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Nordkurier Ratgeber "Fahrt ins Blaue"

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Unsere Ratgeber-Ausgabe für die Region Mecklenburgische-Seenplatte.

SEITE 12 FREITAG, 28.

SEITE 12 FREITAG, 28. APRIL 2017 Foto: privat Fahrt ins Blaue Mit dem Bulli ins abenteuer Den abend am Lagerfeuer genießen, mitten inder Natur übernachten, von der aufgehenden Sonne geweckt werden –das klingt nach Freiheit. ineinem Wohnmobil haben Urlauber alles dabei, was sie brauchen. Kati und ihr Freund Kai schwören deswegen auf ihren vW-Bus. VonMarie Krüger Kiel. Wenn sie mal früher Feierabend machen können, setzen sich Kati und ihr Freund Kai einfach in ihren VW-Bulli und fahren an die Ostsee. Sie genießen den Sonnenuntergang über dem Wasser und übernachten in ihrem rollenden Zuhause. Morgens fahren sie wieder in die Stadt und gehen wie gewohnt zur Arbeit. „Das ist dann immer wie ein Mini-Urlaub“, schwärmt die 29-Jährige aus Kiel. Dank ihres T3-Campers ist eine kleine Auszeit vom Alltag jederzeit möglich. Ihren Bus, Baujahr 1985, nennt Kati liebevoll „Cream“. „Wenn man mit so einem alten Auto um die Eckekommt, zaubert man jedem erst mal ein Lächeln auf die Lippen.“ Seit 2015 fährt sie den Camper.Zuvor hatten Kati und Kai einen alten Ford Transit. „Der ist aber irgendwann seinen Rost- Tod gestorben“, erinnert sich Kati. Ihr Freund hatte zu der Zeit eine kleine Bulli-Vermietung in Kiel mit zwei Bussen. Der Plan war, die alten VWs gegen neuere Modelle auszutauschen. „Einen haben wir dann einfach behalten“, sagt Kati. Der Camper war trotz seines Alters in einem sehr guten Zustand. „Er hatte nur 80 000 Kilometer runter, als Kai ihn gekauft hat, weil er lange Zeit in einer Scheune stand.“ Und dann liegt der Fokus wieder auf dem Weg Originallack und Westfalia- Ausbau ohne einen Kratzer waren weitere Argumente, den Oldtimer zu behalten. „Den geben wir jetzt sicher auch nicht mehr ab“, sagt Kati. Jedes Frühjahr, wenn das Paar den Bulli aus seinem Winterlager holt und sich hineinsetzt, sei es wie eine Entschleunigung für sie. „Das ist total das Mode-Wort geworden, trifft es aber wirklich“, sagt die Kielerin. „Ich setze mich rein und weiß, dass ich nur 90 fahren und niemanden überholen kann.“ Es ist ihr in diesen Momenten egal, wann sie an ihrem Ziel ankommt. Anders als sonst liegt ihr Fokus dann mehr auf dem Wegals auf dem Ziel. Mit Campingurlaub ist Kati groß geworden. „Bis ich zehn Jahre als war,habe ich gefühlt jeden Sommer auf Fehmarn verbracht.“ Ihre Großeltern und auch ihre Eltern hatten einen Wohnwagen. „Ich kann mich auch erinnern, dass wir mal in Kroatien und in Frankreich waren.“ Meist aber haben sie die Ferien an der Ostsee verbracht. Das nahe gelegene Meer ist auch heute ein beliebtes Ziel des Paares. Für einen Kurzurlaub oder ein Wochenende bietet es sich an –von Kiel aus fahren sie nur 30 Kilometer und sind da. Vergangenes Jahr haben die Bulli-Freunde ihren Sommerurlaub ebenfalls an der Ostsee verbracht, allerdings weiter östlich. Mit der Fähre ist das Paar mit „Cream“ von Kiel entspannt nach Klaipeda geschippert und von dort aus die Küste hoch gefahren: durch Litauen, Lettland bis nach Estland. Der T3-Transporter ist wie ein zweites Zuhause Entlang ihrer Route haben sie auf vielen kleinen Plätzen Rast gemacht, die sehr einfach gehalten, aber traumhaft schön und trotzdem nicht überlaufen waren. „Man stellt sich bei Reisen mit dem VW-Bus immer vor, dass man einsam irgendwo am Meer steht –imBaltikum findet man solche Plätze.