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Seite 8 Lehrstellen Kurier Freitag, 27. Januar 2017 Wenn es ums Geld geht: Lohnende Jobs Niemand sucht eine Ausbildung nur nach dem Gehalt aus. Doch ganz unwichtig ist es auch nicht. Was wird nach der Lehre so verdient? Welche Berufe zahlen sich aus, welche eher nicht? Sarah Thust hat Fakten zusammengestellt. Verantwortung im Beruf: Nach der Ausbildung tragen einige Berufstätige sehr viel Verantwortung. Das gilt zum Beispiel für Altenpfleger oder Fluglotsen. Ein nachlässiger Handgriff kann in diesen Berufen fatale Folgen haben. Das kann sich auszahlen, muss es aber nicht. Während ein Fluglotse durchschnittlich 67 558 Euro im Jahr verdient, bekommt ein Altenpfleger in Schnitt nur 24 657 Euro brutto. Das hat die Gehaltsdatenbank Compensation Partner ermittelt. Wichtig: Je nach Region kann der Verdienst im Einzelfall stark von diesen Durchschnittswerten abweichen. Macht der Gewerkschaften: Wie gut ein Beruf entlohnt wird, hängt laut Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung stark von der gewerkschaftlichen Macht der Arbeitnehmer ab. „Wenn Fluglotsen knapp sind, steigen die Löhne relativ stark und über Streiks können sie höhere Gehälter fordern. Altenpfleger hingegen sind weniger gewerkschaftlich organisiert. Da wird Fachkräftemangel beklagt, aber es fehlt die Macht, bessere Löhne durchzusetzen“, erklärt der Wissenschaftler. Image und Tradition: Außerdem zählen Tradition und Image des Berufs, sagt Brenke. Manche Berufe seien traditionell schlecht bezahlt. Das gelte zum Beispiel für Friseure, die mit 19 549 Euro Brutto-Gehalt laut der Gehaltsdatenbank Compensation Partner mit am wenigsten Geld verdienen. „Viele Dienstleistungsberufe werden traditionell eher als Frauenberufe angesehen, darum sind sie oft schlechter bezahlt“, erklärt Brenke. Arbeitsmarktsituation: Löhne sind auch Ausdruck der regionalen Marktsituation. So wird beispielsweise im Westen tendenziell immer noch mehr verdient als im Osten, und im Süden haben Berufstätige im gleichen Job oft mehr in der Lohntüte als im Norden. Die regionale Marktsituation hat einen umso stärkeren Einfluss, je weniger Arbeitnehmer in Berufsverbänden und Gewerkschaften organisiert sind, sagt Brenke. Die Spitzenverdiener: Das sind unter den ehemaligen Auszubildenden Fluglotsen und Piloten mit mehr als 60 000 Euro im Jahr, zeigt die Statistik der Gehaltsdatenbank. Berufe im Bereich Kundenservice und Logistik werden mit mehr als 39 000 Euro entlohnt. Die Wenigverdiener: Frisöre, Kosmetiker, Kellner und Zahnarzthelfer bekommen hingegen die niedrigsten Gehälter mit weniger als 21000 Euro jährlich. Auch Pflege- Personal wird schlechter entlohnt: Angestellte verdienen im Durchschnitt 24657 Euro brutto pro Jahr. Arbeitgeber in der Altenpflege sind häufig private Konzerne ohne Tarifbindung oder mit eigenen Konzerntarifen, erklärt Johanna Knüppel vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe. Gespart werde da beim Personal: „Die Stundenlöhne für Fachpflegekräfte in diesen Bereichen liegen nur knapp über dem geltenden Mindestlohn“, sagt die Sprecherin des Berufsverbands. „Für beruflich Pflegende mit Altenpflegeausbildung sind zudem die Wechselmöglichkeiten und die Aufstiegschancen relativ gering.“ Was sonst noch zählt: Nicht nur das Gehalt spielt bei der Ausbildungswahl allerdings eine Rolle, erklärt Karl Brenke. „Viele entscheiden sich für einen Beruf, den sie aus dem Alltagsleben oder der Verwandtschaft kennen“, sagt der Wirtschaftsexperte. Die Perspektive nach dem Abschluss sei Auszubildenden ebenfalls wichtig, daneben spielen der Arbeitsort und der Einfluss der Eltern eine Rolle. Und natürlich am wichtigsten: Wo liegen die eigenen Talente? FOTO: JENS WOLFF NBS NBN PZ TZ AZ AZD HZ PAZ DZ MZ MST MSM SZS

