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Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"

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Unsere Ratgeber-Ausgabe für die Region Mecklenburgische-Seenplatte.

SEITE 8 FREITAG, 28.

SEITE 8 FREITAG, 28. APRIL 2017 unteR die motoRhAube schAuen Mut zum Schrauben Öl wechseln, Zündkerzen tauschen und neue Lampen einschrauben –alles service-Arbeiten, die früher viele Autofahrer in eigenregie erledigt haben. ist das heute auch noch möglich? VonLutzReuter und PeterLöschinger NeubraNdeNburg. Wo früher Sachbücher mit Titeln wie „So wird’s gemacht“ zu Rate gezogen wurden, helfen heute unzählige Beiträge auf dem Video-Portal Youtube weiter: Verbunden mit den Such-Begriffen „Tutorial“, „How to“ oder „Do it yourself“ geben Laien und Profis mit Bewegtbild-Anleitungen Tipps für Auto-Reparaturen. Egal ob Öl-, Antriebsriemen- oder Zündkerzenwechsel: Zu so gut wie jedem Anliegen und Modell lässt sich ein Beitrag finden. Auch wenn neue Medien zum Einsatz kommen, an der Motivation, die dahinter steht, hat sich wohl kaum etwas geändert: Geld sparen durch Selberschrauben. Doch je neuer der fahrbare Untersatz, desto komplizierter scheint das Vorhaben „Reparatur in Eigenregie“. Navigations-System, Start- Stop-Automatik, Bremsassisent –immer mehr moderne Technik kommt sowohl im Fahrgastraum als auch unter der Motorhaube zum Einsatz, was auch kleinere Reparaturen immer komplizierter macht. Wo kann man noch selbst Hand anlegen? „Manchmal ist sogar der Tausch einer Birne im Scheinwerfer des Wagens eine knifflige Arbeit für Experten“, schätzen Fachleute des Automobilclubs von Deutschland (AvD) ein. Was lässt sich also noch in Eigenverantwortung erledigen? Die Antwort auf diese Frage hängt stark von dem Alter des Autos und den Kenntnissen des jeweiligen Hobbyschraubers ab. Allgemein lassen sich fünf Bereiche benennen, in denen noch am ehesten selbst Hand angelegt werden kann: räder wechseln Den Tausch von Sommerund Winterreifen können Autofahrer selbst erledigen. Wichtig dabei: der Drehmomentschlüssel. Er sorgt dafür, dass die Muttern und Schrauben mit einer genau einstellbaren Kraft angezogen werden. „Das ist wichtig, ansonsten könnten die Schraubverbindungen Schaden nehmen“, sagt Vincenzo Lucà vom Tüv Süd. Wenn das Lenkrad nach dem Tausch vibriert, sollte man die Räder in der Werkstatt auswuchten lassen. Lack ausbessern Kleinere Lackschäden lassen sich mit Tupflack ausbessern. So lässt sich Rost an Steinschlagschäden verhindern. Öl wechseln Oft sind die Intervalle so lang, dass sie mit anderen Servicearbeiten in der Werkstatt zusammenfallen. Immer mehr Motoren benötigen außerdem Spezialöle. Wersich damit auskennt, kann aber in Eigenregie wechseln. Das Altöl muss allerdings umweltgerecht entsorgt werden. Verkaufsstellen sind dazu verpflichtet, beim Kauf die gleiche Menge Altöl zurückzunehmen. „Dafür sollte man zur Sicherheit den Kaufbeleg aufbewahren“, sagt Lucà. Auch an vielen Wertstoffhöfen ist die Rückgabe möglich, aber nicht immer kostenfrei. Filter