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RadTour

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RadTour heißt der neueste Titel aus der Magazin-Familie unseres Hauses. Es ist ein Freizeitmagazin für Aktiv-Urlauber. Die Reporter des Nordkurier sind die vorgestellten Routen Kilometer für Kilometer abgefahren. Diese geballte Lokal-Kompetenz, unschätzbare Ortskenntnis und die Erfahrung, wie die Menschen in Meckpomm wirklich ticken, finden die Leser auf 100 Seiten im neuen Magazin. Echte Fischköppe tischen Ihnen kulinarische und kulturelle Leckerbissen auf; und Prominente wie Johann Lafer, Michael Kessler, Marc Bator, Sebastian Krumbiegel oder Frank Schöbel verraten exklusiv ihren Meckpomm-Geheimtipp. In „Radtour durch Mecklenburg-Vorpommern“ erfahren Sie die neuesten Trends zu E-Bikes, Sattel oder Fahrrad-Träger und die wichtigsten 12 Urlaubs-Apps im Test. Ein großes Gastro-Special mit den herrlichsten Landgaststätten und entspanntesten Unterkünften rundet das neue Magazin ab.

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extra-runde ©Roth/Augenklick Den Rad-Narren kennen sie alle! Seit drei Jahrzehnten schwenkt Tour-Teufel Dieter Senft den Dreizack bei der Tour de France –und bei den großen Radrennen durch Meckpomm. Von Manfred Meister Die Tour deFrance! „Fürmich als Ostler wardasSpektakel soweit wegwiedieErde vom Mond. Den Kindern wollte ich eine Freude bereiten, deshalb sezte ich mir Hörner auf, zog ein schwarzes Hemd und rote Hosen an. Das kam an, deshalb gehe ich seit 23 Jahren als Teufel nach Frankreich“, so erinnert sich Dieter Senft an denBeginn seiner Teufels-Karriere. Er wollte vom Rande der Straße aus die deutschen Radprois anfeuern. Um von UdoBölts, Rolf Aldag oder Olaf Ludwig und später vonJanUllrich, „Maze Kessler“ und ErikZabelimVorbeirauschen erkannt zuwerden, schien dasTeufelskostüm bestens geeignet. Dazu schwang der gelernte Karosserie-Bauer einen selbstgebauten Dreizack. Die Idee schlug ein. Fotografen lichteten denTeufelab, und TV-Kameras nahmen ihn ins Bild. Ein englischer Künstler entwarf Fahnen mit Didis Schatenbild. Die Tour-Organisatoren zogen Duzende dieser weißen Fahnen mitdemrotenSchatenbild des Deutschen auf. Schon nach zwei Jahren erlangte der Märker als „Tourteufel“, „El Diablo“ oder „the Devil“ Weltberühmtheit. Allein bei Google sind Tausende Teufel-Fotos zuinden. Der aktuelle Kilometerstand seines VW-Busses ist mit 372 000 beachtlich. Doch „Didi“schwenkt auch mit 65weiterdenDreizack, wenn die Giganten derLandstraße an ihm vorbeirauschen. Der „Tourteufel“ malte auf jederEtappe 150 Meter vorseinemStandort Dreizacke auf denAsphalt. So wussten Rennfahrer, Fotografen, Journalisten und eben dieitalienischen Betreuer, wo sie den „Teufel“ inden. In derRegeltanzte er 20KilometervordemEtappenziel am Rande der Strecke. Einmal allerdings hate Dieter Senft Pech. Bei der TourdeSuisse malte er ebenfalls seinen Dreizack auf denAsphalt. Die Schweizer Polizeisahdasgar nicht gern. In Handschellen wurde er abgeführt und erst gegen dieBezahlung von600 SchweizerFrankenwiederfreigelassen. Dazu musste er dieStraße schrubben. Seitdem meidetder„Tourteufel“ die Schweiz. Bei einer derlezten Friedensfahrten in PolenwurdenvonseinemBus, obwohl er darin schlief, Außenspiegel und Radkappen abmontiert. Ganz anders bei der WM2003 im kanadischen Hamilton. Air France und Air Canadaspendierten Freilüge.InHamilton wollten ihn die Grenzbehörden jedoch nicht ins Land lassen. Erst als er dieHörner von seinem Kostüm entfernt hate, durfte er einreisen. Dafür war „Didi“ noch im Flughafengebäude von Hunderten Menschen umringt, die ein Autogramm wollten. Zwei Tage später gab derGouverneur einen Empfang für den eigenartigen Besucher aus Deutschland. Darauf war „Didi“ natürlich nicht vor- 82 |83 radtour

