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Ratgeber Traumjob

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SEITE 6 FREITAG, 19.

SEITE 6 FREITAG, 19. JUNI 2020 Erschwerte Bedingungen: So meistern Sie die Jobsuche in Corona-Zeiten Von Sabine Meuter Ein Arbeitnehmermarkt mit guten Chancen auf Anstellung: Bis vor Kurzem war die Situation für Bewerber relativ positiv. Mit Corona hat sich das schnell geändert. Was heißt das für die Jobsuche? Überlingen. Die Corona-Pandemie hat nicht zuletzt den Arbeitsmarkt getroffen. Und zwar mit voller Wucht. Es gibt Beschäftigte, die in dieser Zeit mit ihrem ohnehin oftmals schwierigen Alltag ihren Job verloren haben. Andere dachten vor der Krise über einen Arbeitsplatzwechsel nach und sind sich nun nicht sicher, ob sie ihre Pläne weiter verfolgen sollen. Und dann gibt es jene jungen Frauen und Männer, die am Beginn ihres Berufslebens stehen und wegen Covid-19 nun erschwerte Startbedingungen haben. Diese drei Gruppen treibt eine Frage um: Was ist jetzt bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber wichtig? Der bisherige Job ist weg – und nun? „Bloß nicht panisch werden“, empfiehlt Jutta Boenig, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung DGfK. Denn so bitter der Arbeitsplatzverlust auch ist, irgendwann würden sich auch wieder neue Perspektiven auftun. Bewerber sollten Geduld haben und sich überlegen, was konkret sie einem Unternehmen an Fähigkeiten anbieten können, wenn es wieder aufwärtsgeht. Dazu gehört auch die Überlegung, ob es auch alternative Branchen gibt, wo man hin will. 50 000 Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland sind laut Handelsverband wegen der Corona-Krise von Insolvenz bedroht. „Etwa in der Medizintechnik, in der Pharmaindustrie und in der Logistikbranche werden derzeit händeringend Leute gesucht“, so Boenig. Da die Unternehmen auf noch bestehende Kontakt- Beschränkungen reagieren, läuft die Bewerbung womöglich nicht wie üblich. Ihre klassischen Rekrutierungsprozesse haben viele Unternehmen angesichts von Corona erst einmal auf Eis gelegt. „Statt der traditionellen Vorstellungsgespräche mit Händeschütteln und unmittelbarem Kontakt sind jetzt Video-Interviews mehr und mehr angesagt“, sagt Sophia von Rundstedt von der gleichnamigen Outplacement- und Karriereberatung. Für Bewerber bedeutet das, zu prüfen, ob sie die technischen Voraussetzungen für solche Video-Interviews haben und sich Gedanken darüber zu machen, wie sie sich geschickt platzieren. Wer vor der Krise über einen Arbeitsplatzwechsel nachgedacht hat, steht jetzt in der Krise vor der Frage, ob das aktuell tatsächlich so empfehlenswert ist. Boenig rät derzeit von einem Wechsel ab. „Besser ist es, erst einmal die Füße stillzuhalten und darüber nachzudenken, was man selbst am bisherigen Arbeitsplatz positiv verändern kann, damit man sich dort wohlfühlt.“ Wechselwillige Arbeitnehmer müssen aber auch im Blick behalten, wie es in Bewerbungen laufen jetzt verstärkt als Videogespräch ab. der Krise ihrem derzeitigen Arbeitgeber wirtschaftlich geht, so von Rundstedt. Sollte sich hier ein Arbeitsplatzabbau abzeichnen, macht es durchaus Sinn, sich weiter nach einem neuen Job umzusehen. Dabei gilt es weiterhin, auf persönliche Netzwerke zu setzen. „Auf Veranstaltungen gehen und dort andere treffen, die einen heißen Tipp für einen tollen Job haben, geht ja momentan nicht recht“, so von Rundstedt. Stattdessen können Arbeitnehmer ihre Kontakte pflegen und andere anrufen oder anmailen. „Dabei nicht jammern, sondern sich erkundigen, wie es dem anderen geht und wo eventuell Unterstützung gefragt ist“, erklärt von Rundstedt. Nicht hinsetzen und jammern – diese Devise gilt jetzt auch für Berufsanfänger. Auch sie müssen einen längeren Atem haben und damit rechnen, dass es dauern Foto: Christin Klose kann, bis sie eine Zusage zu einem Ausbildungs- oder ersten Arbeitsplatz haben. „Junge, talentierte