Aufrufe
vor 1 Jahr

Nordkurier Ratgeber "Wir über 50" Peene Müritz

  • Text
  • Menschen
  • Wichtig
  • Neubrandenburg
  • Zeit
  • Kinder
  • Senioren
  • Familie
  • Frauen
  • Nordkurier
  • Wohnung

SEITE 9 FoTo: © Jenny

SEITE 9 FoTo: © Jenny STUrM - FoTolIA.coM 71,4 Jahre alt wird ein 2015 geborenes Kind laut Weltgesundheitsorganisation (WHo) durchschnittlich. das hängt aber stark davon ab, wo es geboren wird. 83,7 Jahre alt werden die Japaner durchschnittlich. damit sind sie weltweit Spitzenreiter. die Japanerinnen werden sogar 86,8 Jahre alt. 50,1 Jahre alt werden die Menschen in Sierra leone durchschnittlich. damit sind sie die Schlusslichter bei der weltweiten lebenserwartung. Sportlicher eM-erfolg mit 86 Jahren Jungbrunnen im ALter . iesenSpruch kennen wir alle: lachen ist die beste edizin“.Umzuwissen, wie ohltuend Humor für unsereSeele nd das Gemüt ist, braucht es keine issenschaftlichen Studien. Einmal authals lachen, befreit ungemein, es läst trübe Gedanken wie ein erbststurmdie Wolken beiseite, odassunsereGedankenwelt ufklart. Wieein reinigendesGewitter irkt ein guter Witz.Eine lockere altung beugt Depressionen und ngststörungen vor, die im Alter ekanntlich nicht weniger werden. enschen, die den Schalk im Nacken aben, sind handlungsfähiger in risen, in schwierigen Lebensphasen. umor verändertsich übrigens mit unehmendem Alter.Esist also nicht chlimm, wenn Sie nur wenig mit den itzender jungen Generation nfangen können. Nehmen Sie auch as bitte mitHumor! 4. Trauen Sie sich auch im alter noch etwas zu,beweisen Sie sich selbst und Ihrem Umfeld, dass Sienochlange nicht zumalten Eisen gehören. Suchen Sie sich inspirierende Hobbys und Beschäftigungen, die Sie ausfüllen, aber körperlich nicht überfordern. Über fünfzig heißtjaeben leider auch, dasswir unszwaroftmals noch wie um die Dreißig fühlen, aber zwangsläufig nicht mehr die körperliche Kraftund Athletik eines Halbsoalten haben. Stattdessen: Organisieren Sie sich möglichstnochvor derRenteIhren späteren Un-Ruhestand. Suchen Sie sich erfüllende Beschäftigungen. Pflegen Sie unbedingt Ihren Freundes- undBekanntenkreis. Planen Sie schöne Reisen,gönnen Sie sich bewusst gründliche Auszeiten vomAlltag. Genießen Sie die Zeit,und feiern Sie jeden TagIhr Leben. 5. Zuguterletztein Tipp für echte Genießer.Der Konsum vonso manchen Genussmitteln fördertIhre Gesundheit.ObAlkohol oder Koffein –eskommt natürlich auf die Dosis an. Gelegentlich ein Glas Wein soll vorAlzheimer vorbeugen. Zu viel davonwiederumkann das genaue Gegenteil bewirken. Amerikanische Forscher haben in einer Langzeitstudie rausgefunden, dass ein im Wein enthaltenesAntioxidans, alsoein spezifischer Inhaltsstoff,den geistigen Abbau abbremst. Wer regelmäßig ein Schlückchen (maximal 15 Gramm)trinkt, altert langsamer als Abstinenzler. Auch der tägliche Frühstückskaffee beugt einer Demenzerkrankung vor. Und wenn Sie Meeresfrüchteund Fisch mögen –dannguten Appetit. Die darin enthaltenen Omega-3- Fettsäuren schützenvor geistigem Verfall. Von JörgFranze der 86-jährige Georg dähne aus neubrandenburg konnte dank nordkurier-Hilfe zuden leichtathletik-Titelkämpfen der Ü35-Jährigen reisen und zeigte eine beeindruckende leistung. Von seiner lauf-leidenschaft will der „rasante rentner“ noch lange nicht lassen. neubrandenburG. Zehn Kilometer Laufen. 