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SEITE 4 FREITAG, 22. FEBRUAR 2019 ballspiele sind für kindergeeignet. Fotos(2): ©robertkneschke -Fotolia.com bouldern ist nicht nur ein sport für erwachsene, auch kinder können sich an der kletterwand austoben. Foto: ©tmm.com -Fotolia.com spiele, die kurze sprints beinhalten, sind optimal für kinder. expertentipp sportarten für jedes alter haben sie sich schon einmal gefragt, welcher sport für sie der beste wäre? Diese Frage ist wichtig, denn in jedem alter hat der körper eigene ansprüche, aber auch seine Grenzen. Johanna horak hat bei der neubrandenburger sportmedizinerin renate Giese nachgefragt, welche sportarten sich speziell für kinder, Jugendliche, erwachsene oder senioren sehr gut eignen. kinder und Jugendliche Wussten Sie, das Wandern für Kinder gar nicht gut ist? Wenn Sie nach dem richtigen Sport für IhreSprösslinge suchen, sollten das „Sportarten mit schnellen Bewegungsabläufen und kurzen Pausen dazwischen sein“, erklärt die Neubrandenburger Sportmedizinerin Renate Giese. Der Grund dafür sei der bei Kindern hohe Anteil der schnell kontrahierenden Fasern. anzeige Grenzenlose Freiheit. Hören ohne Batterien. Aufgrund dieser biologischen Ausgangslage seien Ballspiele und Fangen perfekt für Kinder geeignet. Wandern hingegen sei für Mädchen und Jungen bis zum achten Lebensjahr eine „regelrechte Strafe“. „Es ist langandauernd und langsam. Es wird vor allem die Muskulatur beansprucht, die bei den Kindern noch nicht so stark ausgeprägt ist“, erklärt die Sportärztin. Eine weitere Empfehlung der Sportmedizinerin lautet: „Kinder und Jugendliche sollten ihre Muskulatur bis zur Pubertät nur mit dem eigenen Körpergewicht trainieren, sonst drohen Gelenkschäden.“ Das heißt, Liegestütze, Kniebeuge, Seilspringen und Co. –diese Übungen sind zusätzlich auch noch gut für die Motorik. Ab dem 14. Lebensjahr sei dann auch leichtes Hanteltraining möglich. Eine Trendsportart, die das Training mit dem eigenen Körpergewicht aufgreift, ist das „Bouldern“. Hierbei klettert man ungesichert an einer Wand in einer Halle – allerdings nur so hoch, dass man sicher wieder auf die Matten, die unter der Wand liegen, abspringen kann. Kinder ab circa acht Jahren könnten dieser Sportart nachgehen, so Giese. „Aber natürlich müssen die Kinder bereits ein bisschen Kraft haben, um ihr eigenes Körpergewicht auch halten zu können. Doch gerade für den Muskelaufbau ist diese Sportart sehr gut geeignet.“ 20- bis 39-Jährige Die Altersgruppe der 20- bis 39-Jährigen sei die „junge, gesunde Generation“, so Giese. „In der Regel liegen in diesem Alter keine Krankheiten vor, und je nach Fitnesszustand ist hier eigentlich jede Sportart möglich, weil die Koordination und die Leistungsfähigkeit nicht durch gesundheitliche Probleme eingeschränkt sind. “ Auf eine Sache gilt es aber auch für diese Altersgruppe zu achten, bevor es heißt: Sport frei!, und das ist die Trainingsherzfrequenz (THF). Sie solle beim Training zwischen 130 und 150 liegen, der Maximalwert sei 180, so Giese. Wer sich nicht daran hält und den Maximalwert überschreitet, riskiert Schwindel und Kreislaufbeschwerden. Die Herzfrequenz kann sehr gut mit einer entsprechenden Sportuhr am Handgelenk überprüft werden. Ein großer Sporttrend in dieser Altersgruppe ist zum Beispiel das sogenannte „Slacklining“. Hierbei spannt man ein relativ schmales, elastisches Band, die Slackline, zwischen zwei Gegenstände, zum Beispiel Bäume und balanciert darauf. Der Vorteil beim Slacklining ist, dass sich das Band nahezu überall ohne großen Aufwand befestigen lässt. Der Nachteil allerdings ist, dass es weder ein Ausdauersport ist, noch gezielt dem Muskelaufbau dient. „Es ist eher Geschicklichkeitstraining als Sport im eigentlichen Sinne“, erklärt Giese, „aber dennoch ist es gut, um Körperspannung, Gleichgewicht und Koordination zu trainieren.