Leute werden gesucht und auf kurz oder lang auch eingestellt“, sagt auch von Rundstedt. Sie rät Berufseinsteigern, sich umzugucken und sich genau zu informieren. Und vielleicht auch einmal inoffiziell mit Leuten zu sprechen, die bei einem Unternehmen arbeiten, für das man selbst tätig werden will. Anzeigen Pflege ist vielfältig! Für welches Fachgebiet schlägt Ihr Herz? © RIDO –FOTOLIA.COM Wir bieten Ihnen als examinierte Pflegefachkräfte (m/w/d) Wirsuchen ab sofort in Demmin, Stralsund, Neubrandenburg, Waren, Malchow, Templin, Neustrelitz, Torgelow, Prenzlau und Friedland ZUSTELLER (m/w) für unsereTageszeitung, Wochenblättersowie Briefe und Pakete. einen sicheren Arbeitsplatz in der Somatik, Psychiatrie, Intensivmedizin oder Pädiatrischen Intensivmedizin/ Neonatologie mit attraktiver Vergütung nach AVR DWM-V und diversen Sozialleistungen. Finden Sie Ihren Platz in einem von „Deutschlands besten Krankenhäusern“! Freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeit in einem multiprofessionellen Team in Quereinsteiger willkommen Fahrzeug wirdgestellt 30 bis40Stunden/Woche Attraktives Bonussystem Sicherer Arbeitsplatz •Vollzeit, Teilzeit oder als Werkstudent, •imSchichtdienst oder als Dauernachtwache. 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FREITAG, 19. JUNI 2020 SEITE 7 Traum-Karriere als Model Von der Schulbank in Bad Salzuflen auf den Prada-Laufsteg in Mailand. Spektakulärer kann eine Karriere nicht beginnen. Bei Berit Heitmann ist es so gelaufen. Sie hat ihren Traumjob in der Modewelt gefunden. Berit Heitmann im Herbst 2019 für Prada auf dem Laufsteg Fotos (2): Luca Bruno Von Axel Botur Model Berit Heitmann ganz privat Foto: privat Mailand. Mailand, Fashion Week, die Show von Prada. Im Saal die geballte Wichtigkeit der Branche. Und auf dem Laufsteg, neben all den bekannten Gesichtern, sie: Berit Heitmann. Weltweit in der Werbekampagne des Labels zu sehen, hat die 18-Jährige aus Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen jetzt auch hier ihren großen Auftritt. Es ist ihr erster Modeljob überhaupt. Und dann gleich die Königsklasse. Knapp 20 Stunden vor der Show. Die Bedeutung dieses Moments sieht man Berit Heitmann nicht an. Nervös? „Nein, nur voller Vorfreude. Es wäre auch kontraproduktiv, wenn ich mich jetzt verrückt mache“, sagt sie erstaunlich abgeklärt in der Bar ihres Hotels nahe des Prada-Hauptquartiers. „Umso nervöser bin ich“, lacht ihr Agent Chris Riechmann, der bei diesem Gespräch neben ihr sitzt. Er hat sie entdeckt, vor zwei Jahren bei einem Model-Casting, das seine Agentur Spin Model Management in einem Möbelhaus in Bielefeld veranstaltet hat. Berit Heitmann war da gerade 15, ihre Mutter hatte die Annonce in einer Zeitung gelesen. Sie wusste von dem Traum ihrer Tochter. Wie so viele junge Mädchen wurde Berit Heitmann von der TV-Show „Germany’s next Topmodel“ inspiriert. „Da habe ich zum ersten Mal gesehen, dass Model ein richtiger Beruf ist“. Die ersten Posen übte sie vor dem heimischen Spiegel. Den Wettbewerb gewann sie souverän, bekam einen Modelvertrag und es passierte erst einmal: nicht viel. Testaufnahmen, um ihre Bewerbungsmappe zu füllen. Vor allem aber: sich zeigen. Eine solche Casting-Runde absolvierte sie dann auch in Paris. Gesucht wurden Models für verschiedene Projekte, alles noch sehr vage. Dann Anfang April die Nachricht: Sie ist in der engeren Auswahl für die Prada-Kampagne. Den Termin bitte frei halten. Zwei Tage vor der Produktion: Sie hat den Job! Er fiel genau in die Phase vor ihrem Abitur. Ich mache mir keine Illusionen. Model, das ist harte Arbeit. Man braucht auch sehr viel Glück. Berit Heitmann, deutsches Model „Zum Glück passte das terminlich. Die Aufnahmen fanden kurz vor meiner Matheklausur statt“, erinnert sie sich. Sie hatte sogar ihre Bücher mitgenommen, aber dann doch keine Zeit hineinzuschauen und bestand die Prüfung mit 14 von 15 möglichen Punkten! Und das Abitur