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Weihanchtsbeilage Haff

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Seite 6 Frohes Fest

Seite 6 Frohes Fest Freitag, 22. Dezember 2017 Es poltertsoganz anders Lesergeschichte vonElfriede Schmidt ausTorgelow Ich schreibe von der Zeit, als mein Bruder sechs und ich sieben Jahre alt waren. Die Vorweihnachtszeit und die Weihnachtszeit waren festlicher, gemütlicher, schlichter und spannender als heute. Die Spannung stieg von Tag zu Tag. Was wird der Weihnachtsmann wohl bringen? Wird unser größter Wunsch erfüllt? Manchmal „schnüffelten“ wir in den Schränken, ob wir etwas entdecken können. Aber das Gesuchte wurde vorsichtshalber bei Oma geparkt. Wenn es dunkel wurde, gingen unsere Eltern oft mit uns durch die Straßen des kleinen Ortes. Damals waren die Schaufenster noch hellerleuchtet und weihnachtlich geschmückt. In einem Lädchen, fast am Ortsausgang, stand ein Weihnachtsmann im Schaufenster und nickte freundlich mit dem Kopf. Wir standen immer mit viel Ausdauer davor,nickten auch mit dem Kopf und versprachen dem Mann mit dem weißen Bart: „Ja, ich will auch immer artig sein.“ Zur Vorweihnachtszeit gehört auch der Besuch des Nikolaus. Am Abend des 5. Dezember klemmten wir unsere „langen Strümpfe“ in die Schublade des Esstisches, konnten nachts kaum schlafen und stürzten schon in aller Frühe am nächsten Tag ins Wohnzimmer, um den gefüllten Strumpf in Besitz zu nehmen. Schokolade war wenig drin, dafür andere Dinge, die unsere Herzen höher schlagen ließen. In Papas Schuh war stets nur ein Stück Holz oder Kohle. Der Heilige Abend rückte immer näher. Mein Bruder und ich waren der festen Meinung: „Es gibt keinen Weihnachtsmann!“ Das Weihnachtszimmer mit dem Weihnachtsbaum wurde am Nachmittag geschmückt. Es sah etwas anders aus als heute. Es waren echte Kerzen dran sowie kleine, bunte Häuschen, Engel und Vögel aus Glas, aber auch Zuckerkringel und Plätzchen. Unten wurden extra welche hingehängt, die durfte sich unsere Katze holen. Die Tür zum Zimmer wurde erst kurz vor der Bescherung geöffnet. Schon am Nachmittag kamen die ersten Weihnachtsmänner.Eswaren Jugendliche mit ein paar Äpfeln in der Tasche. Sie kamen hauptsächlich, um sich ein „Schnäpschen“ abzuholen. Das war damals so üblich. Aber dann polterte es so ganz anders. Es stöhnte jemand und klopfte energisch an die Tür. Und da stand er vor uns. Ein richtiger Weihnachtsmann. Wir konnten an seinem Äußeren nichts Unsere Leserin Elfriede Schmidt war sosicher, dass esden Weihnachtsmann nicht gibt –bis er energisch an die Tür klopfte und gar nichts Bekanntes ansich hatte. FoTo: JULian STraTEnSchULTE Bekanntes entdecken. Auch die Stimme war fremd. Unsere Zweifel waren weg. Ehrfurchtsvoll standen wir vor ihm und sagten unser Gedicht auf. Ich weiß es heute noch. Er schenkte mir einen Puppenwagen mit einer blonden Zopfpuppe darin. Mein Bruder erhielt einen Handwerkskasten. Meine Eltern lachten sich ins Fäustchen. Am nächsten Tag hörte ich, wie meine Mutter zu einem Nachbarn sagte: „Das haben Sie aber gestern Abend gut gemacht.“ Seitdem lagen die Geschenke am Heiligen Abend immer unter dem Weihnachtsbaum. Lesergedicht vonRamona Jährling aus Ueckermünde DerAlteund dasMädchen Da standernun vorden Scherben alldessen, wasersich geschaffen hat, drücktesich an geschmückten Schaufensterndie Nase platt. DerMantel an den Schulterblättern zerschlissen, dieNähte der schmutzigen Hose zerrissen, dieFüße, dieandere in warmeWollsocken betten, steckten beiihm blaugefroren in Luftsandaletten. Ganz langsamlief er mitdem Stockinseiner zittrigen Hand, undlehntesich immer wieder erschöpftandie nasskalte Wand, die er,bevor er kurz rastete, suchenden Blickesertastete nach etwas, dassfür einen Moment den Magenfüllt undseinen quälenden Hungerein bisschenstillt. Ein kleines Mädchen beobachteteihn eine geraumeWeile. SeineEltern warennichtsobesonders in Eile. Viel zu viel Schönesbot sichihnen vonStand zu Stand. Undwieder wechselte Geld vonder einen in dieandere Hand. Es duftete nach deftigem Schmaus, Glühwein undMandeln. Überallhörteman dieKaufwütigen um Allerlei