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Ratgeber Mitten im Leben

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SEITE 18 FREITAG, 30.

SEITE 18 FREITAG, 30. NOVEMBER 2018 85 % der Haushalte in Deutschland hatten Anfang 2018 mindestens einen Flachbildfernseher. 2013 waren es 67 %.* Zahlen und Fakten 69,5 Millionen Fahrräder befanden sich 2017 bundesweit in privater Hand. Der Anteil der E-Bikes steigt: Zuletzt setzten 6,1 Prozent der Haushalte auf Motorhilfe.* Mit 69 und 84 Menschen pro Quadratkilometer sind MV und Brandenburg die dünnstbesiedelten Bundesländer.* © FOTO: Julian STRATENSchulte Mit 555 Pkw pro 1000 Einwohner hatte der Motorsierungsgrad im Jahr 2016 einen neuen Höchststand errreicht.* 51 % der Bevölkerung in Deutschland waren bei der letzten Zählung Ende 2016 weiblich.* 2060 sind 31 Prozent der Deutschen über 65.* 140 Fahrten mit Bus und Bahn wurden 2017 im Schnitt pro Nase gezählt.* * Statistisches Bundesamt ** Meinungsforschungsinstitut Ipsos in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Zukunftsforscher Horst Opaschowski *** Barmer Krankenkasse **** Weltweiter Glücksreport ***** Techniker Krankenkasse 7,05 beträgt der Glückswert der Menschen in Deutschland anno 2018. Die Skala reicht von 0 bis 10.**** 13,5 % der Männer in MV gingen 2016 zur Früherkennung von Prostatakrebs — Rekord im Ländervergleich.*** 636,7 Millionen Euro haben deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr für Nudel-Importe ausgegeben. Dafür wurden 524 000 Tonnen Teigwaren eingeführt, 70 Prozent kamen aus Italien. Im gleichen Zeitraum hat Deutschland 122 000 Tonnen Nudeln exportiert.* 43,5 % der Frauen in MV haben 2016 Angebote zur Krebsfrüherkennung genutzt, bundesweit waren es 40%.*** 12 % der Familien in Deutschland hatten laut Mikrozensus 2016 drei und mehr Kinder.* 74 % der Menschen in Deutschland halten Ehrlichkeit und 62 Prozent Respekt für die wichtigsten Ziele in der Erziehung von Kindern.* 6,7 Millionen Menschen bundesweit leiden an Diabetes. Weitere gut 2 Millionen ahnen nichts von der Erkrankung.***** 3,3 Millimeter misst der kleinste Kochen im menschlichen Körper — der Steigbügel im Innenohr. Ab 91 Jahren gelten Senioren laut WHO als höchstbetagt. Anzeige REZEPTE NR. 31 HEIMAT AUFDEM TELLER Betreutes Wohnen Daheim sein, daheim bleiben Betreutes Wohnen mit 24-Stunden-Service NUR 2, 95 EURO © DUBIG-PHOTO - FOTOLIA.COM HIER ERHÄLTLICH: am Kiosk | im Medienhaus in Neubrandenburg in den schwarz-gelben -Märkten Tel. 0800 4575-000 (Anruf kostenfrei) oder www.nordkurier.de/rezepte Nähere Informationen unter: Böser &Briehn Pflege GmbH Große Grüne Str. 12|17192 Waren (Müritz) Tel. 03991 –6749420 info@boeser-briehn.de Infos auch unter: www.boeser-briehn.de

