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Goldene Jahre_Mecklenburgische Seenplatte

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SEITE 80 RATGEBER 4.

SEITE 80 RATGEBER 4. LEBENSPHASE Grabpflege Verträge zu Lebzeiten abschließen Wenn ein Mensch stirbt, stellt sich die Frage, wer sich um das Grab kümmert. Oft wohnen Familien nicht mehr am selben Ort oder es fehlt schlicht die Zeit zur Grabpflege. Eine Alternative sind daher Verträge über eine Dauergrabpflege, die bereits zu Lebzeiten abgeschlossen werden. In diesen Verträgen verpflichtet sich eine Gärtnerei oder ein Bestattungsunternehmen, das Grab über eine bestimmte Dauer und in einem festgelegten Umfang zu pflegen. Die Kosten für diese Dienstleistung werden bereits zu Lebzeiten bezahlt. Dabei wird die Summe auf ein Treuhandkonto eingezahlt oder treuhänderisch einem Dienstleister zur Verfügung gestellt und erst bei Eintritt des Todesfalles zur Grabpflege ausgezahlt. Wichtig dabei ist, genau zu definieren, wie die Grabpflege aussehen soll. Hierbei ist entscheidend, ob das Grab nur mit einer Grabplatte oder ob es mit Erde bedeckt ist, die regelmäßig bepflanzt werden muss. Vereinbart werden kann beispielsweise, wie das Grab an bestimmten Feiertagen auszusehen hat oder ob die Grabstelle lediglich sauber gehalten werden soll. Soll nur der Gießservice genutzt werden oder ist gewünscht, dass die Grabstelle mit saisonal wechselnden Bepflanzungen gestaltet wird? Welche Bepflanzungen sind überhaupt möglich? Über Einzelheiten und die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten geben Friedhofsgärtnereien und die örtlichen Treuhandgesellschaften für die Dauergrabpflege Auskunft. Friedhofsgärtner übernehmen die Grabpflege. FOTO: BDF, BONN Neue Trends aus der Bestattungsbranche Die Bestattungskultur unterliegt auch in Deutschland dem Zeitgeist und gesellschaftlichen Veränderungen. Der Trend geht immer stärker zu Urnenbestattung. Das wirkt sich auch auf die Herstellung der Urnen aus. So sind bei Särgen oder Urnen zunehmend umweltfreundliche Naturmaterialien gefragt wie Filz, Weidengeflechte oder biologisch abbaubarer Kunststoff. Auch bei der Sterbewäsche geht der Trend hin zur Verwendung von Naturmaterialien wie Leinen oder Baumwolle. Verbrauchsarme Leichenwagen sowie saubere Krematorien runden das Bild ab. Grundsätzlich gibt es zwei Bestattungsarten in Deutschland, die Erdund die Feuerbestattung. Daraus ergeben sich dann weitere Möglichkeiten der Beisetzung, wie eine Seebestattung, eine Bestattung in Waldarealen oder ein Reihengrab. Eine Seebestattung ist die Beisetzung der sterblichen Überreste eines Menschen in einer Urne auf dem offenen Meer. In Deutschland Die Bestattung unterliegt dem Wandel der Zeit. FOTO: BDF, BONN kommen hierfür die Ostsee oder die Nordsee in Frage. Die Seebestattung wird von einem qualifizierten Seebestatter durchgeführt. Die Beisetzung erfolgt dann nach seemännischen Gepflogenheiten. Bei einer Seebestattung wird die Flagge des Schiffes auf Halbmast gesetzt. Die Trauergäste können zusätzlich Blumen oder Blumenkränze dem Meer übergeben. Hierbei ist zu beachten, dass nur natürliche Materialien verwendet werden dürfen. Metallgestecke, Kunststoff oder Stofftiere sind nicht erlaubt. Es gibt auch die Möglichkeit einer stillen Seebestattung. Diese findet ohne Angehörige und ohne festen Termin statt. Der Kapitän des Schiffes übergibt die Urne dem Meer. In der Regel werden bei einer stillen Seebestattung mehrere Urnen pro Fahrt im Meer beigesetzt. Im Anschluss an die Seebestattung erhalten die Angehörigen die genauen Positionsdaten der Beisetzung und in der Regel einen Auszug aus dem Schiffstagebuch.

RATGEBER 4. LEBENSPHASE SEITE 81 Juwel statt Grabstein Am Ende des Jahres und dabei vor allem im November mit seinen vielen stillen Gedenktagen wird oft derjenigen gedacht, die uns nahestehen, aber von uns gehen mussten. Noch bis vor einigen Jahren gehörte der Gang zum Friedhof an Allerseelen zu den festen Ritualen in vielen Familien. Aber auch Erinnerungsdiamanten FOTO: DJD/ALGORDANZA hier wird ein Wandel in der Bestattungskultur deutlich spürbar. Denn das klassische Erdbegräbnis ist immer weniger gefragt. Zum einen hat ihm die Feuerbestattung den Rang abgelaufen, zum anderen entscheiden sich immer mehr Deutsche für die Verstreuung der Asche oder eine Beisetzung im Wald. Eine besondere Form der Reminiszenz an einen lieben Verstorbenen ist der Erinnerungsdiamant.Er wurde vor über zehn Jahren in der Schweiz erfunden. Die Firma Algordanza stellt seitdem aus der Asche des Verstorbenen Diamanten, also Edelsteine her. Zunächst wird der Verstorbene in Deutschland durch den lokalen Bestatter eingeäschert, dann wird die Urne in ein Labor in die Schweiz gesendet. In einem mehrwöchigen Verfahren wird bei hoher Temperatur und unter hohem Druck der Kohlenstoff aus der Kremationsasche zu einem Rohdiamanten umgewandelt und danach in Handarbeit geschliffen. „Die synthetischen Diamanten entstehen ausschließlich aus dem Kohlenstoff der Kremationsasche“, so Céline Lenz vom Anbieter. Ein synthetischer Diamant wachse zwar im Labor, weise aber dieselben physikalischen, chemischen und optischen Eigenschaften auf wie ein natürlicher Diamant. Er sei also kein Imitat, kein Zirkonia oder anderes Material. Was kostet diese Erinnerungsform? Wie viel Asche ist nötig und was passiert mit der restlichen Asche? IMPRESSUM Verleger Nordkurier Mediengruppe GmbH & Co. KG Friedrich-Engels-Ring 29 17033 Neubrandenburg Geschäftsführer Lutz Schumacher 0395 4575-100 Redaktion Chefredakteur Lutz Schumacher 0395 4575-100 Anzeigen Nordost-Medien GmbH & Co. KG Friedrich-Engels-Ring 29 17033 Neubrandenburg Nicole Hirscher (Leitung) 0395 4575-320 Verantwortlich für den Inhalt Simon Kaatz 0395 4575 - 590 Redaktion Verena Teske 0395 4575 - 226 Susanne Eichler 0395 4575 - 224 Hartmut Nieswandt 0395 4575 - 227 Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für unverlangt eingesandte Manuskripte und behält sich das Recht der auszugsweisen Wiedergabe von Zuschriften vor. Veröffentlichungen müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Druck Nordost-Druck GmbH & Co. KG Flurstraße 2 17034 Neubrandenburg Geschäftsführer Rainer Zimmer 0395 4575-700 Die Verlagsbeilage erscheint am 8.11.2016 im Nordkurier und am 9.11.2016 in einer Teilauflage des AK – Anzeigenkurier mit Lokalfuchs.

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