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Ratgeber Bauen und Wohnen 2018

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SEITE 8 DONNERSTAG/FREITAG, 29./30. MÄRZ 2018 Handgemachte unikate: karolin leyendecker peppt alte, ausgediente möbelstücke mit motivpapier auf und schickt sie danach wieder zurück ins kunterbunte leben. FotoS (4): moeBelverrueckt.de upcycling-spezialistin im porträt verrückt verzauberte möbelstücke auf das unfertige hat es karolin leyendecker abgesehen. Was andere wegwerfen, wird für diese künstlerin erst so richtig spannend. Je ausgedienter ein möbelstück ist, desto mehr Spaß hat sie dabei, es rundherum zu verwandeln. VonGerlinde Bauszus berlin. Wenn andere Frauen auf der Jagd nach dem letzten Schuh-Schrei der Saison durch die Stadt pilgern, hält Karolin Leyendecker Ausschau nach ausgeliebten Möbelstücken. „Die können gar nicht abgewetzt genug sein“, plaudert die gelernte Buchhändlerin aus Berlin und fügt heiter hinzu: „Je hässlicher das ehemals vergötterte Accessoire, desto größer ist mein Vergnügen bei der Verwandlung derVerschmähten oder in die Ecke Gestellten.“ Basierend auf der Technik des Buchbindens hat die Freiberuflerin vor zehn Jahren mit der Gründung ihrer Firma MöbelVerrückt eine eigene Kunst-Art kreiert: Sie recycelt skurrile Gegenstände, dekoriert Möbelstücke und Wohnaccessoires aller Couleur mit Papier. Bei ihrenStöbertouren durch Geschäfte hat sie deshalb auch immer originell bedrucktes, knisterndes Etwas im Visier. „Es gibt wunderschöne Motive von Illustratoren und Grafikern“, schwärmt Karolin Leyendecker, die sich selbst als Papier-Junkie bezeichnet. „Das kaufe und sammele Workshopsfür Groß &Klein die unikate von karolin leyendecker gibt es bei märkten, kunstausstellungen oder in ihrem online-Shop. regelmäßig bietet die künstlerin upcycling- Workshops ansowie kindergeburtstagsfeiern und Junggesellinnenabschiede. www. moebelverrueckt.de „ich mag es, mein zuhause immer wieder neu zu gestalten.“, sagt karolin leyendecker. „dabei muss nicht alles perfekt sein.“ ich wie andere Klamotten.“ Voller Vorfreudeschleppt sie dann alte Schätze und neue Zutaten in die heimische Werkstatt, um ihrer Kreativität nach Lust und meistens bester Laune zu frönen. Wenn Karolin Leyendecker loslegt, geht sie am liebsten aufs große Ganze. Mit zu winzigen Sachen hält sich die Kreative nicht auf. Und nützlich müssen die von ihr glücklich Verwandelten sein: ein Stuhl, auf den man sich setzen kann, ein Schränkchen, das kleine Schätze verstaut, ein Kerzenhalter,der Licht spendet. „ReineDekoartikel, Dinge nur um des Rumstehens willen sind nicht meins.“ Karolin Leyendecker, Pippi-Langstrumpf-Fan seit Kindertagen, reizt das Skurrile, Ungewöhnliche. So baut sich die Schweden-Liebhaberin eine Welt, wie sie ihr gefällt. Was dabei herauskommt, sind fröhliche Unikate. Und weil sie die Geschichten hinter ihren verrückten Möbeln meist nicht kennt, lässt sie gern ihre Fantasie erblühen. So erzählt sie von einem alten Hocker,den sie vor Jahren aufspürte. Bei näherem Hinsehen entpuppte der sich als aufklappbarer Schuhputzkasten –mit akkurat gefalteten Putzläppchen, himmelblauer Erdalschuhcreme, Bürstchen und mehr. „Vermutlich von einer älteren Dame aus längst vergilbten Zeiten.