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SEITE 26 FREITAG, 29.

SEITE 26 FREITAG, 29. SEPTEMBER 2017 Bunte Palette: Die Welt der Oldtimer ist vielfältig. Um sich nicht zu verirren, nimmt man als Neuling am besten einen Experten zum Kauf mit. FOTO: HENNING KAISER TIPPS ZUM KAUF EINES OLDTIMERS Nehm Se ’n Alten! Von einem eigenen Oldtimer träumen, ist einfach – den richtigen Wagen zu finden, viel schwerer. Denn der Klassiker muss zu den Vorstellungen passen, darf nicht zu teuer und vor allem kein Blender sein. Stefan Weißenborn hat für Sie sechs wichtige Punkte zusammengefasst, damit Sie auch nach dem Kauf Ihres Goldie-Oldies nicht den Spaß verlieren. Beachten Sie Kaufzeitpunkt und Winterbetrieb Antizyklisch, also zum Winter hin, zu kaufen, kann den Preis drücken. Das gilt nach Einschätzung der Experten aber nur für Fahrzeuge im Bereich von unter 50 000 Euro. Wer auch im Winter fahren will, sollte beachten, dass man mit Blick auf die technische Ausrüstung unsicherer unterwegs ist, sagt Reichert vom ADAC. Während heute Airbags, ABS, ESP oder ASR Standard seien, fehlten bei Oldtimern oft Servolenkung, Sicherheitsgurte, Halogenlicht oder Bremskraftverstärker – von modernen Assistenzsystemen ganz zu schweigen. Ein weiteres mögliches Problem ist Rost. „Das selbsttragende Karosserieprinzip ab den 1950er-Jahren des letzten Jahrhunderts bot und bietet mit seinen vielen unzugänglichen Hohlräumen reichlich Angriffspunkte“, sagt Reichert. Auch nachträglich vorgenommene Hohlraumversiegelungen könnten Rost nicht immer ganz verhindern. Stecken Sie Ihren Finanzrahmen ab Auto-Ikonen wie der Mercedes 300 SL „Flügeltürer“ von 1954, der Porsche 911 oder die Chevrolet Corvette prägen die Vorstellung von Oldtimern – und übersteigen das Budget der meisten Kaufwilligen. Doch viele verfügbare Autos sind erschwinglicher. Laut Prüforganisation GTÜ müssen aktuell etwa für einen Fiat 124 Spider 2000, gebaut von 1976 bis 1984, in gutem Zustand ab 12 900 Euro eingeplant werden. Ein Strich-8-Mercedes wie der 200 D (1967 bis 1976), ist demnach im Schnitt ab 10 200 Euro zu bekommen, sagt GTÜ-Experte Rolf Pfeiffer. So finden Sie Ihr Wunschmodell Wer sein Budget kennt, kann die Kandidaten einkreisen. „Lassen Sie sich Zeit bei der Suche“, rät Marcel Mühlich vom Auto Club Europa (ACE). Wer einschlägige Fachzeitschriften wälze, könne gut „ein Gesamtbild des Wunschobjektes formen“. Groß ist das Spektrum auch auf Kfz-Online-Börsen. „Einen Überblick über das durchschnittliche Preisniveau kann man sich bei den jeweiligen Markenclubs verschaffen“, rät Frank Reichert, Oldtimer-Experte beim ADAC. Genaue Preisauskunft zu einzelnen Typen gibt neben Classic Data der Dienstleister Classic Car Analytics. Wählen Sie die geeignete Kaufart Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten: der Händler, aus Privathand oder eine Auktion. Wer privat kauft, zahlt womöglich weniger, kann aber anders als beim Händler nicht auf die gesetzliche Gewährleistung zählen, sagt Pfeiffer. Schnäppchen sind auf Versteigerungen möglich. Doch hier sind Sachverstand, Glück und der richtige Riecher entscheidend, falls man auf Preissteigerungen in der Zukunft abzielt. Gute Preise seien laut Pfeiffer vor allem auf kleineren Auktionen möglich. Inspizieren Sie den Wagen gründlich vor dem Kauf Wer nicht selbst Experte für alte Autos oder einen speziellen Typ ist, sollte Markenclubs kontaktieren. Sie vermitteln in der Regel Kenner einzelner Modelle und Typen, die gegen eine Aufwandsentschädigung gern mit zur Besichtigung kommen. Essenziell ist natürlich die Probefahrt. „Für den Blick unters Blech lohnt es sich, die Probefahrt mit einer Fahrt zu einer Werkstatt oder Prüfstelle zu kombinieren“, rät