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Ratgeber Auto 2022

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SEITE 8 FREITAG, 22.

SEITE 8 FREITAG, 22. APRIL 2022 LEICHTKRAFTWAGEN Vier Räder und ein Dach über den Kopf: Fahrzeuge wie der Twizy von Renault sind gelebter Minimalismus. Und immer mehr Menschen mögen das. FOTO: RENAULT/DPA Mini-Mobilität: Fahrzeuge für den Mofa-Führerschein RÜSSELSHEIM. Mit dem „Rocks-e“ wagt sich zum ersten Mal ein deutscher Volumenhersteller in ein Segment unterhalb des klassischen Pkw und wirft damit ein Schlaglicht auf die Klasse der sogenannten Leichtkraftwagen. Die ist für den Hersteller vor allem deshalb interessant, weil er damit eine völlig neue Zielgruppe erreichen kann. Der 2,41 Meter kurze Würfel auf Rädern, den Opel jetzt ab 7990 Euro in den Handel bringt, kostet in der Tat weniger als fast jeder konventionelle Kleinwagen. Fahren darf man solche Modelle schon ab 15 Jahren. Ein Autoführerschein ist nicht nötig. Es reicht ein Mofa-Führerschein und die Versicherung wird pauschal und preiswert über das Kennzeichen abgewickelt, so Thomas Schuster, Prüfingenieur bei der Sachverständigen-Organisation KÜS. Auch Kfz-Steuer wird keine fällig. Dafür macht der Gesetzgeber strenge Vorgaben, teilt der ADAC mit: Kein Autoführerschein, aber trotzdem etwas mit Dach fahren? Dafür hat die PS-Branche eine Lösung zwischen Mofa und Auto: den Leichtkraftwagen. Sind die Kleinen ein guter Pkw-Ersatz? VonThomas Geiger Auch dieses Modell von Microcar ermöglicht Mobilität ohne Pkw- Führerschein. FOTO: GROUPE LIGIER/DPA „Sie haben vier Räder, ein oder zwei Sitzplätze, sind auf vier kW Leistung beschränkt, wiegen höchstens 425 Kilogramm und sind bauartbedingt maximal 45 km/h schnell.“ Im Gegenzug verzichtet er allerdings weitgehend auf Crashtests und macht auch keine Vorgaben zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung: Während Pkw ohne Airbags, ABS und ESP heute nicht mehr zugelassen werden dürfen, müssen bei den oft auch als Mofa-Autos geführten Minis meist die Gurte und allenfalls noch ein Fahrerairbag reichen. Selbst eine regelmäßige Hauptuntersuchen (HU) bleibt den Fahrzeugen erspart. VomKabinenroller zum kleinenE-Mobil Mit Fahrzeugen wie der BMW Isetta oder dem Messerschmitt Kabinenroller kamen solche Kleinstwagen in den 1950er Jahren schon einmal groß raus. Und spätestens seit 2004 sind sie wieder in aller Munde, als für solche Fahrzeuge eigens die Führerscheinklasse Seingeführt wurde. Die hat damals 16-Jährigen zum ersten Mal den frühzeitigen Umstieg auf vier Räder ermöglicht. Das Angebot ist entsprechend groß und lebt vor allem von Marken aus Italien

FREITAG, 22. APRIL 2022 SEITE 9 und Frankreich, wo solche Fahrzeuge sehrgebräuchlich sind. Hersteller wie Ligier, Aixam, Casalini oder Piaggio bieten laut ADAC zwischen etwa 10 und20000 Euro eine breite Modellpalette an. Elektrischer Rückenwind für die Kleinen Vorallem die Elektrifizierung dürfte dieser Klasse noch einen Schub geben, glaubt Schuster nicht zuletzt mit Blick auf den Rocks-e: Man braucht keine großen und damit teuren Akkus. Und niemand erwartet riesige Reichweiten, fasst er die Vorteile zusammen. Kein Wunder also, dass zum Beispiel Renault den Twizy ebenfalls für diese