“ Für Kinder sei dieses Balancetraining auch geeignet, „aber nur wenn die Slackline nicht zu hoch hängt“, ergänzt die Ärztin. Sportwilligen ab 40 rät die sie eher vom Slacklining ab, denn das Runterspringen oder -fallen vom Band sei nicht gut für die Gelenke. Ein toller Sommersport ist laut Giese das sogenannte „Stand-Up-Paddling“. Dabei paddelt man sich, aufrecht Entdecken Sie das neueste wiederaufladbare HANSATON Hörsystem mit Lithium-Ionen-Akku-Technologie bei: Augenoptik-Hörgeräte-Schmuck KontaktlinsenMargitJenisch Inh. Friederike Brenzek GüstrowerStraße53/55,17213 Malchow Telefon: 039932/14121 www.augenoptik-jenisch.de Im Akustik-Fachgeschäft einlösbar bis 30.04.2019 COUPON für eine kostenlose Höranalyse + 2 Wochen das akkubetriebene Hörsystem AQ sound SHD probetragen. ein toller sommersport für junge leute ist das stand-up-paddling (steh-paddeln). trainiert werden hier besonders Gleichgewicht und körperspannung. Foto: © arochau -Fotolia.com auch das balancieren auf dem seil trainiert das Gleichgewicht. Foto: ©GraFvision -Fotolia.com

FREITAG, 22. FEBRUAR 2019 SEITE 5 ©iconshow -Fotolia.com auf einem Surfbrett stehend, mit einem Stechpaddel über ruhigere Gewässer. „Hierbei trainiert man sein Gleichgewicht, seine Körperspannung und ist auch ander frischen Luft“, sagt die Expertin. Ein bisschen Muskelarbeit ist zwar auch dabei, aber dieser Wassersport ist kein Herzkreislauftraining. Das Paddeln im Stehen sei auch für ältere Menschen geeignet, da man bei einem Sturz lediglich ins Wasser falle. Doch auch hier gibt es Einschränkungen: „Für Personen, die an Herz-Kreislauferkrankungen leiden, ist es nicht geeignet.“ Außerdem gibt sie zu bedenken, dass man in jedem Fall ein guter Schwimmer sein sollte. Werseinen Sport ein bisschen fordernder mag und bereits ein fortgeschrittenes Fitnesslevel erreicht hat, für den ist vielleicht „Bossaball“ das Richtige. Der Teamsport kombiniert Elemente aus Fußball, Volleyball, Turnenund Akrobatik. Das Spielfeld besteht aus einem großen Luftkissen, das wie beim Volleyball durch ein Netz in zwei Hälften geteilt wird. Mittig auf jeder Spielhälfte ist ein Trampolin eingelassen, dass den Spielern eine höhere Sprunghöhe ermöglicht. Ziel ist es, mit dem Ball den gegnerischen Boden zu berühren. „Beim Bossaball wird der ganze Körper trainiert: Koordination, Gleichgewicht, Muskelaufbau und Ausdauer“, sagt Renate Giese. „Allerdings besteht auch eine hohe Verletzungsgefahr,denn alles ist wackelig, und man kann schnell stürzen. Das ist auf jeden Fall kein Sport für Anfänger!“ 40- bis 59-Jährige Im Altervon 40 bis 59 Jahren müssen sich Sportler auf die ersten Einschränkungen einstellen, sagt die Medizinerin. Herz-Kreislauf- und Lungenprobleme sowie Gelenkveränderungen können sich bemerkbar machen. Aus diesem Grund ist es noch wichtiger, auf die Einhaltung der optimalen Trainingsherzfrequenz zu achten. Diese liegt bei dieser Altersgruppe bei 180 minus Lebensalter. Die maximale Trainingsherzfrequenz darf nicht höher als 200 minus halbes Lebensalter sein. Besonders für die Herren der Schöpfung, die nach langer Abstinenz wieder dem Sport frönen wollen, hat Giese einen Rat: Ab 40 nicht neu Foto: Frank wilhelm ZurPerson Dr. renate Giese ist neubrandenburger Fachärztin für allgemeinmedizin, sportmedizin, chirotherapie, akkupunktur, neuraltherapie und osteopathie. zusammen mit ihrem mann betreibt sie im norden der stadt eine Gemeinschaftspraxis. ihr studium absolvierte sie in rostock. mit Ballsportarten anfangen. „Zu mir kommen oft Männer in die Praxis, die mehr für sich tun wollen. Sie spielen dann Fußball und verletzen sich dabei. Für jemanden, der 20 Jahre oder länger keinen Fußballgespielthat, und auch sonst eher wenig Sport getrieben hat, ist Fußball als Einstiegssport in diesem Alter absolut nicht geeignet.“ Besser sei zum Wiedereinstieg Rad fahren oder schwimmen, so die Ärztin. Ihre Empfehlung gelte übrigens nicht, wenn man sein Leben lang einer Ballsportart nachgegangen sei. Eine Trendsportart, die sich laut Giese hervorragend für diese Altersgruppe eigne, ist Cross Boccia. Das „Trendige“ an dieser Mischung aus Boccia und Boule ist, dass es überall gespielt werden kann und nicht mehr nur auf dafür vorgesehenen Flächen. Die Expertin meint: „Es ist zwar eine sehr ruhige Sportart, aber man bewegt sich und ist an der frischen Luft.