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Stadtmagazin Juni 2022

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20 Spitzenunternehmen in derSeenplatte Anzeige So viel Zeit muss sein: VorBeginn dernächsten Vorlesung haben diese Studentinnenund Studenten allerhandzubereden. Auch zum30. Jubiläum ist dieForschung an derHochschulepraxisnah undbrandaktuell VonHartmut Nieswandt NEUBRANDENBURG. Pilze wuchern üppig auf Brauereiabfall. Dadurch ist Massentierhaltung bald Geschichte. Denn das Myzelder Pilzeist hochwertiges Eiweiß –gut für die menschliche Ernährung. Riesige Rinder- und Schweineherden sind nicht mehr notwendig, damit verbundene Umweltverschmutzung, Tierquälerei und Futterverschwendung sind Geschichte. Ist das alles Spinnerei oder ein Ansatz, ein globales Problem zulösen? Das ganze Problem ist zwar vereinfacht dargestellt –aber es ist etwasdran, meint Prof. Dr. Leif-Alexander Garbe von der Hochschule Neubrandenburg dazu. Und der Lebensmitteltechnologe berichtet von einem neuen Projekt, das sich mit dieser Problematik beschäftigt. Das „Pilz-Projekt“soll drängende Probleme lösen Fakt ist,dass in dennächsten 30 Jahren derFleischkonsumreduziert werden muss.Die Tiermast verschlingt viel zuviel pflanzliche Rohstoffe, die Emissionen verstärken den Klimakollaps. Darum gibt es jetzt an der Neubrandenburger Hochschule in Zusammenarbeit mit der Störtebeker Braumanufaktur Stralsund dieses „Pilz-Projekt“. Es ist ein kleiner Baustein, der mit dazu beiträgt, durch die Erzeu- Prof.Dr. Leif-Alexander Garbe ist Prorektor für Forschung, Wissenstransfer undInternationaleBeziehungen an der HochschuleNeubrandenburg. Fotos(2): HartmutNieswandt gung hochwertigen Proteins die Probleme Ernährung und Massentierhaltung zu lösen, erklärt Prof. Garbe. „Ich bin stolz darauf“, betont er zum Projekt, das auch ob seiner Nachhaltigkeit undUmweltverträglichkeitvom Bundesministerium für Bildung undForschung gefördertwird. Das Projekt ist ein Beispieldafür, dass die Hochschule Neubrandenburg kein aus Steuermitteln errichteter Elfenbeinturm ist, aufdem sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Studierende ganz und gar der Theorie verschrieben haben. Die Lebensmitteltechnologie ist Teil der ganz praktisch ausgerichteten Wertschöpfungskette vonder Landwirtschaft über die Verarbeitung ihrer Erzeugnisse bis hin zur Wirkung auf den Menschen. Das passt genau in das Land MVmit seiner starken Landwirtschaft. HochschuleNeubrandenburg feiert 30. Geburtstag Junge Leute, die sich für solche Projekte interessieren, sind an der Hochschule, an der zurzeit 2200 Studierende immatrikuliert sind, genau richtig. Sie ist im Gebiet zwischen Hamburg, Greifswald und Eberswalde wichtige regionale Ausbildungsstätte. Die Hochschule, die gerade ihr 30-jähriges Jubiläum feiert,bietetForschung undAusbildung in den Fachbereichen Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften, Landschaftswissenschaften und Geomatik, Soziale Arbeit einschließlich Lehrerinnen- und Lehrerbildung sowie Gesundheit, Pflege undManagementan. Prof.Garbe,der auch als Prorektor für Forschung und Wissenstransfer arbeitet, weist auch auf neue Studienfächer hin, in denen es um die Akademisierung der Pflege geht: Künftigen Pflegekräften werden auch medizinische Fachkenntnisse vermittelt, sie schließen mit dem Grad Bachelor of Sience sowie (bei Bedarf) mit einem anerkannten Berufsabschluss ab. So wird das Berufsbild aufgewertet, eine bessere Bezahlung wird möglich. Dieses Fachgebiet widmet sich also genau wie das „Pilz-Projekt“ganzpraktisch der Lösung aktueller Probleme. Wersichfür ein handfestes,praxisorientiertes Studium an der Hochschule Neubrandenburg interessiert, erfährt alles Wichtigeauf ihrem Internetauftritt. Hochschule Neubrandenburg Neubrandenburg Brodaer Str. 2 Telefon:039556930 Internet:www.hs-nb.de