Fahrzeugkategorie freigegeben hat und der Rocks-e eigentlich als Citroën Ami entwickelt wurde. Auch Seiteneinsteiger wie Microlino mit der elektrischen Isetta oder ACM mit dem City One kommen aus dieser Nische. Selbst wenn die Autos dann im Laufe der Entwicklung doch größer, stärker und schneller geworden sind und sich wie der Microlino mit Airbags und 90 km/h Spitze um mehr Nähe zum „echten“ Auto mühen. Fahrer und Gefährt: nicht immer eine sichere Paarung Zwar sprechen viele gute Gründe für kleinere Fahrzeuge, vor allem in der Stadt. Doch so viele Probleme diese Minis lösen könnten, schaffen sie auch neue. Denn zumindest die Experten des ADAC lassen kaum ein gutes Haar an dieser Fahrzeuggattung. Weil es keine offiziellen Crashvorschriften gebe, habe der Test des Aufprallschutzes meist sehr ernüchternde Ergebnisse geliefert, schreibt der Club. Die Fahrstabilität sei bei vielen Modellen fragwürdig. Gerade jüngeren Fahrern mangele es an Erfahrung -zumal die ihren Führerschein in der Regel auf zwei Rädern machen würden und nun auf vier Räder umsteigen könnten. Das Problem sind aber nicht allein die Technik und womöglich die mangelnde Übung des Fahrers, sagt KÜS- Mann Schuster.Sondern auch die Wahrnehmung durch die anderen Verkehrsteilnehmer ist kritisch: „Anders als ein Mofa kann man solche Leichtkraftwagen schnell mit einem konventionellen Kleinwagen verwechseln, schätzt dann etwa Tempo oder Beschleunigung falsch ein und provoziert womöglich gefährliche Begegnungen“, sagt der Experte. Der ADAC rät deshalb, dass sich Interessenten vor der Anschaffung über den möglichen Einsatzbereich klar werden sollten: „Und der begrenzt sich sinnvollerweise auf die Stadt. Längere Überlandfahrten sind in Leichtkraftfahrzeugen ein No-Go und Nachtfahrten sowie Touren außerhalb geschlossener Ortschaften nicht zu empfehlen.“ Im Internet finden sich dennoch viele begeisterte Erfahrungsberichte von Menschen, die teilweise schon seit Jahren mit Miniatur- Autos unterwegs sind. Eine Lehrerin, die seit Langem mit einem Renault Twizy unterwegs ist, nimmt sogar in Kauf, dass es im Herbst und Winter auf ihren Fahrten zur Schule und anderen Kurzstrecken ab und an unglaublich kalt wird, wie sie in einem Blog für Elektromobilität berichtet. Grund: Der Twizy (siehe Foto auf der Vorseite) hat zwar ein futuristisches Design –aber keine Fenster! Wird es draußen windig oder frostig, müssen Twizy-Fahrer sich also warm anziehen und Decken mitnehmen. Der Renault der Miniklasse hat trotzdem glühende Fans. In ganz Deutschland finden regelmäßig Treffen von Twizy-Fahrern statt –und das nicht nur im Sommer. Wie gut ist günstig? Reifen für Kleinwagen im Test Von PeterLöschinger Der Reifenwechsel ist fällig. Ein Reifentest von ACE und GTÜ hat speziell preiswerte Modelle im Blick. BERLIN/STUTTGART. Wernicht auf Ganzjahresreifen setzt, dürfte in den kommenden Wochen wohl wieder einen Termin in der Werkstatt zum Räderwechsel machen. Werden dann unerwartet neue Sommerreifen fällig, kann das schnell ins Geld gehen. Was günstigere Modelle für Kleinwagen taugen, zeigt ein Gemeinschaftstest von Auto Club Europa (ACE), dem österreichischen ARBÖ und der GTÜ. Hier müssen sich sechs gängige Markenreifen aus dem günstigeren Preissegment mit zwei