“ In Lettland standen sie auf Wiesen direkt an der Steilküste. „Hätten wir solche Plätze in Kiel, würden dort noch 100 andere Camper stehen“, ist Kati sicher. Das Auto isteine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd. Wilhelm II., Deutscher Kaiser (*1859,†1941) In Estland waren die beiden besonders angetan von der Insel Saaremaa. „Dort sind wir eher spontan hin, sind dann aber auf der Insel hängen geblieben, weil es so schön war.“ Diese Freiheit ist für Kati das Tolle am Campingurlaub. Jederzeit kann das Paar spontan seine Route ändern, kann eher abreisen oder länger an einem Ort bleiben. „Es ist auch ein gutes Gefühl, sein Bett und seine vier Wände dabei zu haben.“ Kati und Kai haben sich ihren Bus so perfekt eingerichtet, dass sie alles haben, was sie brauchen: eine Sitzbank, die zur Liegefläche umfunktioniert wird, eingebaute Schränke, eine Küche mit Spüle, zwei Kochfeldern und Kühlschrank. „Ich habe außerdem immer eine kleine Toilette dabei“, verrät Kati. „Das macht uns noch unabhängiger.“ Bei ihrer Tour durchs Baltikum haben sie erst nach zehn Tagen einen voll ausgestatteten Campingplatz angefahren. Auf kleinere Reparaturen stets vorbereitet Das Einzige, was im Vergleich zu einem richtigen Wohnmobil fehlt, ist eine Dusche. Aber auch darauf sind die beiden Van-Fahrer eingestellt: Sie haben eine Solardusche dabei oder waschen sich mit speziellem Naturshampoo im Meer. „Mir persönlich liegt es sehr am Herzen, darauf zu achten, wie wir mit der Natur umgehen“, sagt Kati. Sie liebt es in der „Wildnis“ zu campen. Ihr würde es aber nicht im Traum einfallen dort etwas zu zerstören oder ihren Müll zuhinterlassen. Für sie gehört ein bewusster Umgang mit der Natur zum Bulli-Lebensstil dazu. Hat „Cream“ sie denn schon einmal im Stich gelassen? „Gerade in unserem Baltikum-Urlaub hatten wir zwei Pannen: Zehn Kilometer hinter Klaipeda hatten wir einen Reifenplatzer und auf Saaremaa ging der Motor immer aus“, denkt Kati zurück. Dank tatkräftiger estnischer Mechaniker konnten sie aber beide Male nach kurzer Zeit weiterfahren. „Auf bestimmte Sachen ist man mit der Zeit auch einfach vorbereitet.“ Einen neuen Keilriemen haben sie immer im Kofferraum, Motorenöl füllen sie regelmäßig nach, Werkzeug und Handschuhe liegen immer griffbereit. Kati nimmt es mit Humor: „Das macht es spannend.“ Kati schreibtseit mehreren Jahren im Netz über ihr Camper-Leben und gibtdortErfahrungen, Ideen und Tippsfür tolle Stellplätze weiter. cruisingcampersblog.de

FREITAG, 28. APRIL 2017 SEITE 13 Reise-Freiheit Raus in die Natur und einfach dort schlafen: Das geht natürlich auch ohne Bulli. Ob Zelt im Kofferraum, Zelt auf dem Autodach, Pick-up oder Wohnmobil in der Luxusvariante –Alternativen zum Transporter sind sowohl für den kleinen als auch den großen Geldbeutel zu haben. VonMarie Krüger Zelt Die kostengünstigste Variante für den kurzen Trip ins Freie: Das Zelt in den Rucksack und los geht es! Campen im Zelt ist sicher die einfachste und billigste Möglichkeit. Zelte gibt es in vielen verschiedenen Preisklassen und die Gebühren auf den Campingplätzen halten sich in Grenzen. Ob zu zweit im Iglu-Zelt oder in einer entsprechenden Behausung mit der ganzen Familie –dank ausgeklügelter Techniken und neuartiger Materialien sind Zelte heute leichter und handlicher verpackt denn je. Sie passen in jedes Auto, jedes Kanu und jeden Wanderrucksack. Mit etwas Übung schaffen es Camper auch, dass das Stoffhäuschen flott steht und alle Heringe mit Leinen in die Erde gebracht sind. Für Autos mit Dachgepäckträger gibt es auch Zelte, die auf dem Autodach aufgebaut werden. Eine angestellte Leiter führt dann