Aufrufe
vor 1 Jahr

Ratgeber Traumjob

  • Text
  • Beruf
  • Ausbildung
  • Arbeitgeber
  • Arbeit
  • Neubrandenburg
  • Studium
  • Unternehmen
  • Juni
  • Mitarbeiter
  • Bewerbung
Unsere Sonderausgabe Ratgeber Traumjob bietet interessanten Lese- und Informationsstoff für alle, die sich beruflich weiterbilden, verändern möchten oder einfach nur jene, die sich für den aktuellen Arbeitsmarkt interessieren.

SEITE 20 FREITAG, 29.

SEITE 20 FREITAG, 29. JUNI 2018 Warum indie ferne schWeifen „willkommen in meiner heimat“ nach dem abitur konnte das leben für christine netzel nicht weit genug weg von waren stattfinden. das heimweh nach wasser holte sie von münchen aber wieder zurück in den norden. doch dann lockten düsseldorfundsogarlondon.Jetztistsie angekommen. dort, woallesangefangenhat. foto: ingmar nehls VonIngmar Nehls waren. Die Welt der Hotels zog sie schon als Kind magisch an. Wenn ihre Familie Blumen auslieferte, blickte Christine Netzel neugierig hinter die Kulissen der eindrucksvollen Häuser. Die schmucken Lobbys, die Gerüche und Geräusche in der Küche, die unterschiedlichen Gäste. Das alles hat die Warenerin aufgesogen und nach dem Abitur am Warener Richard-Wossidlo- Gymnasium stand für sie fest, dass ihr Wegsie in diese Welt führen sollte. Christine Netzel ist in einer Familie aufgewachsen, die seit über 100 Jahren eine Gärtnerei in Waren betreibt. Nicht nur Mitglied einer Familie, sondern auch Teil eines Familienunternehmens zu sein, hat die junge Frau für ihr Leben geprägt. „Wir waren immer irgendwie eingespannt. Ich habe früh gelernt, wie schön es Großbritannien ist, etwas zu schaffen und dass es Freude bereitet, für andere etwas zu tun“, sagt die 31-Jährige. Gemeinsam für den Erfolg zu arbeiten und gemeinsam Erfolge zu feiern, das hat sie als Einstellung auf ihren beruflichen Weg mitgenommen. Der führte sie 2006 nach dem Abi zunächst weit weg in den Süden. „Hier in der Region kennen viele Leute meine Familie. München ist eine tolle Stadt, und ich wollte was alleine schaffen“, sagt Christine Netzel. Und so ging es in die bayrische Landeshauptstadt zu der Gruppe Geisel Privathotels, die damals vier Hotels hatte. Das Heimweh nach Wasser holte sie nach der Ausbildung zur Hotelfachfrau aber wieder an die Küste zurück. Christine Netzel fing bei der Weißen Wiek in Boltenhagen an, wo sie eineinhalb Jahre blieb, bevor sie zum Timmendorfer Strand weiterzog. Der Liebe wegen ging sie von dort nach Düsseldorf. Immerhin gibt es dort den Rhein. studium und ein schritt durchs torzur welt „Eine harte Zeit. Ich habe nebenbei noch BWL studiert und einen Bachelor in Business-Administration gemacht“, erzählt sie stolz. Auch wenn die Stadt nicht das Herz der Warenerin eroberte, öffnete Düsseldorf ihr aber das Tor zur Welt, denn Christine Netzel arbeitete dort bei der Luxus-Hotelkette InterContinental. Nach fünf Jahren in Düsseldorf ergab sich die Chance, nach London zu wechseln. 