mit der Note 1,2. Den Wunsch Medizin oder Biochemie zu studieren, hat sie nun erst einmal zurückgestellt. Miuccia Prada holt immer wieder neue Gesichter in die Kampagne, in der aktuellen rund ein Dutzend. Für viele war es der Startschuss zu einer großen Karriere. Berit Heitmann ist auf einem der Anzeigenmotive zu sehen. Mit einer weißen Tasche, liegend zwischen Blumen. Ihr Markenzeichen sind die Sommersprossen und die markanten Augenbrauen. Solche Merkmale helfen, damit sich ein Gesicht einprägt. Im Gespräch sucht Berit Heitmann immer wieder den Blickkontakt mit ihrem Agenten. Das Medieninteresse ist noch neu für sie. Und dennoch wirkt sie schon sehr erwachsen, selbstreflektiert. „Ich mache mir keine Illusionen. Model, das ist harte Arbeit. Man braucht auch sehr viel Glück“, weiß sie. Und Heidi Klums Modelshow mag eine Inspiration gewesen sein, mitgemacht hätte sie nie: „Ich würde mich nicht vor laufender Kamera derart verreißen lassen“, spielt sie auf den Umgang mit den Kandidatinnen an. Dann die Prada-Show. Berit Heitmann trägt die Strick- Kombination im Mustermix souverän über den Laufsteg. Nach wenigen Sekunden ist alles vorbei. Jedes Mädchen führt hier nur einen Look vor. „Kurz vor der Show kam dann doch das große Herzklopfen“, sagt sie draußen vor dem Backstage-Bereich. „Als ich Miuccia Prada sah, wie sie einen letzten prüfenden Blick auf alles warf, wusste ich: Jetzt wird es ernst.“ In Mailand lief sie exklusiv für Prada. Das war Teil des Deals. Danach flog sie nach Paris – zur nächsten Modenschau. Der deutsche Animator Jacob Frey Foto: Ricky Middlesworth/Disney Er lässt die Eiskönigin tanzen Von Barbara Munker Die Begeisterung für Trickfilme brachte einem jungen Deutschen einen Traumjob bei Disney. Burbank. Jacob Frey hat mit Schuld daran, dass Eiskönigin Elsa mit dem mystischen Wassergeist Nokk, einer Pferdefigur, durch ein aufgewühltes Meer wirbelt. Es ist eine von vielen Szenen in „Die Eiskönigin 2“, die von dem deutschen Animator mitgestaltet wurden. „Ich habe total Spaß an physikalischen Sachen, wenn Leute rumgeschleudert werden oder rennen und springen“, erzählt Frey in den Walt Disney Animation Studios im kalifornischen Burbank. Und er räumt augenzwinkernd ein: „Jeder Shot, den ich animiere, ist eine Herausforderung, und ich habe erst mal Panik.“ Seit 2014 arbeitet der 35-Jährige als Charakter-Animator bei dem legendären Studio. „Ich bin quasi ein virtueller Schauspieler, der die Charaktere darstellt. Die Regisseure schildern mir die Szene und was die Figuren fühlen, und ich muss das dann umsetzen.“ Dazu macht er Entwürfe am Computer. Nemo weckte die Neugier auf Zeichentrick Für diesen „Traumjob“ müsse man sehr viel Geduld mitbringen, erzählt Frey. „Wenige Sekunden Film dauern Wochen“, sagt er über die aufwendige Herstellung von Animationsfilmen. Hunderte Mitarbeiter modellieren zahlreiche Details, setzen Licht, simulieren Texturen und schaffen Effekte. Bei seinem letzten Film „Chaos im Netz“ habe er sechs Monate daran gesessen, drei Minuten zu animieren. Frey kommt aus Hilden bei Düsseldorf. Der Disney-Klassiker „Aladdin“ (1992) habe ihn als Junge beeindruckt, „Findet Nemo“ (2003) weckte später seine Neugier: „Wie stellt man so was her?“ Er studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg, sein Abschlussfilm „The Present“ wurde mit Preisen überhäuft. Einem Disney-Praktikum folgte der Vollzeitjob, mit „Zoomania“ (2016) gab er dort sein Debüt. Die meiste Zeit verbringt der Deutsche am Computer, doch die Tradition der Disney-Zeichentrickfilme sei noch zu spüren. „Allein wenn man hier durch die Gänge geht, sieht man überall Zeichnungen von den Klassikern“, schwärmt Frey. „Es gibt noch so viele Legenden hier, die ich um Rat fragen kann und die unheimlich hilfsbereit sind.“ Und wenn er seine Werke im Kino sieht? „Na klar, dann bin ich total stolz darauf“, erklärt er.

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