noch billigeren Reifen unbekannterer Marken messen, die über das Internet zu bestellen sind. Diese seien allerdings schon länger auf dem Markt und würden im Netz „durchaus kontrovers diskutiert werden“, so die Tester. Was taugen die? Im Trocknen und Nassen sicher unterwegs Die Reifen in der gängigen Kleinwagendimension 195/55 R16kosten pro Satz Circapreise von 233 bis 404 Euro. Sie müssen in Kategorien wie Sicherheit bei Anzeige Wer diesen Frühling auf neue Sommerreifen wechseln will, muss tiefer indie Tasche greifen –ein Preisvergleich lohnt. FOTO: M.BRANDT Nässe und im Trockenen, Umwelt und Wirtschaftlichkeit antreten. Das Ergebnis ist positiv: „Sehr empfehlenswert“ ist zwar nur ein Reifen, aber fünf Modelle sind laut Test „empfehlenswert“. Und nur zwei sind „bedingt empfehlenswert“. Durchgefallen sei aber keiner. Testsieger ist der „Kleber Dynaxer HP4“ (380 Euro) und schneidet als einziger mit „sehr empfehlenswert“ ab. Dicht dahinter zeigen sich die übrigen Kandidaten mit „empfehlenswert“ wie der „Falken ZIEX ZE310 ECORUN“ (388 Euro) und der „Uniroyal Rainsport5“ (404 Euro), die sich den zweiten Platz teilen. RENAULTARKANA Jetzt als Rendez-Vous-Deal Auch der billigste Reifen im Test überzeugte So etwas wie der Preis-Leistung-Sieger ist mit rund 233 Euro pro Satz der billigste Pneu im Test: Auch der „Milestone Green Sport“ erreicht ein „empfehlenswert“. Der mit 237 Euro pro Satz zweitbilligste Reifen im Test bildet allerdings zusammen mit einem Modell für 364 Euro das Schlusslicht. Beide zeigen besonders bei Nässe Defizite, sind hier nur gerade noch ausreichend. Einer ist zudem beim Bremsen auf trockener Straße gerade noch akzeptabel -beide daher nur „bedingt empfehlenswert“. Gute Qualität hängt eben nicht immer vom Preis ab. Renault Arkana ZEN TCe 140 EDC Ab mtl. 198,– € Leasing:Fahrzeugpreis: 26.811,–€.Leasingsonderzahlung:1.998,–€.Laufzeit: 60 Monate. Gesamtlaufleistung:50000km. Monatsrate: 198,–€.Gesamtbetrag:13.878,–€.Ein Kilometer-Leasingangebot für Privatkunden vonRenault Financial Services,Geschäftsbereich der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Jagenbergstraße 1, 41468 Neuss. Gültig für Leasingverträgebis 31.05.2022. Renault Arkana TCe 140 EDC,Benzin, 103 kW:Gesamtverbrauch (l/100km):innerorts: 6,5; außerorts: 4,7;kombiniert:5,3; CO 2-Emissionenkombiniert:122g/km;Energieeffizienzklasse:B.RenaultArkana: Gesamtverbrauchkombiniert (l/100km):5,3 –4,2; CO 2-Emissionen kombiniert: 122 –96g/km, Energieeffizienzklasse: B–A+(Werte nach gesetzl.Messverfahren). Abb.zeigt Renault Arkana INTENS mit Sonderausstattung. AUTOHAUS PIAHOWIAKGMBH&CO. KG Renault Vertragspartner HellfelderStr.8,17039 Trollenhagen/Neubrandenburg, Tel. 0395-430430 Bonjour Mini: „Ligier“ ist eine Marke für Kleinstfahrzeuge aus Frankreich und auch hierzulande sehr gefragt. FOTO: GROUPE LIGIER /DPA Fragen Sie auchnachunseren Angeboten. AUTOHAUS PIAHOWIAKGMBH&CO. KG Renault Vertragspartner Neubrandenburger Str.14, 17098 Friedland, Tel. 039601 30130 AUTOHAUS PIAHOWIAKGMBH&CO. KG Renault Vertragspartner Heinrich-Scheven-Str.1,17092Waren/Müritz, Tel. 03991 611 610 AUTOHAUS SCHWARTZ Renault Vertragspartner Am Bornbruch14, 17139 Gielow,Tel.039957 20434

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