6 2016 London 5 2011 Düsseldorf NK-GRAFIK: I. Riebau 2010 Timmendorfer Strand 4 „In der Branche ist es nicht unüblich, viel zu wechseln. In London war bei mir aber dann der Punkt erreicht, wo ich mich nach Ruhe gesehnt habe und nach Hause kommen wollte“, sagt die Müritzerin, und so packte sie ihre Koffer,nahm den neuen Lebensgefährten mit, den sie in Düsseldorf kennengelernt hatte, und kehrte heim. Mit ihrem Verlobten arbeitet sie nun Seite an Seite im Schlosshotel Fleesensee in Göhren-Lebbin. Sie ist Guest-Relation-Managerin und kümmert sich um die Betreuung der Gäste. Er ist Front-Office-Manager und leitet das Team der Rezeption. „Wir sind Partner privat und auf Arbeit. Das funktioniert sehr gut, weil wir uns zu 100 Prozent aufeinander verlassen können“, sagt Christine Netzel. 3 2009 Boltenhagen 1 2006 7 Waren(Abi) 2017 Schloss Fleesensee 2006 München die stationen: vonwaren über münchen, Boltenhagen, timmendorfer strand, düsseldorf und london zurück in die müritz-region 2 Sie ist angekommen und teilt die Liebe zu ihrer Heimat mit den Gästen. „Was gibt es Schöneres, als wenn man zu einem Gast sagen kann: Herzlich willkommen in meiner Heimat“, sagt die Mecklenburgerin. Wenn Gäste Ausflugstipps brauchen, ist sie zur Stelle, verrät den Urlaubern die schönsten Ecken und macht Wünsche wahr. Ab und zu ist sie auch als Amor im Einsatz, wenn hilflose Männer Tipps für einen romantischen Heiratsantrag während des Urlaubs brauchen. Dann werden lauschige Ecken vorgeschlagen, und es wird auch mal ein Picknickkorb mit Champagner gepackt. ein dankeschön als bestätigung Christine Netzel macht bei ihrer Arbeit keine Unterschiede, ob ein Gast einen berühmten Namen hat oder nicht. Um alle wird sich mit der gleichen Aufmerksamkeit gekümmert. „Ein von Herzen kommendes Danke ist doch eine tolle Bestätigung“, sagt sie. Dafür nimmt sie auch in Kauf, an Wochenenden und Feiertagen zu arbeiten, wie es die Branche abverlangt. „Ich kenne das nicht anders und das stört mich auch nicht. Hier in der Region ist es zu jeder Tageszeit und an jedem Tag schön. Da spielt der Wochentag keine Rolle“, sagt Christine Netzel. Vonihren Mitschülern seien mittlerweile einige wieder an der Müritz oder in den umliegenden Großstädten. „Viele kommen dann an den Wochenenden her. Esleben auch Leute hier, von denen ich das nicht erwartet hätte. Insgesamt sind die Menschen schon stark verwurzelt mit der Region und halten nach beruflichen Möglichkeiten Ausschau, um zurückzukehren“, sagt sie. Christine Netzel möchte bleiben. Wenn sie nach der Arbeit ins Auto steigt und nach Waren fährt, dann kommt sie nach Hause. Kontaktzum Autor i.nehls@nordkurier.de das schlosshotel imferienobjekt land fleesensee in göhren-lebbin Trendzur Rückkehr in deutschland kehrt jeder fünfte abgewanderte in seinen heimatkreis zurück. das geht aus daten des instituts für arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor, die das leibniz-institut für länderkunde aufbereitet hat. spitzenreiter bei der rückwanderung sind demnach das westthüringische eichsfeld sowie die kreise Passau und straubing-Bogen in Bayern. die meisten rückkehrer seien männer. zudem zeigt sich laut institut, dass inviele ostdeutsche kreise mehr akademiker als Beschäftigte ohne Berufsabschluss zurückziehen. foto: B.wüstneck