in die Schlafkabine. Portable Gas-Kocher, Klapptisch und -stühle sowie anderes nützliches Camping- Zubehör machen ein Leben mit wenig Entbehrungen in der freien Natur möglich. Wersich im Campingurlaub nicht mit Rückenschmerzen quälen will, muss allerdings an eine geeignete Matratze oder ein kleines Feldbett denken. Wohnmobil Mehr Komfort geht fast nicht: Toilette, Dusche, Küche mit Herd, Kühlschrank und Mikrowelle, ein Wohnbereich mit Fernseher und ein geräumiges, weiches Bett oder auch mehrere Schlafplätze –bei Wohnmobilen sind der Ausstattung fast keineGrenzen gesetzt. Auf den Campingplätzen sind Mobile zu sehen, die von der Größe einem Reisebus gleichen. Egal ob klein und schnuckelig oder pompöses Luxusmodell, das nahezu eine kleine Wohnung enthält –die Grenzen werden hier eigentlich nur durch das eigene Budget gesetzt. Fast: Denn wer sich für solch eine Luxusvariante entscheidet, sollte dringend zuvor im Führerschein prüfen, ob er das Fahrzeug überhaupt lenken darf. Denn mit der Führerschein-Klasse Bsind lediglich Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässig. Anhänger dürfen bis zu 750 Kilogramm wiegen, schwerere Wohnwagen sind nur erlaubt, wenn das Gesamtgewicht 3,5 Tonnen nicht übersteigt. Wohnanhänger sind nämlich eine beliebte Alternative. Der große Vorteil bei ihnen ist, dass das rollende Zuhause auf dem Campingplatzstehen bleiben kann, während die Camper von dort aus mit dem Auto Tagesausflüge machen. Zeltanhänger Für die, die gerne das Gefühl von Abenteuer und Übernachten im Zelt haben möchten, trotzdem aber auf ein gewisses Maß an Komfort nicht verzichten wollen, gibt es zahlreiche gute Zwischenlösungen. Für Pick-ups, also Pkw mit offener Ladefläche, gibt es spezielle Aufbauten zum Wohnen und Übernachten –als Autodachzelt in allen erdenklichen Formen und Größen für verschiedene Automodelle sowie teilweise mit integriertem Heckzelt als zusätzlichem „Raum“. Wer ein normales Auto mit Anhängerkupplung hat, kann es mit einem Faltcaravan versuchen. Die Zeltanhänger beherbergen ein gemütliches Bett, um das herum ein geräumiges Zelt aufgebaut wird. Sie ähneln dem Klappfix aus DDR-Zeiten, der mit wenigen Handgriffen zu einem Wohnzelt ausgeklappt werden konnte. Einige Modelle des ostdeutschen Anhängers sind noch gut erhalten und auf Campingplätzen im Einsatz. Die heutigen Modelle benötigen meist nur einen Knopfdruck. Eine weitere Möglichkeit ist der sogenannte Teardrop-Anhänger. Erbietet auf kleinstem Raum zwei Schlafplätze sowie Stauraum und taugt damit auch für längere Reisen. Übernachten inder Natur: mit einem Zelt lässt sich diese Freiheit für wenig Geld erleben. FOTO: KONSTAN-FOTOLIA.cOm Auch für kleine Autos wie den mini cooper gibt esaufklappbare Autodachzelte. FOTO: LNW Wer mit dem Wohnwagen reisen will, sollte prüfen, ob der Führerschein das auch erlaubt. FOTO: PUNTO STUDIO FOTO AG -FOTOLIA.cOm Anzeige Bei uns finden Sie garantiertIhr Traumauto. ExklusiveVorführfahrzeugevon Mercedes Brinkmann. 18273Güstrow, Verbindungschaussee 8c 19300 Grabow, Berliner Straße 29 17033 Neubrandenburg, Neustrelitzer Straße 111 19370Parchim, Neuhofer Weiche 43-44 17153Stavenhagen, Werdohler Straße 4 17192Waren, Siegfried-Marcus-Str.7 Kostenfreie Hotline: 0800 2345-999 www.AutoBrinkmann.de C200 Avantgarde 115kW(184PS), LED, EZ 09/16, Benziner, 5.000 km, Automatik, Comand, Collision Assist, Remote Online uvm. Fzg-Nr.149383 Aktionspreis: 36.480 € B180d Urban 80 kW (109 PS), ECO, EZ 09/16, Diesel, SHZ, 8.000 km, Automatik, Panorama Schiebed., Klima, Navi uvm. 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