Anzeige Spitzenunternehmen in derSeenplatte 21 EineSpätschichtauf derIntensivstation im drittgrößtenKlinikum unseres Bundeslandes VonVerenaTeske-Mbalisike NEUBRANDENBURG. Sekunde für Sekunde, Tag für Tag geben sie alles. Sie lassen Menschen wieder hoffen. Sie vollbringen Wunder des Lebens in vielerlei Hinsicht. Sie zaubern Lächeln in Gesichter, auch wenn es gar nichts zu lachen gibt und wenn eigentlich keine Zeit dafür ist. Selbst dann machen sie weiter. Weil sie wissen, dass es Menschen gibt, die auf sie zählen. Sie alle geben dem Dietrich- Bonhoeffer-Klinikum (DBK) ein Gesicht und eine Seele —Pflegende, Ärztinnen und Ärzte, Mitarbeitende im Service, Haustechniker: Sie alle leisten Großartiges. Auch Gesundheits- und Krankenpflegerin Katharina Göres gehört dazu. Wirhaben siedurch ihre Spätschicht auf der Intensivstation (ITS) im Neubrandenburger Klinikum begleitet. Es ist 13:30 Uhr. Katharina Göres verschafft sich zunächst einen Überblick. Dazu gehört eine ausführliche Übergabe. „Wir betreuen zwei bis drei Patienten. Ich lasse mir von den Kollegen erklären, wie der Tag angelaufen ist und welche Aufgaben erledigt werden müssen“, sagt die 25-Jährige und ruft die elektronischePatientenakteauf, prüft unter anderem die Medikamentengaben und geht zu den Patienten. „Sind die Alarmgrenzen auf dem Monitor gut eingestellt, sitzt die Beatmung richtig oder muss der Katheter gewechselt werden, das ist von Patient zu Patient unterschiedlich“, sagt diejungeFrau. Um 14:30Uhr klingelt das Telefon von Katharina Göres. Es ist die Notaufnahme. Ein Patient soll auf die ITS. In Gedanken geht sie die weiteren Schritte schon durch. „Ich muss gleich den Notfallkoffer prüfen und mich mit den Kollegen absprechen“, sagt die Pflegefachkraft, die seit 14 Monaten auf der Intensivstation arbeitet und ihre Ausbildung im DBK absolviert hat. „Nach meiner Lehre wollte ich dann erst einmal die Fühler ausstrecken, andere Kliniken kennenlernen“, gibt die 25-Jährige zu. „Ich bin gern wieder zurückgekommen.“ Um 15 Uhr ist es Zeit für dieMobilisierung.„Wenn diePatienten wach sind, gilt es, mit ihnen zu interagieren und sie nach Möglichkeit zu mobilisieren. Einmal aufrichten und hinsetzen oder sogar ein paar Schritte mit dem Rollator gehen“, sagt Gesundheits- und Krankenpflegerin Katharina Göres, während sie einem Patienten beim Aufstehen hilft. Danach dokumentiert sie auch diesen Schritt. Denn das Dokumentieren gehöre zu ihren Aufgaben stets dazu. Gesundheits- und Krankenpflegerin Katharina Göresarbeitet im Dietrich- Bonhoeffer Klinikum Neubrandenburg. © DBK/Brauns Es ist schon 17:30 Uhr und Abendbrotzeit. „Ich bereite das Essen vor und reiche es gegebenenfalls auch“, sagt Katharina Göres. Nach der Mahlzeit steht die Körperpflege auf dem Programm. „Eine gründliche Mundpflege ist gerade bei Beatmungspatienten sehr wichtig“, weiß die Gesundheitspflegerin zu berichten. Bis allePatienten vondem Team versorgt sind, ist es 20 Uhr, und für die meisten beginnt die Nachtruhe. „Ich liebe meinen Job“, betont Katharina Göres. „Er ist sehr abwechslungsreich. Man braucht schon Empathie und Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Patienten, ein grundlegendes Interesse an dem, was man macht. Und man sollte keine Berührungsängste haben“, sagt die Neustrelitzerin, während sie einen prüfenden Blickauf denMonitor wirft. Kurz vor22Uhr bereitet Katharina Göresdie Übergabevor und wechselt dafür noch die Spritzen und Pumpen. Dann geht sie in denFeierabend. Dietrich-Bonhoeffer- Klinikum Neubrandenburg, Salvador-Allende-Str.30 Telefon: 0395 7750 Internet: www.dbknb.de

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