FREITAG, 29. JUNI 2018 SEITE 21 aus afrika auf uckermärkische Äcker Von Claudia Marsal vorüber drei Jahren hat eine schicksalhafte Begegnung das leben von maxino solow tata in völlig neue Bahnen gelenkt. wer weiß, was sonst aus dem jungen flüchtling geworden wäre. bandelow. Unternehmer Pieter Wolters eilt ein Ruf voraus. Der Inhaber des Bandelower Milchviehbetriebes gilt als Mann mit festen moralischen Prinzipien. Sein gesellschaftliches Engagement ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Der gebürtige Holländer engagiert sich nicht nur im Dorfleben und bei der Evangelischen Stadtmission. Nein, auch das Wohl seiner Mitarbeiter liegt ihm sehr am Herzen, allem voran die Förderung der jungen Kollegen. Keine Frage, er ist ein Musterbeispiel für einen Firmenchef mit Visionen. Davon profitiert hat in den vergangenen drei Jahren vor allem Maxino Solow Tata. Als der junge Afrikaner als Flüchtling nach Deutschland kam, hatte er wie die meisten Asylbewerber nur vage Vorstellungen von der Zukunft. Sein eigenes Geld verdienen, ja, das schwebte ihm schon vor. Sein Vater war in Kamerun schließlich Ladenbesitzer gewesen. Aber wie das zu bewerkstelligen sein sollte, blieb ihm lange ein Buch mit sieben Siegeln. Artig belegte der heute 27-Jährige zunächst einen Sprachkurs. Und noch ehe dieser zu Ende war,schaltete sich das Schicksal ein. Am Rande einer Deutsch- Lektion traf der Migrant auf Pieter Wolters. Der war von dem jungen Afrikaner sofort angetan. Vor allem dessen offene Art, auf Menschen zuzugehen, imponierte dem Unternehmer sehr. AmEnde einer sehr angeregten Unterhaltung mit ihm schob der Milchbauer Maxino Solow Tata seine Visitenkarten rüber. Mit dem Rat, unbedingt erst den Kurs zu Ende zu bringen und sich dann bei ihm zumelden. Ich wäredumm gewesen, wenn ich diese Chancenicht genutzt hätte. Maxino SolowTata aus Kamerun Genau das beherzigte der Mann ausKamerun. Mit dem Sprachdiplom in der Tasche nahm Maxino Solow Tata allen Mut zusammen und sprach bei seinem späteren Förderer vor. Die beiden wurden schnell handelseinig. Obwohl der Asylbewerber bis dahin noch keine Berührungspunkte zur Landwirtschaft gehabt hatte, sagte er ja auf die Frage, ob er sich eine Lehre als Bauer vorstellen könnte. Worauf er sich einließ, ahnte er da vermutlich nicht mal ansatzweise. Doch viel Zeit zum Nachdenken blieb dann auch nicht. Denn danach verging die Zeit wie im Fluge. Der frischgebackene Azubi aus Bandelow schrieb sich am Oberstufenzentrum Uckermark als Auszubildender ein und begann, landwirtschaftliche Begriffe zu pauken. Nach dem ersten Tag Theorie hätte er fast wieder hingeschmissen, „weil ick irgendwie nur Bahnhof verstand“. Aber dank der engagierten Lehrer und Mitschüler nahm er diese Hürde recht schnell. Das praktische Handwerkszeug gaben ihm die Kollegen in seinem Ausbildungsbetrieb mit. Waseine Kuhfrisst und wie gemolken wird, wie ein Traktor funktioniert und welche Getreideart welchen Boden braucht –all das hatte Maxino Solow Tata vorher nie gehört. Hier sah er es live. Monat für Monat lernte er mehr darüber. Und heute kann er sich nichts Schöneres vorstellen, als die Arbeit im Stallund auf dem Feld. Trotzdem hatte der Asylbewerber verständlicherweise riesigen Bammel vor maxino solow tata hätte nie gedacht, dass ermal einen riesigen traktor fahren darf. der Abschlussprüfung am Ende der dreijährigen Ausbildung. Sowohl in seiner Klasse als auch in seinem Betrieb drückten dem sympathischen Afrikaner alle fest die Daumen. Und es half. Seit dem Frühjahr hat er den Gesellenbrief in der Tasche. Tags darauf war auch der neue Arbeitsvertrag unterzeichnet. Pieter Wolters hatte schließlich versprochen, dass die Festanstellung als Lohn für seine Mühen winkt. Gefragt, was seine Antriebsfeder in dieser schweren Zeit war,sagt der frischgebackene Landwirt: „Ich wollte Familie Wolters, meine Kollegen und das Schulteam nicht enttäuschen. Sie haben mir so viel ermöglicht. Ich wäre dumm gewesen, wenn ich diese Chance nicht genutzt hätte. Und ich hätte mich geschämt, wenn ich sie enttäuscht hätte.