ereitet. Er hate kein Geschenk, erinnerte sich aber an ein Glas Spreewaldgurken im Rucksack. Das Geschenk kam an. Der Rekord von 37:35 Minuten für die 14,5 Kilometer und 21 Kehren in die Höhen von Alp d’Huez durch den Italiener Marco Pantani reizte auch den „Tourteufel“. Mit einem Liegerad bewältigte er die Strecke in fünf Stunden und zwei Minuten. Das Liegerad kann in Dieter Senfts großem Radmuseum, unweit der A12 zwischen den märkischen Orten Neu Boston und Philadelphia, ebenso bewundert werden wie Tausende andere Exponate oder die 23 Räder des „Königs der Radfantasien“, die entweder im Guinnessbuch eingetragen sind oder als Weltrekorde gelten. Gerade erst kehrte Kult-Didi aus Japan zurück. Die ASO, Veranstalter der Tour de France und vieler anderer Rennen, hatte in Japan eine Werbe-Tour für die europäischen Rennen gestartet. Der Teufel schien den Franzosen genau der richtige Lockvogel für die „Tour der Leiden“ oder die europäischen Klassiker zu sein. Also machte der Brandenburger im fernen Japan in seiner Teufels-Tracht die Asiaten auf den Radsport in Europa heiß. Kult-Tour –Velo Classico In Knickerbocker, Fliege und Schiebermüze auf einem historischen Rad Land und Leute genießen: Das geht bei den drei Vintage-Veranstaltungen von Velo Classico. Die Radtouren tragen die Namen Genießer-Runde (48 Kilometer), Liebhaber- Runde (89 Kilometer)und Helden-Runde (149 Kilometer). Hier wird ohne Druck geradelt: Es gibt keine Rangliste, keine Zeitmessung und keine Wertungen. An den Raststationen sind Stempelstationen aufgebaut. Jeder Teilnehmer, der seine Längst schmiedet der Märker schon wieder Pläne: „Ich baue gerade jede Menge Laufräder. Wir feiern 2017 den 200. Geburtstag des Fahrrads.“ 1817 radelte in Mannheim Freiherr Karl von Drais zum ersten Mal mit seiner Laufmaschine über die Straßen. Die „Carlsruher Zeitung“ Nr. 211 beschrieb die Geschwindigkeit der sogenannten Laufmaschine unter der Überschrift „Eigenschaften“ so: „Auf der Ebene, bei trockenen Fußwegen, wie ein Pferd im Galopp in einer Stunde.“ Nach Überlieferungen soll der in Karlsruhe geborene Freiherr 15 Kilometer in der Stunde bewältigt haben. Die Laufräder will Designer Senft Museen und Rad-Veranstaltern wie beim „Ludwigsluster Velo-Classics“ zur Verfügung stellen. „Beim Neujahrslauf am 1. Januar in Storkow begann meine Jubiläums-Tour“, verrät der „Teufel“. Als Höhepunkt träumt Didi Senft von der „Großen Schleife“ 2017. Diesmal fällt der Startschuss für die 104. Tour de France in Düsseldorf. Da will er unbedingt den Dreizack schwenken. Vorher kommt er aber nach Meckpomm, zum großen Jedermann-Rennen, der Mecklenburger Seen Runde. Stempelkarte voll kriegt, erhält am Ende von den Organisatoren ein Andenken. Wermitradeln möchte, muss schnell sein: Die Startpläze für diese Hommage an die Anfänge des Radsports sind limitiert. Die Gebühr für Frühbucher beträgt zwischen 45 und 75 Euro. Die Touren starten am 17. September 2017 in Ludwigslust. Und vielleicht entdecken Sie auf der Fahrt sogar den Ehrengast der „Velo Classico“, Didi Senft! veloclassico.de Sebastian Krumbiegel Sänger,Musiker Deutscher Fahrradpreis 2017 Mein Meckpomm-Tipp Ich liebe die Weite des Horizontes und könnte mir stundenlang ansehen, wie die Sonne im Meer versinkt. Schon als Kind bin ich jeden Sommer auf Hiddensee gewesen und habe mit dem Rad die Insel erkundet. Damals war das noch eine ziemlich unberührte Welt. Wir lebten ineiner kleinen Hütte ohne ließendes Wasser, mit Pumpe, Plumpsklo. Ich war länger nicht mehr dort und habe wirklich Sehnsucht nach dieser wundervollen Insel. Da scheint noch heute die Zeit stehen geblieben zu sein. Als Genießer- Radler bin ich übrigens noch nie Tandem gefahren. Aber wenn, würde ich mir John Lennon als Tandem-Partner wünschen. Doch da muss ich mich wohl hoffentlich noch ne Weile gedulden... ©Kai Bublitz Sport Fahrrad Weber Ueckerstraße 122 17373 Ueckermünde zwischen Ueckerbrücke &Busbahnhof

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