25 endlos erscheinende Stadionrunden. Für einen Marathonläufer eine ziemlich kurze Trainingseinheit, für einen Durchschnittsbürger eine mehr als ordentliche Herausforderung. Und für einen 86 Jahre alten Neubrandenburger der wohl größte Triumph seines Sportlerlebens. Denn Georg Dähne vom Hochschulsportverein Neubrandenburg holte sich über diese Distanz Ende Juli 2017 denEuropa-Meistertitel im dänischen Aarhus. Gut eine Stunde nach seiner Glanzleistung stand der Rentner aus der Viertorestadt in den Katakomben der großen Ceres-Sportarena in der dänischen Metropole und wartete auf die Siegerehrung. „Dschordsch Daehne, representing Germany“, wurde aufgerufen, erhielt Ehrenurkunde und Goldmedaille. Und dann stand der 1,71 große Mann aus Neubrandenburg dort und hörte die Nationalhymne, die aus Anlass seines sportlichen Erfolges gespielt wurde. „Das geht einem schon nah“, gab er zu. In seiner Altersklasse hatte er der Konkurrenz von Beginn an die Hacken gezeigt, mehrfach seine beiden Mitstreiter aus Lettland und Deutschland überrundet. Bei 59 Minuten, 47 Sekunden und 32 Hundertstel blieb die Uhr stehen. Ziel erreicht, die Stundenmarke unterboten. Der 86-Jährige ließ sogar noch einige (etwas) jüngere Starter hinter sich, da die Altersklassen ab 75 Jahren gemeinsam starteten. „Aber das ist schon eine ganz schöne Quälerei für einen alten Mann“, gab er wenig später auf der Heimfahrt zu, dass es einiger Anstrengung bedurfte, sich über die 25 Stadionrunden zu quälen. Und eiserner Disziplin in der Vorbereitung bedurfte. „Ich versuche, jeden zweiten Tag zu trainieren“, erklärte er. Regelmäßig macht er sich von seiner Wohnung in der Oststadt auf, läuft runter ins Mühlenholz und dort selten weniger als zehn Kilometer. Und das bei Wind und Wetter.„Handy hab ich nicht mit, aber eine Visitenkarte dabei“, TrotzGartenarbeit war der Bauch zu dick geworden. GeorgDähne so der 86-Jährige. Seine Frau Ruth hat trotzdem manchmal Sorge, ob er sich nicht zu viel zumutet. Aber Laufen ist nun mal seine Leidenschaft. Eigentlich fast jeder Sport, ob am Bildschirm oder selbst betrieben. Vieles habe er in seinem Leben schon probiert, erzählt Georg Dähne, der erst Eisenbahner, dann Polizist und später Ausbilder bei der Armee war.ImWeitsprungwar er früher gut, Fußball hat er gespielt. Zum Laufen kam er bei einem Intermezzo als Lehrer in den 60er-Jahren, joggte in Freistunden immer von Tor zu Tor. 1970 zog er dann mit seiner Ruth, mit der er im nächsten Jahr Eiserne Hochzeit feiern kann, nach Neubrandenburg, wurde Heimerzieher für Berufsschüler und Gastarbeiter bei Ascobloc/Nagema. In den 70ern und 80ern startete Georg Dähne bei vielen Wettkämpfen. 72 Kilometer um die Müritz waren die größte Herausforderung, der er sich jemals stellte. „Als meine Enkelin das sah, fragte sie verwundert, wie man so weit laufen kann“, schmunzelte er. Inder sportlichen Vita des Mannes stehen unter anderem zwei Vize- DDR-Meistertitel in seiner damaligen Altersklasse, über 25 Kilometer und im Marathon. Einige Krankheiten und Operationen sorgten allerdings für rund 20 Jahre Pause. Erst 2011 legte Dähne wieder mit dem Laufen los. „Trotz Gartenarbeit war der Bauch zu dick geworden“, so der Athlet mit 65 Kilo Wettkampfgewicht. Inzwischen ist er wieder regelmäßig für seinen Heimatverein HSV am Start, „23 Wettkämpfe waren es allein 2015.“ Das Bord über der SitzeckezuHause ist voll mit Pokalen, die Urkunde für den Deutschen Meistertitel 2017 in seiner Altersklasse hängt ebenso im Flur wie die für den EM-Sieg. „In 27 Jahren Vereinsgeschichte hat das noch kein Starter geschafft“, würdigte Ortwin Kowalzik als Vorsitzender des Hochschulsportvereins die Leistung seines Lauffreundes. Und dankte dem Nordkurier, der Georg Dähne nach Aarhus gebracht und bei seinem Triumph-Lauf begleitet hatte. Georg dähne spulte bei der eM mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks seine runden ab. FoTo: JörG FrAnZe