“ Beim Cross Boccia werden zwar weder Ausdauer noch wirklich Muskulatur trainiert, dafür aber die Hand-Auge-Koordination und die Auge-Hand-Geschicklichkeit –beidesDinge, die im höheren Alter wichtig sind. Etwas aktiver und für 40- bis 59-Jährige geeignet ist „Disc-Golf“ –eine Alternative zum klassischen Golfen. Statt mit Bällen spielt man mit Frisbeescheiben. Ziel ist es, mit möglichst wenig Würfendie Scheibe in einem Korb zu versenken. „Für Disc-Golf“ braucht man auf jeden Fall eine gute Koordination, und körperlich ist es ein bisschen intensiver, als Cross Boccia“. Übrigens, wer gern ein bisschen abnehmen möchte, aber mit ausgefallenen Sportarten nicht wirklich warm wird, der kann sein Ziel auch anders erreichen: zum Beispiel durchs „Gehen“. Laut Giese reichen zu Beginn bereits 5000 Schritte am Tag, das sind etwa 2,5 Kilometer,aus.Auchdas Fahrradfahren und Schwimmen bieten sich an, um Ausdauer und Muskeln zu trainieren, oder Gewicht zu reduzieren. ab 60 Jahren Auch wenn laut Udo Jürgens das Leben erst mit 66Jahren anfängt, machen sich mit 60 Jahren doch schon altersbedingte körperliche Einschränkungen und auch Krankheiten bemerkbar. „Welchen Sport man in diesem Alter machen kann, das hängt ganz von der persönlichen körperlichen Fitness ab“, sagt Renate Giese. „Denn ab 60 gibt es eine große Breite des biologischenAlters, es sind 20 Jahre in jede Richtung möglich“, erklärt sie. Das bedeutet, dass 60-Jährige fitsein können wie 40-Jährige. Gleichzeitig ist es aber auch möglich, dass sie frühzeitig gealtert sind und sich körperlich auf dem Stand eines 80-Jährigen befinden. Das biologische Alter lasse sich nur bedingt durch Sport beeinflussen, da auchKrankheiten eine Rolle spielen, so die Ärztin. Für Bewegungswillige empfiehlt sie zweimal die Woche einen 45-minütigen Spaziergang zügigen Schrittes. Ebenfalls gut sei das Walken, Radwandern und Schwimmen. Werindiesem Alter einer trendigen Sportart nachgehen möchte, für den könnte Walking Football infrage kommen. Die Regelnentsprechen denen des Fußballs, lediglich das Spieltempo und die Spielhöhe des Balles sind an das Alter der Spieler angepasst. „Walking Football ist gut für die Koordination Auge-Fuß, außerdem bewegt man sich an der frischen Luft“, sagt die Sportärztin. Werdiesem Sport nicht sozugetan ist, für den kämen auch Cross Boccia und Disc-Golf infrage, so Giese. Möchte man allerdings nicht die Ausdauer, sondern die Muskulatur trainieren, empfiehlt die Ärztin, dies unter Aufsicht in einem Fitnessstudio zu tun. walken ist besonders bei älteren menschen beliebt. wer schon älter ist, aber auf Fußball nicht verzichten will, für den könnte walking Football geeignet sein. Foto: ©robert kneschke -Fotolia.com anzeige Wenn die Welt im Alter kleiner wird Foto: ©Jenny sturm -Fotolia.com radfahren ist gut für die Gelenke. Foto: ©halFpoint -Fotolia.com „Noch einmal durch das Dorf spazieren, noch einmal Gesellschaftsspiele mit den Freunden, noch einmal….“ Gesundheit, Lächeln, Dazugehören, mobil bleiben - das sind die Dinge, die im Alter zählen. Noch schnell den Einkauf im nächsten Supermarkt erledigen, auf einen Sprung zu Freunden oder ins Café um die Ecke – was für junge, gesunde Menschen selbstverständlich ist, bedeutet für Ältere oft eine immense Kraftanstrengung. Krankheiten, Medikamente und Schmerzen schränken viele Senioren in ihrer Mobilität ein – ihr Bewegungsradius wird kleiner. boule und boccia ohne fest abgestecktes spielfeld nennt man cross-boccia. Diese sportart ist seit einiger zeit im trend und eignet sich auch hervorragend für die Generation Ü-60 Foto: ©Jacob lunD -Fotolia.com Wir sind für Sie da! Ambulanter Pflegedienst Schwester Gudrun Küster 17291 Nordwestuckermark Arendsee · Hauptstraße 24 · 039852 290 Fax 039852 49136 · Mobil 0172 7711258 E-Mail: pflegedienstkuester@web.de

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