wechseln Werselbst das Öl wechselt, sollte jedes Mal einen neuen Luftfilter einsetzen. Durch einen verdreckten Filter verbraucht das Auto mehr und stößt mehr Schadstoffe aus. Moderne Autos haben oft Wechselintervalle von 30 000 Kilometern. Je nach Fahrleistung kann der nächste Wechsel so erst nach ein bis zwei Jahren fällig sein. Für saubere Luft im Innenraum sorgt ein zweiter, der sogenannte Pollenfilter. Ihn sollten Autofahrer häufiger wechseln. Ansonsten könnten sich dort Krankheitskeime bilden. Wie oft, hängt von der Umgebung ab. In Gegenden mit starkem Pollenflug kann es häufiger nötig sein. „Spätestens aber dann, wenn die Gebläseleistung abnimmt, sollte der Filter gewechselt werden“, sagt Lucà. Zündkerzen wechseln Sie können für 40 000 Kilometer oder länger funktionieren. Danach lässt die Motorleistung nach, Verbrauch und Emissionen gehen in die Höhe. Wer selbst tauschen will: Gerade bei Leichtmetallmotoren mit Drehmomentschlüssel arbeiten und dabei nie die Zündung einschalten. An modernen Anlagen entstehen lebensgefährliche Spannungen. Lampen wechseln Lampen für Blinker und Standlicht lassen sich durchaus selbst wechseln. Das braucht zuweilen etwas Zeit, weshalb sich mit dem Selbsttausch Geld sparen lässt. Wer die Scheinwerferlampen wechselt, sollte dieScheinwerfereinstellung danach von einer Werkstatt überprüfen lassen. Tabu: Arbeiten am Xenon-Licht – hier treten Spannungen von bis zu 50000 Volt auf. Kontaktzuden Autoren l.reuter@nordkurier.de Früher war der routinierte Blick unter die Motorhaube noch üblich, heute werden 1. 2. 3 E Wemdie eigene Autofarbe zu langweilig geworden ist, der kann über eine Neulackierung nachdenken –oder zu einer Autofolie greifen. Denn in der Regel istdiese Lösung circa 30 bis 50 Prozent billiger als eine komplette Lackierung desAutos,teilt der Tüv Süd mit.JenachAusführung könne eine Folierung zwischen 500 und mehreren tausend Euro kosten. Die Folien werden über den vorhandenen Lack gezogen und lassensich später wieder abziehen. Allerdings ratendie Prüfexperten dazu, das Auto besser vonFachleuten folieren zu lassen. Denn dafür seieine gewisse Fingerfertigkeit sowie Erfahrung erforderlich. Außerdem ratensie dazu, sich mehrereAngebote machen zu lassenund sich schon folierte Autos anzusehen. Die FoliehältimSchnitt etwa fünfJahre. Werjetzt auf Sommerreifen wechselt, sollte die Autoreifen mit der größeren Profiltiefe hinten aufziehen. Denn die Hinterachsestabilisiertdas Auto. „Und kommt es hier zu einem Reifenschaden, kann ein ungeübter Fahrer das Auto kaum abfangen“, sagtFriedhelm Schwickervon der Prüforganisation Dekra. An der lenkbaren Vorderachsesei ein Reifenschaden besser zu händeln. Gesetzlich sind mindestens 1,6 MillimeterProfiltiefe vorgeschrieben. Grundsätzlich solltenAutofahrer vorabdie Pneus auf Beschädigungen untersuchen und im Zweifeleinen Fachmann fragen, ob ein Austausch fällig ist. Außerdem ganz wichtig: Nach der Montage sind die Radmuttern nach etwa 50 Kilometern erneut auf einen festen Sitz zu überprüfen. 5 d P G A R A a „ i a A j r K N a g s b a l