“ Beim Aufpeppen derartiger Raritäten „spinnt“ sie sich dann gern ihre eigenen Fantasie-Geschichten um das Fundstück herum. Die erstaunliche Verwandlung ihrer Möbel-Kunst-Stücke und Wohn-Accessoires verblüffe manchmal sogar sie selbst, meint Karolin Leyendecker. Ganz gleich, ob sie schlichte, gerade Formen oder krumme, holprige Flächen unter ihren Motivpapieren verschwinden lässt. Neben Schränkchen, Stühlen, Kisten oder lustigen Upcycling Kindermöbeln für kleine Menschen fertigt sie auch personalisierte Geschenke. Darunter finden sich Schultüten mit Namen, Alben, Schatztruhen mit Briefmarken-Motiven oder auch Tabletts zur Hochzeit mit individuellem Stadtplan. stadtpläne umhüllen Möbel-kunst-stücke Bei all diesen Sachen geht der ökologische Gedanke einher. Deshalb freut sich die Künstlerin über Projekte wie in Hamburg, wo sie viele Jahre gewohnt hat. „Dort gibt es ein Kaufhaus der Stadtreinigung, in dem ausrangierter Hausrat gegen kleines Geld verkauft wird.“ Ein Eldorado für die Künstlerin. „So kommt etwa das Regal, das keiner mehr diese truhenbank hat die künstlerin mit einem motivpapier im landkarten design originell und kleidsam verwandelt. will, zu mir, ich mache es wieder chic und der Nächste freut sich schon drauf. Das nenne ich echte ökologische Wiederverwertung, weil nichts auf dem Müll landet.“ So viel Verwandlungsfreude kommt nicht von ungefähr. Schon als Kind war Karolin unter fünf Geschwistern die Handwerkerin und hatte sogar einen eigenen kleinen Laubsägekoffer. Ihre Mutter zeigte ihr, was eine Bohrmaschine alles kann oder auch, wie man den Dachgepäckträger für eine siebenköpfige Familie packt –ohne dass einem später auf der Autobahn die Koffer um die Ohren fliegen. „Wir durften kreativ sein, mit Farbe experimentieren, uns schmutzig machen, rumkleckern“, schwärmt die taffe Selbstständige. So habe sie später auch ihre zwei Mädels erzogen –frei nach der Devise: „Wer abends nicht schmutzig ist, muss sich den ganzen Tag über schrecklich gelangweilt haben.“ Kontaktzur Autorin g.bauszus@nordkurier.de Wenn möbel so richtig verrückt spielen, dann sehen sie so aus wie diese upcycling-Stühle, an denen offensichtlich auch der stürmische Bello gefallen findet.

DONNERSTAG/FREITAG, 29./30. MÄRZ 2018 SEITE 9 6typische einrichtungsfehler in der küche ob Farbe, geräte oder möbel: eine küche ist heute so individuell wie ein maßgeschneidertes kleidungsstück –und wie dieses, auch nicht ganz billig. umso ärgerlicher, wenn man mit der neuanschaffung nicht zufrieden ist. auf welche mängel man durch gute Planung verzichten kann, hat ute ziemann erfragt. 1. Zu wenig arbeitsfläche Kochen macht nur Spaß, wenn man sich ein wenig ausbreiten kann und genügend Abstellfläche für Zutaten, Geschirr und einen ausreichend großen Arbeitsplatz hat. Deshalb ist eine möglichst große Arbeitsfläche wichtig, die folgendermaßen aufgeteilt sein kann: „Links und rechts neben der Kochstelle sollte Platz sein“, sagt Wolf-Rüdiger Dall, Küchenfachberater im MMZ-Möbelhaus Neubrandenburg. „Gerade, wenn man mal schnell einen übergekochten Topf von der Herdplatte runterziehen muss, kann das sinnvoll sein.“ Zwischen Kochstelle und Spüle ist die Hauptarbeitsfläche. „Hier sollten 80 bis 120 Zentimeter eingeplant werden“, rät der Fachmann. Und auch neben dem Kühlschrank ist etwas Abstellfläche sinnvoll. die richtige arbeits- und Schrankhöhe (links imBild) sollte sich an der größe der küchenbenutzer orientieren. Foto: ute ziemann 2. schlechte ablaufplanung Die falsche Anordnung der Küchenbereiche führt zu langen Wegen in der Küche. Deshalbsollte die Möblierung dem üblichen Arbeitsablauf folgen. Bei Rechtshändern so: Bevorraten, Aufbewahren, Spülen, Entsorgen, Vorbereiten, Kochen/Backen. Bei