Freitag, 27. Januar 2017 Lehrstellen Kurier Seite 9 Das macht eine richtig gute Bewerbung aus Beim Vorbereiten der Papiere kommen viele ins Grübeln: Einerseits wollen sie sich von den Konkurrenten absetzen, andererseits dürfen die Unterlagen nicht zu ausgefallen sein. Wie sich dieser Spagat meistern lässt, erklärt Steffen Trumpf. Anschreiben: Was kann ich der Firma bieten? Das sollte der Arbeitgeber aus dem Anschreiben erfahren. Anfang und Ende des Textes sind dabei entscheidend, erklärt die Karriereberaterin Svenja Hofert. Diese Sätze bleiben in der Regel im Gedächtnis der Personaler hängen. Der Text darf maximal eine Seite lang sein. Jedes Unternehmen verdiene dabei einen individuellen Einstieg, meint der Kölner Bewerbungsberater Jürgen Zech. „Immer dasselbe an verschiedene Unternehmen zu schreiben, passt häufig nicht.“ Am Anfang des Anschreibens sollte ein Bezug zwischen Bewerber und Unternehmen hergestellt werden. Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich ...“ sind ebenso vermeidbar wie ein erster Satz, der mit „Ich“ beginnt. Stattdessen könnte ein schönes Anschreiben etwa so beginnen: „Wenn Sie einen aufgeweckten Azubi suchen, dann ...“ Plattitüden sollten aber vermieden werden, warnt Hofert: „Ich fliege gerne Lufthansa, ich fahre einen BMW und bewerbe mich deshalb – das ist vollkommener Quatsch. Dann doch lieber einen kreativen Satz aus der eigenen Vita nehmen.“ Hobbys zum Beispiel könnten zum Vorteil genutzt werden, wenn sie einen Zusammenhang herstellen: „Ich will Motorradmechaniker werden und schraube selbst an meiner Kiste, das ist schon ein nettes Hobby“, gibt Zech ein Beispiel. Lebenslauf: Auch im Lebenslauf suchen Personaler nach Anknüpfungspunkten zwischen Bewerber und Firma. Zech rät: „Man sollte gezielt gucken, welche Kernkompetenzen gefordert sind. Gibt es etwas, das mich mit dem Unternehmen verbindet?“ Diese Punkte im Lebenslauf werden dann ausführlich dargestellt. Wegen kleinerer Lücken sollten sich Bewerber keine Sorgen machen. Aber auch sie sind vermeidbar. „Man ist mit der Schule seit zwei Jahren fertig und hat gejobbt – dann ist das gut, das anzugeben“, sagt Zech. Das zeige, dass Jugendliche schon gearbeitet haben. Ähnlich sieht das Svenja Hofert: „Zwei Jahre die Großmutter zu pflegen, ist auf jeden Fall besser, als gar nichts dort stehen zu haben.“ Eine Weltreise oder eine Weiterbildung kann man ruhig hineinschreiben. Aber immer dran denken: ehrlich bleiben. Kommt im Vorstellungsgespräch das Thema auf die Angabe, müssen Bewerber etwas dazu sagen können. Was Bewerber gerne in der Freizeit machen, müssen sie nicht zwingend angeben. Mit manchen Hobbys können Jobanwärter aber durchaus punkten. Wer viel reist und darauf hinweist, zeigt Weltoffenheit, Sportler weisen auf ihre aktive Ader hin. Kritische Aktivitäten wie die Zucht von Kampfhunden unterschlagen Jobsuchende dagegen besser, sagt Svenja Hofert. Das werde häufig nicht gern gesehen. Foto: Dynamisch, seriös, sympathisch: Auf einem Bewerbungsfoto kann sich ein Jobanwärter genauso zeigen, wie er ist – oder sein will. Ausländische Unternehmen wollen in der Regel kein Bild haben, sagt der englische Karrierecoach Julian Simons. „Grundsätzlich ist ein Bewerbungsfoto da ein Tabu.“ Anders bei deutschen Firmen: Dort sollten Bewerber großen Wert auf gute Bilder legen, rät Zech. Das Geld ist in einen professionellen Fotograf gut angelegt. Was gar nicht geht: das Urlaubsfoto. Das Bild sollte deutlich größer als ein Passbild sein, die Kleidung zur Berufsgruppe passen. FOTO: © DANIEL BERKMANN - FOTOLIA.COM Bewerbungsmappe: Die perfekte Mappe besteht mittlerweile aus sauber gestalteten Online-Dokumenten, erklärt Zech. Immer mehr Firmen fordern die Unterlagen auf digitalem Wege an. Besteht ein Arbeitgeber auf der Papierform, reiche eine schlichte Mappe mit Klarsichtoberfläche. Dadurch kann der Personaler gleich das Foto sehen. Texte in allen Unterlagen sollten mindestens Schriftgröße zwölf haben. Social Media: Facebook-, Twitter- und Xing-Accounts anzugeben, kann von Vorteil sein – allerdings nur, wenn die Profile ein gutes Bild vom Bewerber vermitteln. Es darf keine Differenzen zur eigentlichen Bewerbung geben, schränkt Zech ein. Anzeige NBS NBN PZ TZ AZ AZD HZ PAZ DZ MZ MST MSM SZS

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