handeln. DieKleinestand mitder riesigen Zuckerwatte, diesie vomVater bekommenhatte, mitten im Getümmel vonfremdenLeuten, denen Geschenke im Übermaßsoviel bedeuten und fing den Blick desAlten ein,der da so ganz allein an der Mauerlehnteund sichnachdem Sommer sehnte. Er lächelteihr müde entgegen.Sie reagierteein bisschenverlegen, und schmunzelte verschmitztdurch dieMeute zurück. Dochals dieMutter sah, waszwischenihr und dem Obdachlosengeschah,erklärtesie ihr in erhobenerZeigefingermanier, dassman mitsolchen besser nichts zu tun haben sollte. Denn er könnte, wenn erwollte,arbeiten gehen, und müsstenichtbettelnd an der Wand dortstehen. DerAlte schüttelte,seiner letztenWürde beraubt, wortlossein hutbedecktes Haupt, zwinkertedem kleinen Mädchen noch einmalzu, und sortierte diekaltenFüßeimluftigen Schuh. Dann schlich er weiter zwischenall den blinden Leuten, denen dieheiligen Tage so viel bedeuten. anzeige Weihnachtsverlosung-Viel Glück Schlemmersets von Schwartau Brotaufstriche und Desserts in besonderen Geschmackskombinationen bietet Schwartau. Eine Auswahl an 12 süßen Köstlichkeiten haben wir für Sie zusammengestellt. Mit dabei sind u. a. mehrere Sorten Schwartau Extra, Rote Grütze, Dessert Sauce Vanille. Genießen Sie die Vielfalt. Wir verlosen drei Schlemmersets. 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Freitag, 22. Dezember 2017 Frohes Fest Seite 7 „Freuet euch!“ Friede, Freude, Liebe –diese Kombination berührt auch Menschen, die nicht anGott glauben und verleiht der Weihnachtszeit einen besonderen Zauber, glaubt Pastorin Friederike Pohle. Vorfünf Jahren hat sie ihre erste Christvesper geleitet –und ist seitdem umvieles reicher geworden. Von Stefanie Lanin Grünow. Was bleibt, ist das Kribbeln in der Luft. Die Lichter, die Vorfreude, die vollen KirchenbänkeamHeiligabend. Das war schon vor fünf Jahren so, als die junge Pastorin Friederike Pohle in der eigenen Gemeinde zum ersten Mal den Weihnachtsgottesdienst hielt. Und so wird es auch in diesem Jahr sein. Doch sonst ist so vieles anders –zuHause, auf den Dörfern, ja selbst in der Welt. Friederike Pohle kennt ihre Gemeinde. Routine und Vertrautheit haben sich in den letzten Jahren eingestellt. „Ich weiß jetzt genau, wer den Adventskranz besorgt, wer den Tannenbaum aufstellt und wer die Kerzen am Heiligabend anzündet“, sagt FriederikePohle. Sie hat auch erfahren, wie wichtig den Menschen auf den Dörfern der Gottesdienst vor der Haustür ist. Noch vor fünf Jahren blieb eine der vier Kirchen in Grünow, Goldenbaum, Triepkendorf und Mechow am 24. Dezember dunkel. „Das fanden die Leute gar nicht gut.“ An Weihnachten zu Fuß zur Kirche gehen, durch die Dunkelheit, auch wenn kein Schnee liegt –das ist den Menschen wichtig. In diesem Jahr wird deshalb in allen vier Dörfern die Kirche fürs Weihnachtsgefühl geöffnet sein –auch weil die Dorfbewohner so tatkräftig dabei sind. „Wir haben versucht einen Rahmen zu finden, der auch ohne Pastorin funktioniert“, beschreibt Friederike Pohle. „Ich versuche zwar überall dabei zusein, für eine kurze Andacht oder die Fürbitte, aber es klappt eben nicht immer.“ In Goldenbaum nehmen die Menschen die Sache daher einfach selbst in die Hand –evangelische und katholische Familien und solche, die eigentlich gar nichts mit der Kirche zu tun haben. Sie öffnen die geschmückte Kirche, lesen die Weihnachtsgeschichte, singenLieder, zeigen ein Krippenspiel. „Für mich ist das gelebtes Luthertum“, beschreibt Friederike Pohle. Jeder hat den Auftrag und die Berechtigung, Gottes Wort zu verbreiten. Auf der Suche nach dem richtigen ritual Für Friederike Pohle geht es Weihnachten schon um 14 Uhr in ihrem Heimatort Grünow los. Hier wird FriederikePohles Tochter Luise zum ersten Mal beim Krippenspiel der Christenlehre-Kinder dabei sein, wahrscheinlich als Engelein. Danach heißt es für die mittlerweile Siebenjährige aber wieder warten, bis Mama schließlich um 18.30 Uhr auch die letzte traditionelle Christvesper in Mechow begleitet hat. „Das ist für die Kinder schon schwer, solange die Spannung zu halten“, sagt die Pastorin. Während sich Luise vor fünf Jahren aber noch allein in Geduld üben So klingt die Weihnachtszeit musste, bis das Weihnachtszimmer endlich, endlich geöffnet wurde, hat sie heute Gesellschaft. Ihre beiden Brüder, der vierjährige Friedrich und der eineinhalbjährige Johannes, warten mit ihr im Grünower Pfarrhaus. Dort hat sich die Familie längst gemütlich eingerichtet und ist im Dorf angekommen. Mit welchen Ritualen sie das Weihnachtsfest verbringt, erforscht sie aber jedes Jahr aufs Neue. Gibt es für die Kinder vielleicht doch schon eine kleine Bescherung vor halb neun? „Da sind wir auch immer noch am Suchen, was für uns das Richtige ist.