Linkshändern in umgekehrter Reihenfolge. Ist die Küche entsprechend dieser Abfolge eingerichtet, spart man überflüssige Wege. So sollten Herd und Spüle nur einen Schritt auseinanderliegen, damit man nicht zum Abgießen des Nudel- oder Kartoffelwassers mit dem heißen Topf quer durch die Küche laufen muss. Den Geschirrspüler sollte man in die Nähe der Spüle stellen, denn manchmal wird Geschirr vorgespült, bevor es in den Spüler kommt. In unmittelbarer Nachbarschaft können Tropfspuren auf dem Fußboden vermieden werden. 3. Falsche arbeitshöhe Wenn man eine Sache bei der Küchenplanung nicht unterschätzen darf, dann ist das die richtige Arbeitshöhe. Diese sollte sich unbedingt an der Größe der Person orientieren, die die meiste Zeit in der Küche arbeitet. „Ist die Arbeitshöhe zu niedrig, können sich nämlich schnell Rückenschmerzen einstellen und den Spaß am Kochen verleiden“, sagt Wolf-Rüdiger Dall. „Der Herd sollte niedriger sein, als die Spüle“, rät er. „Und wer sich weniger bücken möchte, plant Geschirrspüler, Backofen und Kühlschrank erhöht ein.“ 4. tote ecken Bei bestimmten Küchenformen entstehen Ecken, die oft toter Raum sind. Mit praktischen Eckschränken lässt sich hier viel Stauraum schaffen und dank Drehkarussell, Le Mans-Auszügen oder der sogenannten „Magic-Corner“- Technik kommt man einfach und bequem an alle Töpfe, Pfannen und Küchen-Utensilien. Außerdem hat man einen schnellen Überblick über den Inhalt. 5. kein abfallkonzept Oft wird Müll nur in einem Eimer unter der Spüle entsorgt. Dabei ist weder der Ort gut gewählt, noch lässt sich so eine vernünftige Mülltrennung vornehmen. „Dabei gibt es heute äußerst praktische Müllsysteme“, betont Wolf- Rüdiger Dall. „Die cleveren Lösungen sehen in der Regel drei verschiedene Bereiche vor: einen für Papier, einen für Bioabfälle und einen für den Restmüll.“ Idealerweise sollte sich derMüllbereich in der Nähe der Arbeitsfläche befinden, die für die Essenszubereitung verwendet wird. 6. Fehlende steckdosen Ob Kaffeemaschine, Wasserkocher oder Toaster: In der Küche ist ständig irgendetwas an Strom angeschlossen. Wie ärgerlich, wenn zu wenig Steckdosen vorhanden sind und man die Geräte umstecken muss. „Optimal wären 10 bis14Steckdosen, die man übrigens auch so platzieren kann, dass sie kaum auffallen“, sagt Wolf-Rüdiger Dall. Foto: ute ziemann Expertentipp Wolf-Rüdiger Dall Wer sich eine neue küche kaufen möchte, sollte langfristig planen und nichts übereilen. Wichtig ist, sich gut zu informieren und mehrere möglichkeiten aufzeigen zu lassen. ein gespräch beim küchenfachberater ist sinnvoll. dabei müssen die kunden sagen, was sie sich wünschen und wie groß der finanzielle Spielraum ist. neben der optik spielen ausstattung und technik eine wichtige rolle. denn die küche ist heute arbeits- und lebensraum zugleich. damit beim küchenaufbau nichts schief geht, rate ich, das aufmaß des küchenraumes nicht selbst zu machen. die meisten reklamationen rühren von fehlerhaften messungen. anzeige IhreAnsprechpartnerin in der Uckermark Ich unterstützeSie in allen Bereichen rund um die Immobilie und helfeIhnen bei An-und Verkauf von Häusern, Wohnungen, Grundstücken und Gewerbe. Um für meine Kunden bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, arbeitee ich eng mit weiteren fachkundigen und branchenübergreifenden Expertenaus unserer Region zusammen. Haben Sie Fragen? Ich berateSie gern... 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