SEITE 9 FoTo: © Jenny STUrM - FoTolIA.coM 71,4 Jahre alt wird ein 2015 geborenes Kind laut Weltgesundheitsorganisation (WHo) durchschnittlich. das hängt aber stark davon ab, wo es geboren wird. 83,7 Jahre alt werden die Japaner durchschnittlich. damit sind sie weltweit Spitzenreiter. die Japanerinnen werden sogar 86,8 Jahre alt. 50,1 Jahre alt werden die Menschen in Sierra leone durchschnittlich. damit sind sie die Schlusslichter bei der weltweiten lebenserwartung. Sportlicher eM-erfolg mit 86 Jahren Jungbrunnen im ALter . iesenSpruch kennen wir alle: lachen ist die beste edizin“.Umzuwissen, wie ohltuend Humor für unsereSeele nd das Gemüt ist, braucht es keine issenschaftlichen Studien. Einmal authals lachen, befreit ungemein, es läst trübe Gedanken wie ein erbststurmdie Wolken beiseite, odassunsereGedankenwelt ufklart. Wieein reinigendesGewitter irkt ein guter Witz.Eine lockere altung beugt Depressionen und ngststörungen vor, die im Alter ekanntlich nicht weniger werden. enschen, die den Schalk im Nacken aben, sind handlungsfähiger in risen, in schwierigen Lebensphasen. umor verändertsich übrigens mit unehmendem Alter.Esist also nicht chlimm, wenn Sie nur wenig mit den itzender jungen Generation nfangen können. Nehmen Sie auch as bitte mitHumor! 4. Trauen Sie sich auch im alter noch etwas zu,beweisen Sie sich selbst und Ihrem Umfeld, dass Sienochlange nicht zumalten Eisen gehören. Suchen Sie sich inspirierende Hobbys und Beschäftigungen, die Sie ausfüllen, aber körperlich nicht überfordern. Über fünfzig heißtjaeben leider auch, dasswir unszwaroftmals noch wie um die Dreißig fühlen, aber zwangsläufig nicht mehr die körperliche Kraftund Athletik eines Halbsoalten haben. Stattdessen: Organisieren Sie sich möglichstnochvor derRenteIhren späteren Un-Ruhestand. Suchen Sie sich erfüllende Beschäftigungen. Pflegen Sie unbedingt Ihren Freundes- undBekanntenkreis. Planen Sie schöne Reisen,gönnen Sie sich bewusst gründliche Auszeiten vomAlltag. Genießen Sie die Zeit,und feiern Sie jeden TagIhr Leben. 5. Zuguterletztein Tipp für echte Genießer.Der Konsum vonso manchen Genussmitteln fördertIhre Gesundheit.ObAlkohol oder Koffein –eskommt natürlich auf die Dosis an. Gelegentlich ein Glas Wein soll vorAlzheimer vorbeugen. Zu viel davonwiederumkann das genaue Gegenteil bewirken. Amerikanische Forscher haben in einer Langzeitstudie rausgefunden, dass ein im Wein enthaltenesAntioxidans, alsoein spezifischer Inhaltsstoff,den geistigen Abbau abbremst. Wer regelmäßig ein Schlückchen (maximal 15 Gramm)trinkt, altert langsamer als Abstinenzler. Auch der tägliche Frühstückskaffee beugt einer Demenzerkrankung vor. Und wenn Sie Meeresfrüchteund Fisch mögen –dannguten Appetit. Die darin enthaltenen Omega-3- Fettsäuren schützenvor geistigem Verfall. Von JörgFranze der 86-jährige Georg dähne aus neubrandenburg konnte dank nordkurier-Hilfe zuden leichtathletik-Titelkämpfen der Ü35-Jährigen reisen und zeigte eine beeindruckende leistung. Von seiner lauf-leidenschaft will der „rasante rentner“ noch lange nicht lassen. neubrandenburG. Zehn Kilometer Laufen. 25 endlos erscheinende Stadionrunden. Für einen Marathonläufer eine ziemlich kurze Trainingseinheit, für einen Durchschnittsbürger eine mehr als ordentliche Herausforderung. Und für einen 86 Jahre alten Neubrandenburger der wohl größte Triumph seines Sportlerlebens. Denn Georg Dähne vom Hochschulsportverein Neubrandenburg holte sich über diese Distanz Ende Juli 2017 denEuropa-Meistertitel im dänischen Aarhus. Gut eine Stunde nach seiner Glanzleistung stand der Rentner aus der Viertorestadt in den Katakomben der großen Ceres-Sportarena in der dänischen Metropole und wartete auf die Siegerehrung. „Dschordsch Daehne, representing Germany“, wurde aufgerufen, erhielt Ehrenurkunde und Goldmedaille. Und dann stand der 1,71 große Mann aus Neubrandenburg