FREITAG, 30. NOVEMBER 2018 SEITE 19 Leserporträt WasKinder brauchen ... Mitten im Leben ein zweiter Geburtstag Gut 30 Jahre lang hing Wolfgang Reggentin aus Waren an der Flasche. Beim Blauen Kreuz fand er Hilfe und die Kraft, die Fessel der Sucht abzuwerfen. Heute steht er Menschen bei, die dem Alkohol ebenfalls entkommen wollen. Waren. Serrahn bei Rostock. Frühjahr 1994. Ein Mann wirft die Fesseln ab und feiert fortan einen zweiten Geburtstag. Es war der Wendepunkt im Leben von Wolfgang Reggentin aus Waren, damals Ende 40 und alkoholabhängig. Heute ist er seit mehr als 25 Jahren trocken, ein Mann, der in sich ruht. Eine Bibel- Erholungsfreizeit an der Ostsee mitzumachen, wurde sein persönlicher Glücksfall. Zu verdanken hat es Wolfgang Reggentin dem „Blauen Kreuz“. Der Verband engagiert sich in der Suchthilfe, kümmert sich um suchtgefährdete und -kranke Menschen und deren Angehörige. Seit 1996 ist Reggentin selbst Mitglied im Verein und nimmt sich der Betroffenen an. In ihren Schicksalen erkennt der heute 71-Jährige oftmals Züge seiner selbst wieder. Vor allem mit jungen Suchtkranken hat er es zu tun. Mit solchen, bei denen — wie einst bei ihm — der Wille, der Sucht zu entfliehen, noch fehlt. Meist komme die Einsicht erst in den 40er oder 50er, stellt er fest. So wie bei ihm. Seinerzeit trinkt er seit gut 30 Jahren regelmäßig Alkohol, zwar nie während der Arbeit bei der Deutschen Bahn, aber nach Feierabend. Den Übergang vom Genuss zur Sucht habe er selbst gar nicht bemerkt, schildert er. Ein schleichender Prozess sei es gewesen. Anfangs sind es zwei Bier bei Familienfeiern oder Betriebsfesten, dann zehn nach Dienstschluss, schließlich 20 Flaschen, weil ihn private und berufliche Sorgen umtreiben oder schlechte Laune quält. Er versucht, seine Probleme zu ertränken. „Zu Spitzenzeiten habe ich einen drei viertel Liter Cognac in fünf Minuten getrunken.“ Wolfgang Reggentin ist nicht stolz darauf. Der Ausstieg im ersten Anlauf misslingt Anfangs fühlt er sich Minuten und Stunden weitgehend sorgenfrei. Doch die Sucht nimmt ihn mehr und mehr in den Klammergriff. Je abhängiger, umso erfinderischer wird er. Er versteckt Alkohol im Spülkasten der Toilette, erfindet Ausreden, um etwa Geburtstage früher zu verlassen, weil der Durst ruft. Immer häufiger lügt er. Bis es seiner Frau 1993 reicht. Sie ruft den Hausarzt zur Hilfe. Der steckt Reggentin ins Krankenhaus und verordnet eine Entgiftungskur. Zehn Tage dauert die Prozedur. Der Warener Von Susann Salzmann Vom Genuss zur Sucht ist es für manche Menschen nur ein kleiner Schritt. Foto: Ch. Klose zittert am ganzen Leib, hat Schüttelfrost. Den Absprung schafft er nicht. „Mir hat zu diesem Zeitpunkt die richtige Überzeugung noch gefehlt.“ Die Einsicht stellt sich erst ein Jahr später ein, als er die Chance hat, den Führerschein zu erwerben. Aufgrund einer Erblindung auf dem linken Auge war es ihm zu DDR-Zeiten nicht möglich, die entsprechende Praxisprüfung abzulegen. Das holt der ehemalige Eisenbahner 1994 nach. Wieder lügt er. Die Theorie hatte er nämlich bereits 1966 bestanden, die nunmehr freien Fahrschulstunden nutzt er zum Trinken. Dennoch erhält er am Wolfgang Reggentin hat seine Alkoholsucht besiegt — vor mittlerweile 25 Jahren. Seither engagiert er sich beim Blauen Kreuz, um anderen Betroffenen zu helfen. Foto: Susann Salzmann 14. März seinen Führerschein und verliert ihn am 3. Mai. Auf dem Alten Markt in Waren verursacht er beim Parken einen Blechschaden. Mit 2,3 Promille. Wolfgang Reggentin kann sich einen zynischen Kommentar nicht verkneifen: „Alkohol ist das beste Lösungsmittel, das es gibt.“ Seine Frau hat er verloren, und auch die Kinder haben sich von ihm abgewendet. Als er am Tag nach dem Führerscheinentzug zur Suchtberatung Waren geht, wird er ans Blaue Kreuz verwiesen und dort auf die Bibel- Erholungsfreizeit aufmerksam gemacht. Mal eine Woche lang die Gedanken zur Ruhe kommen lassen. „Ich wurde auf der Fahrt so gut behandelt; keiner hat mir Vorwürfe gemacht oder mich als ‚Suffkopf‘ abgetan.“ Er ist heute noch dankbar dafür. Am letzten Tag jener Woche Ostsee tritt er vor das Kreuz, beichtet seine Verfehlungen, bittet um Verzeihung und erfährt sie. Die Menschen und die moralische Unterstützung dieser Auszeit haben ihm Kraft verliehen. Den Entschluss, gleich danach eine vierwöchige Therapie zu absolvieren, trifft er selbstständig. Dankbarkeit motiviert zu ehrenamtlicher Arbeit In diesem Jahr konnte Wolfgang Reggentin auf seinen 25. Jahrestag als trockener Alkoholiker zurückblicken. Da er seit 5. Mai 1994 keinen Tropfen Alkohol mehr zu sich genommen hat, feiert er diesen Tag als zweiten Geburtstag. Er ist dankbar — auch dafür, dass er keine schwerwiegenden Leberschäden oder andere Erkrankungen durch den Suff davongetragen hat. Akribisch achtet er heute auf Lebensmittel, die Alkohol enthalten und ihn wieder auf dem Geschmack bringen könnten. Das heißt: kein Speisesenf, keine Weinsoße, keine Hustensäfte und auch keine alkoholhaltige, desinfizierende Mundschülung beim Zahnarzt. „Die Zunge ist ein Organ, das Alkohol spürt“, sagt er. Mit Hilfe des Blauen Kreuzes schaffte Wolfgang Reggentin die Rückkehr in ein normales Leben. Seine Dankbarkeit gibt er mit ehrenamtlichem Engagement zurück. Ende 1996 wurde er in den Warener Suchtberaterkreis aufgenommen, seit 1997 leitet er die Begegnungsstätte des Blauen Kreuzes und steht Menschen bei, die den Alkohol hinter sich lassen wollen. Kontakt zur Autorin s.salzmann@nordkurier.de ältere Menschen aber auch. Liebe Vertrauen Miteinander Zuverlässigkeit Respekt gesehen werden gehört werden unsere Anwesenheit Umarmungen Die Chance Fehler zu machen Die Chance etwas nochmal zu versuchen Ihr Alltag wird leichter mit uns. Sprechen Sie uns an! Geborgenheit Gesundheit Zeit Treue Ambulanter Pflegedienst Schwester Gudrun Küster 17291 Nordwestuckermark Arendsee ·Hauptstraße 24 · 039852 290 Fax 039852 49136 ·Mobil 0172 7711258

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