“ Friederike Pohle liebt das Weihnachtsfest. Wenn sie die unzähligen Kisten mit Weihnachtsschmuck vom Dachboden holen kann, wenn die Adventszeit anbricht und mit ihr die erwartungsfrohe Freude auf die Weihnachtstage, wenn es duftet und klingt, wenn sie die Weihnachtslieder wieder singen kann. „Zum Beispiel ,Es kommt ein Schiff, geladen‘ –das liebe ich sehr“, erzählt die 37-Jährige. Weihnachten ist für sie das Fest der Liebe, der Freude und des Friedens. „So wie auch Luther es gesehen hat, der war ja durch und durch Weihnachtschrist“, beschreibt sie. Da gibt es die Liebe zwischen Josef und Maria. Und das Jesuskind, „in dem die Liebe Gottes zu den Menschen seinen Ausdruck findet“. Da leuchtet der Friede auf, der in so großem Kontrast zu den Konflikten unserer Zeit steht. „Die Massaker,die Anschläge, die Unruhen und Umbrüche“, so die Pastorin. Und dann die starke Botschaft: „Freuet euch!“ „Das ist eine ganz bewegende Kombination, die eben auch Menschen berührt, die nicht an Gott glauben. Ich glaube, es gibt eine starke Sehnsucht der Leute nach solchen Botschaften, nach Frieden, Freude, Liebe und Sinn.“ Natürlich kennt Friederike Pohle auch in ihrer Gemeinde viele Familien, in denen am Weihnachtsabend nicht alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ ist. „Aber was eigentlich alle eint, ist das Bestreben, es sich an Weihnachten schön Anzeige FroheWeihnachten! BESINNEN SIE SICH AUFDAS WESENTLICHE FAMILIE, FREUNDE UND FREUDE. zu machen“, erzählt sie. Viele kehren nur dann nach Hause zurück, zu ihren Wurzeln, in ihre Heimat. „Das ist ein richtiges Dorftreffen, aus dem eben auch die Sehnsucht nach dem geborgenen Ort der Kindheit spricht“, beschreibt sie. Und auch wenn während der Festtage so mancher Streit in den Familien erst so richtig deutlich wird, wenn das Deckeln der Konflikte kaum noch auszuhalten ist, ist für sie Weihnachten doch vor allem eine Chance, sich als Familie zu finden. In Eldena bei Ludwigslust, wo FriederikePohle ihr Vikariatabsolviert hat, gab es eine ganz besondere Weihnachtstradition, die der Pastorin stark in Erinnerung geblieben ist. Pfadfinder aus dem ganzen Land brachten das Licht von Bethlehem in einer Laterne mit, es wurde gehütet und genährt, bis es am 24. Dezember mit in die Kirche genommen wurde. Dort konnte dann jeder seine eigene Kerze an der Flamme entzünden. „Und das beschreibt eigentlich gut meinen Weihnachtswunsch: Dass die Menschen von diesem Frieden am Weihnachtsabend etwas mit in ihr Leben nehmen können.“ Kontaktzur Autorin s.lanin@nordkurier.de Wirwünschen allen Kunden, Interessenten und Geschäftspartnern sowie Ihren Familien ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest Freude am Fahren und einen guten Rutsch ins neue Jahr FürStenwerder. Vom Rentier Rudolph und dem Weihnachtsmann singen hier die Hortkinder der Kleinen Grundschule Fürstenwerder.Sie haben die Gelegenheit auf dem niedlichen Adventsmarktder Kita„Frechdachse“ genutzt,um ihr Lieblingslied vorzutragen. Wenn Sie das Foto mit der Paper.plus-App einscannen, erleben Sie die Kinder in Aktion. Foto: D.SKieRKe Wolter &Steiner GmbH Vertragshändler der BMW AG Hellfelder Straße 4 17039 Neubrandenburg Tel. 0395 42942-0 Fax0395 42942-12 Wolter &Steiner Handels GmbH Vertragshändler der BMW AG Siegfried-Marcus-Straße 5 17192 Waren Tel. 03991 61150-0 Fax03991 61150-82 Wolter &Steiner GmbH Autorisierter Servicepartner Stettiner Straße 107 17291 Prenzlau Tel. 03984 8555-0 Fax03984 8555-15 HZ

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