“ Aber darüber muss er sich jetzt keine Gedanken mehr machen. Es lief noch besser als gedacht. Darüber wird sich vor allem seine kleine Familie freuen, zu der seit sieben Monaten ein süßes Töchterchen gehört. Nicht mehr lange, und die Kleine wird auf seinem Schoß im Trecker sitzen. An diesem Punkt dürfte der mutige junge Mann dann restlos zufrieden sein. Kontaktzur Autorin c.marsal@nordkurier.de foto: c.marsal anzeige © Konstantin Yuganov - Fotolia Sie sind der ÜBERFLIEGER? Dann finden Sie hier Ihren neuen Job. team baucenter Waren (Müritz) 10 Jahre und noch kein bisschen müde! Seit10Jahrenarbeiten wirandem Ort, wo andere Urlaubmachen undbegleiten unsere Patienten auf demWeg der Genesung. Pflegen heißt füruns,die Beziehung zu unseren Patienten empathisch gestalten und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Die Fachklinik Feldberg bietet uns viele Möglichkeiten. Gemeinsam mit unseren ärztlichen und therapeutischen Kollegen versorgen wir unsere Patienteninangenehmer Arbeitsatmosphäre. Jeden Tagkönnen wir erleben wie unsere Patienten nach einer Erkrankung zurück in den Alltag finden und durch unsere Hilfe neue Kraft und Mut schöpfen. Wir werden bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch eine verlässliche Dienstplangestaltung und verschiedene Arbeitszeitmodelle von unserem Arbeitgeber unterstützt. Zusammen mit unseren Kollegen geben wir neuen Teammitgliedern Rückhalt beim Einstieg indie Tätigkeit und ermöglichen auch Berufsrückkehrern eine strukturierteEinarbeitung. Die Fachklinik Feldberg GmbH ermöglicht uns dieTeilnahme an internen undexternen Weiterbildungen und beteiligt sich auch an der Finanzierung. Jährlich stehen jedem Mitarbeiter 5Weiterbildungstage dafür zur Verfügung, welche je nach persönlichen In- ZENTRUM FÜR NEUROLOGIE, KARDIOLOGIE ORTHOPÄDIE, PSYCHOSOMATIK UND MEDICAL-WELLNESS Fachklinik Feldberg GmbH Buchenallee 1|17258 Feldberger Seenlandschaft karriere@klinik-am-haussee.de teressen für verschiedene Kurse zu Pflegethemen genutzt werden können. Nicht nur die Gesundheitder Patientenliegtder Klinik am Herzen. Auch die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist für uns ein hohes Gut. Wir können die zahlreichen Sportangebote inklusive Schwimmbad und Sauna im Haus nutzen. Sie sind Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w) bzw. Altenpfleger (m/w) mit Herz und Seele undwissen ein gesundes Arbeitsklima zuschätzen? Haben Sie Freude daran, Ideen und Vorstellungen einzubringen und zeichnen sich durch Ihren professionellen Umgang mit Patienten, Angehörigen und Kollegen aus? Dann freuen wiruns auf Ihre Bewerbung. Alleine ist man einzigartig Gemeinsam sind wir stark! Kommen Sie in unser Pflegeteam www.klinik-am-haussee.de/ karriere.html Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir: ■ Baustoffverkäufer für den Hochbau (m/w) ■ Kranwagenfahrer (m/w) ■ Lagerist (m/w) Die detaillierten Stellenbeschreibungen finden Sie unter www.team.de. team baucenter GmbH &Co. KG z.H. Herrn Burkhard Senkpiehl Friedr.-Wilh.-Raiffeisen-Str. 3 17192 Waren burkhard.senkpiehl@team.de Wir machen‘s möglich! www.team.de Hotel Restaurant Cafe´ Standesamt Seeterrasse Unser junges, dynamisches Küchenteamsucht Verstärkung -Sous Chef/in -Koch/Köchin Wir freuen uns auf kreativeFood-Liebhaber. SEESCHLOSSSCHORSSOW Am Haussee 3, 17166 Schorssow Telefon: 039933/79-0, eMail: direktion@schloss-schorssow.de, web: www.schloss-schorssow.de Hotel-Verwaltungs-GmbH PKHT,Troisdorf Keine Zeit für die Pflege und Sie sind mit Leib und Seele Gesundheits- und Krankenpfleger oder Altenpfleger (w/m)? Dann kommen Sie zu uns. Erleben Sie bei uns ein anderes Arbeiten! Unsere Stellenausschreibung finden Sie unter: www.fachpflege-neustrelitz.de Deutsches Rotes Kreuz Ihre Bewerbung richten Sie bitte an: DRK-Fachpflegeeinrichtung MST, Penzliner Straße 54, 17235 Neustrelitz oder als PDF an: fachpflege@drkmst.de

Stadtmagazin

Stadtmagazin Juli
Stadtmagazin Juni
Stadtmagazin Mai
Stadtmagazin April
Stadtmagazin März
Stadtmagazin Februar
Stadtmagazin Januar

Nordkurier Ratgeber

Ratgeber Traumjob
Ratgeber Traumjob
Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"
Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"
Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"
Ratgeber Garten Ausgabe MSP

Kompakt

Kompakt Juli/August
Kompakt Juni
Kompakt Mai
Kompakt April
Kompakt März
Kompakt Februar
Kompakt Dezember/Januar
Kompakt Dezember/Januar
Kompakt November
Kompakt Oktober_2016
Kompak September 2016
Kompakt Juli/August 2016
Kompakt Juni_2016
Kompakt Mai 2016

Weitere Magazine

RadTour