überrascht sein. „Der Polo von heute ist so groß wie früher der Golf. Und der Polo von gestern ist so groß wie der Up heute.“ Digital vernetzt, lassen sie sich zudem mit Assistenten vollstopfen, wie das vor kurzer Zeit nur ein, zwei Klassen höher möglich war. Immer mehr fahren teilweise oder sogar ganz mit Strom. Den aufgefrischten Ignis zeigt Suzuki unter anderem mit neuem Grill und Schweller. Foto: Suzuki Kleiner Koreaner mit großer Technik: Beim Hyundai i20 sorgen viele Assistenzprogramme für Komfort und Sicherheit. Foto: /Hyundai Nur noch als Mildhybrid: Der neue Honda Jazz hätte in Genf seine Europapremiere gefeiert. Foto: Honda Kleine Stromer fahren bis zu 300 Kilometer weit So wie der Renault Twingo. Der 3,62 Meter kurze Fünftürer kann ab Ende des Jahres zu noch unbekannten Preisen auch als reines E-Auto vorfahren. Dieser Twingo ZE kommt mit einer Akkuladung 180 Normkilometer weit, in der Stadt spricht Renault von bis zu 250. Maximal bringt er es auf 135 Stundenkilometer. Fiat hat einen neuen 500 vorgestellt – als reines Elektroauto mit 87 kW/118 PS. Die Batterien unter dem Wagenboden sollen für bis zu 320 Kilometer WLTP-Reichweite gut sein. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf maximal 150 km/h begrenzt. In einem Stromsparmodus sind es 80 km/h. Eine erste limitierte und gut ausstaffierte Startauflage verkaufen die Italiener ab 37 900 Euro. Von Retro will Hyundai nichts wissen. Komplett renoviert präsentieren die Koreaner ihren i20 in dritter Generation. Innen geht es modern zu, wie zwei Bildschirme für Cockpit und Infotainment zeigen. Rund ein Dutzend Assistenten steht parat. Der i20 kommt im Spätsommer in den Handel, so ein Pressesprecher. Für genaue Preise sei es aber noch zu früh. Das aktuelle Modell startet bei rund 13 000 Euro. Honda bietet die neue Jazz- Generation nur noch mit Hybridantrieb an. Der Mix aus 1,5-Liter-Benziner und zwei E-Motoren soll für bestenfalls 4,5 Liter Normverbrauch gut sein. Der Kleinwagen fährt entweder rein elektrisch, oder der Benziner treibt den zweiten E-Motor zur Stromproduktion an. Bei hohem Tempo übernimmt der Motor den Antrieb, bei Bedarf unterstützt vom E-Motor. In Geländeoptik und leicht aufgebockt, hätte sich der neue Jazz Crosstar ebenfalls als Europapremiere gezeigt. Die normale Version bietet von 298 bis zu 1203 Liter Stauraum, dank weiterhin höchst variablen Sitzsystems. Ab Sommer ist der Jazz ab 22 000 Euro und der Jazz Crosstar ab 26 250 Euro zu haben. Eine Klasse höher hat Hyundai den i30 aufgefrischt, um ihn zum Frühsommer zu noch unbekannten Preisen gegen Autos wie den Golf in Stellung zu bringen. Bislang kostet der i30 ab rund 18 000 Euro. Zur Frischekur gehören unter anderem optische Retuschen an Front und Heck, ein digitales Cockpit und viele intelligente Helfer. Eine Verjüngungskur hat auch Renault seinem Kompaktstar spendiert – und ihn an die Leine gelegt. Denn mit der Modellpflege lässt sich der Mégane als E-Tech Plug-in-Hybrid auch an der Steckdose anschließen. So soll er in der Stadt rein elektrisch bis zu 65 Kilometer weit kommen. Wenn es durch Stadt und über Land geht, sind so 50 Kilometer drin – dann maximal mit Tempo 135. Insgesamt sorgen zwei E-Motoren und ein 1,6 Liter-Benziner für Vortrieb. Kompakte Heißsporne aus dem Süden und dem Osten Bei Suzuki ist der aufgefrischte Ignis frisch aus der Muckibude gerollt. Der 1,2-Liter Motor mit 61 kW/83 PS wurde überarbeitet und fährt nun serienmäßig als Mildhybrid vor. Der Antrieb erfolgt auf Wunsch weiterhin mit Allrad – die Preise starten bei 15 470 Euro. Bei Dacia stehen die Zeichen nicht nur auf SUV – sondern auch auf Strom. Die Renault-Tochter hat die Studie Spring Electric präsentiert. Die Serienversion des E-Autos soll 2021 mit einer Reichweite von bis zu 200 Kilometern auf die Straße rollen. Auch Toyota hätte gern die Hüllen von einem ganz neuen, kleinen SUV im Yaris-Format gezogen, doch dessen Premiere verschiebt sich nun noch etwas, erläuterte ein Sprecher. Toyotas Sportwagen Supra gibt es künftig auch als Vierzylinder und damit 8000 Euro günstiger. Das hat der japanische Hersteller angekündigt und den Verkaufsstart auf Ende Mai terminiert. Dann ist das Coupé auf Basis des BMW Z4 zu Preisen ab 48 900 Euro auch als Supra 2.0 zu haben. Statt eines drei Liter großen Reihensechszylinders mit 250 kW/340 PS steckt dann ein Vierzylinder mit 2,0 Litern Hubraum und 190 kW/258 PS unter der Haube. Mit maximal 400 Nm beschleunigt er das Coupé binnen 5,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und ermöglicht wie der Sechszylinder ein Spitzentempo von 250 km/h. Den Normver- brauch gibt Toyota dabei mit 6,9 Litern an, den CO2-Ausstoß mit 156 g/km. Sportlich und zumindest teilweise mit elektrischer Unterstützung geht es bei den VW-Töchtern weiter. Seat und Skoda zeigen ihre sportlichsten Kompakten. Dabei sind sowohl Cupra Leon als auch Skoda Octavia RS auch mit Plug-in-Antrieb mit je 180 kW/245 PS zu haben. Als Limousine und Combi ist Skodas Octavia RS mit Stecker bis zu 400 Newtonmeter stark und kann bis zu 55 Kilometer rein elektrisch fahren. Daneben zeigen die Tschechen noch eine zivilere Plug-in-Version mit 150 kW/204 PS. Die Preise für RS und Plug-in sind noch unbekannt, während die vierte Generation generell bei 21590 Euro startet. Was der Cupra Leon kostet, ist noch nicht bekannt. Das Grundmodell Leon der Seat- Mutter startete Ende April ab 20000 Euro. 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