dort und hörte die Nationalhymne, die aus Anlass seines sportlichen Erfolges gespielt wurde. „Das geht einem schon nah“, gab er zu. In seiner Altersklasse hatte er der Konkurrenz von Beginn an die Hacken gezeigt, mehrfach seine beiden Mitstreiter aus Lettland und Deutschland überrundet. Bei 59 Minuten, 47 Sekunden und 32 Hundertstel blieb die Uhr stehen. Ziel erreicht, die Stundenmarke unterboten. Der 86-Jährige ließ sogar noch einige (etwas) jüngere Starter hinter sich, da die Altersklassen ab 75 Jahren gemeinsam starteten. „Aber das ist schon eine ganz schöne Quälerei für einen alten Mann“, gab er wenig später auf der Heimfahrt zu, dass es einiger Anstrengung bedurfte, sich über die 25 Stadionrunden zu quälen. Und eiserner Disziplin in der Vorbereitung bedurfte. „Ich versuche, jeden zweiten Tag zu trainieren“, erklärte er. Regelmäßig macht er sich von seiner Wohnung in der Oststadt auf, läuft runter ins Mühlenholz und dort selten weniger als zehn Kilometer. Und das bei Wind und Wetter.„Handy hab ich nicht mit, aber eine Visitenkarte dabei“, TrotzGartenarbeit war der Bauch zu dick geworden. GeorgDähne so der 86-Jährige. Seine Frau Ruth hat trotzdem manchmal Sorge, ob er sich nicht zu viel zumutet. Aber Laufen ist nun mal seine Leidenschaft. Eigentlich fast jeder Sport, ob am Bildschirm oder selbst betrieben. Vieles habe er in seinem Leben schon probiert, erzählt Georg Dähne, der erst Eisenbahner, dann Polizist und später Ausbilder bei der Armee war.ImWeitsprungwar er früher gut, Fußball hat er gespielt. Zum Laufen kam er bei einem Intermezzo als Lehrer in den 60er-Jahren, joggte in Freistunden immer von Tor zu Tor. 1970 zog er dann mit seiner Ruth, mit der er im nächsten Jahr Eiserne Hochzeit feiern kann, nach Neubrandenburg, wurde Heimerzieher für Berufsschüler und Gastarbeiter bei Ascobloc/Nagema. In den 70ern und 80ern startete Georg Dähne bei vielen Wettkämpfen. 72 Kilometer um die Müritz waren die größte Herausforderung, der er sich jemals stellte. „Als meine Enkelin das sah, fragte sie verwundert, wie man so weit laufen kann“, schmunzelte er. Inder sportlichen Vita des Mannes stehen unter anderem zwei Vize- DDR-Meistertitel in seiner damaligen Altersklasse, über 25 Kilometer und im Marathon. Einige Krankheiten und Operationen sorgten allerdings für rund 20 Jahre Pause. Erst 2011 legte Dähne wieder mit dem Laufen los. „Trotz Gartenarbeit war der Bauch zu dick geworden“, so der Athlet mit 65 Kilo Wettkampfgewicht. Inzwischen ist er wieder regelmäßig für seinen Heimatverein HSV am Start, „23 Wettkämpfe waren es allein 2015.“ Das Bord über der SitzeckezuHause ist voll mit Pokalen, die Urkunde für den Deutschen Meistertitel 2017 in seiner Altersklasse hängt ebenso im Flur wie die für den EM-Sieg. „In 27 Jahren Vereinsgeschichte hat das noch kein Starter geschafft“, würdigte Ortwin Kowalzik als Vorsitzender des Hochschulsportvereins die Leistung seines Lauffreundes. Und dankte dem Nordkurier, der Georg Dähne nach Aarhus gebracht und bei seinem Triumph-Lauf begleitet hatte. Georg dähne spulte bei der eM mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks seine runden ab. FoTo: JörG FrAnZe

Stadtmagazin

Stadtmagazin Juli
Stadtmagazin Juni
Stadtmagazin Mai
Stadtmagazin April
Stadtmagazin März
Stadtmagazin Februar
Stadtmagazin Januar

Nordkurier Ratgeber

Ratgeber Traumjob
Ratgeber Traumjob
Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"
Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"
Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"
Ratgeber Garten Ausgabe MSP

Kompakt

Kompakt Juli/August
Kompakt Juni
Kompakt Mai
Kompakt April
Kompakt März
Kompakt Februar
Kompakt Dezember/Januar
Kompakt Dezember/Januar
Kompakt November
Kompakt Oktober_2016
Kompak September 2016
Kompakt Juli/August 2016
Kompakt Juni_2016
Kompakt Mai 2016

Weitere Magazine

RadTour