SEITE 9 Warum gratis-Apps besser als teure einbauten sind Von PeterLöschinger Anstatt ein teures navigationsgerät im Wagen nachzurüsten, kann sich ein handyhalter lohnen. Stuttgart. Die Gratis-Apps Google Maps und die Karten-App von Apple fürs Smartphone bringen Autofahrer mitunter schneller ans Ziel als teure Infotainment- Navisysteme der Autohersteller. Das zumindest ist das Ergebnis einer Stichprobe von Redakteuren der Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“ (Ausgabe 8/2017) von sechs Echtzeit- Verkehrsdiensten. Neben den zwei kostenlosen Apps, die oft bereits auf den Smartphones vorinstalliert sind, haben die Tester die großen Dienste TomTom, Inrix und Here als auch das Radio-basierte TMC unter die Lupe genommen. Unter anderem Foto: ©JeMAstocK -FotoLiA.coM sinddie Testermit dem Sieger Google 19 Minuten und mit dem Zweitplatzierten von Apple 18Minuten schneller am Ziel gewesen, als der Durchschnitt aller Kandidaten. Auf dem dritten Platz folgt das 2200 Euro teure Einbausystem in einem BMW, das Datenmaterial von Here nutzt. Damit kommen die Tester 14 Minuten schneller an. Auf den vierten Platz fährt ein Fiat, der auf TMC- Meldungen des ab 250Euro erhältlichenAutoradios zurückgreift und immerhin noch 2Minuten gutmacht. Den fünften Platz erreicht ein Mercedes, der bei seinem System (rund 2083 Euro) Daten von TomTom nutzt und 5Minuten länger braucht. 47 Minuten langsamer ist ein Volvo, der mit seinem System (1170 Euro) auf Inrix-Daten setzt. Die Tester fuhren an vier Tagen jeweils zur Hauptverkehrszeit zwischen Städten rund um die Autobahnen A5, A6, A8 und A81 im Großraum Stuttgart. Der Test umfasste über 75 Stunden Fahrzeit und mehr als 4000 Kilometer Strecke – dennochbetonendie Redakteure der Zeitschrift den Stichprobencharakter ihres Tests. Autofahrer,die nochoft zu fremden Orten fahren und auf die Navigationangewiesensind, können mit denGratis-Apps aber gut auskommen. 48 % 60 % 6,5 % Rund 48 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren, ganz genau 47,8 %, nutzten im vergangenen Jahr täglich das Auto. 60 Prozent der deutschen Bevölkerung achtete beim Autokauf 2016 auf den Preis, immerhin noch die hälfte auf den verbrauch. 6,5 Prozent der registrierten Fahrzeugpannen auf deutschen straßen aus dem Jahr 2015 gingen laut ADAc auf den Motor zurück. Quelle: statista.com die meisten Reparaturen am Auto den Profis überlassen. Fotos: ©gRosteR; ©YuRi KRAvchenKo; LisA F.Young -FotoLiA.coM Kniffe Rund ums Auto . s isteine versteckte Stelle, Ein ie so mancher Autofahrer bei der flege seinesWagens vergisst:Das ewinde einer abschraubbaren utoantenne.Doch auch hier kann sich ost bilden. Dadurch lässt sich die ntenne nicht nur schlechter bmontieren, erklärtdie Zeitschrift AutoBild“ (Ausgabe 14/17). Sie kann ungünstigstenFall sogar ganz bbrechen. utofahrer solltendaher nicht nur tztzum Frühjahrsputz, sondern egelmäßig das Antennengewinde mit ontaktspray pflegen. Dadurch könne ässe vondiesersensiblen Stelle bgehalten und die Rostgefahr emindertwerden. So lässt ich die Antenne ein Autoleben lang ei jeder Fahrtindie Autowaschnlage sauber und ohne Probleme sen. 4. Beitrockenen Straßen und schnellen Kurven können breiteAutoreifen ihre Vorteile ausspielen. Denn sie haben aufgrund der höheren Lauffläche eine stärkereBodenhaftung, teiltder Automobilclub vonDeutschland (AvD) mit. Daher sind sie gerade bei sportlichen Fahrern beliebt. BeiRegen jedoch schwimmensie schneller auf: Beim sogenannten Aquaplaning kann der Wagen dann ins Rutschen oder Schleudern geraten. „Bremsen ist dann nicht mehr möglich“, sagt HerbertEngelmohr vomAvD.Die Standardbreitefür denReifenlasse sich in der Betriebsanleitung jedes Fahrzeugsnachlesen. Grundsätzlich verbrauchen Autosmit breiten Reifen aufgrund des höheren Rollwiderstands deutlich mehr Kraftstoff.Der AvD empfiehlt,Testergebnisse fürdie Reifen zu vergleichen. 5. quietschenderKeilriemen kann mehrereUrsachenhaben. Entwederist er nurfeucht und rutscht durch. „Dann erledigt sich das Problem nach gewisserZeit vonselbst“, sagt Patrick Pöppl vomTüv Süd. Quietscht es weiter,kann das auf einen verschlissenen –sprich hartenund porösen –Riemen hinweisen.Das sollten die Autofahrer in der Werkstatt kontrollieren lassen. Neben dem Verschleiß könne auch etwa eine festsitzende Spannrolle eine Ursache sein. Der Keilriemen treibt je nach Modell Lichtmaschine, Klimakompressor, Wasserpumpe und Servopumpe an. Autofahrer solltenihn regelmäßig wechseln. „Wie oft, sollten sie in der Betriebsanleitung nachlesen.“ So genannteKeilriemensprays sollen das Rutschen verhindern und das Quietschen beseitigen.

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