Mühlich. Anmelden und versichern Voraussetzung für ein als Oldtimer-Kennzeichen bekanntes H-Kennzeichen ist, dass das Auto vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen ist. Auch ein Oldtimer-Gutachten einer Prüforganisation wie Dekra, GTÜ, KÜS oder Tüv ist nötig. Der Steuersatz liegt bei pauschal knapp 192 Euro im Jahr. Ein Saison-Kennzeichen dagegen kann sich bei Autos rentieren, die nicht ganzjährig bewegt werden – wie Cabrios und Roadster. „Auch die Versicherungsbeiträge sind für Oldtimer oft günstig, wenn man sie als Zweitwagen nutzt“, sagt Mühlich. „Manche Versicherungen erkennen sogar eine Jahreskarte des ÖPNV als ‚Erstwagen‘ an.“ Nichts geht über eine gründliche Typberatung: Wer als Laie einen Oldtimer wie diesen Fiat 124 Spider kaufen möchte, sollte sich vorher bei Markenclubs und deren Fachleuten informieren. FOTO: FIAT Ein Klassiker: Diesen „Strich-Acht“ baute Mercedes von 1967 bis 1976 als Diesel und Benziner. Die obere Fahnenstange bei den Selbstzündern markierte der 240 D mit Dreilitermaschine (im Bild). FOTO: DAIMLER AG

FREITAG, 29. SEPTEMBER 2017 SEITE 27 Behutsam bei Herbststurm Von Sarah Thust Draußen peitscht der Wind, die Blätter fegen über die Fahrbahn. Achtung, ein Herbststurm naht! Wer sich jetzt richtig verhält, kommt sicher durch den Verkehr. Wer heftig lenkt oder zu schnell überholt, dem droht ein Unfall. BERLIN. Im Oktober beginnt die Zeit der Herbststürme. An besonders windigen Tagen sollten Autofahrer langsamer unterwegs sein und vorsichtig überholen. Anja Smetanin vom Autoclub ACE gibt fünf Tipps, wie Reisende und Pendler sicher durch den Sturm kommen. Hinweise beachten: Mancherorts sehen Fahrer das Gefahrenzeichen 117 am Straßenrand – ein rotes Dreieck mit einem Windsack. Es warnt vor starkem Seitenwind und Windböen. An Talbrücken werden oft zusätzlich echte Windsäcke aufgestellt. Auch ein Blick auf Baumkronen und Büsche kann Hinweise auf die Windstärke geben. Wenn der Wind im Herbst heftiger weht, wird Autofahren gefährlicher. Fahrer sollten nicht unterschätzen, dass ein Sturm sowohl das Lenken als auch das Überholen extrem verändert. FOTO: ARNO BURGI Langsamer fahren: Je schneller das Auto unterwegs ist, desto stärker wirkt der Seitenwind. Abgefahrene Reifen, defekte Stoßdämpfer und Dachlasten wie Fahrräder oder Skiboxen erhöhen das Unfallrisiko zusätzlich. Eine heftige Böe kann sogar große Fahrzeuge wie Wohnmobile, Wohnwagengespanne, Busse oder Lastwagen umkippen. Gefahrenzonen: Besonders viel Aufmerksamkeit ist an Brücken, Waldschneisen und Tunnelausfahrten gefragt. Am Ende von Wällen und Lärmschutzwänden können heftige Böen gegen das Auto fegen. Waldgebiete sollten Fahrer bei Sturm meiden. Tanzen dort viele Blätter auf der Fahrbahn, könnten bereits größere Äste gefallen sein. Windschatten: Fahrer sollten den Windschatten beim Überholen nicht unterschätzen. Besonders bei der Ausfahrt kann heftiger Seitenwind am Auto zerren. Wer Lkws überholt, sollte Abstand halten, da diese eventuell die Spur nicht halten. Lenkrad festhalten: Das Lenkrad sollten Fahrer bei stürmischem Wetter mit beiden Händen fest im Griff haben. Wird das Fahrzeug von einer Böe erfasst, hilft behutsames Gegenlenken. So wichtig sind Dämpfer ESSEN/HANNOVER. Schlaglöcher und Spurrillen im Asphalt können Stoßdämpfern kräftig zusetzen. Das hat Folgen, erklärt der Tüv Nord Mobilität. Sind die Stoßdämpfer nicht mehr voll funktionstüchtig, schaukelt sich das Fahrzeug in Kurven oder beim Bremsen schneller auf, und die Räder haben zu wenig Bodenkontakt. Auch Sicherheitssysteme wie ABS und ESP funktionieren dann nicht mehr richtig und der Bremsweg verlängert sich. Warum es rückwärts anders klingt ESSEN/HANNOVER. Als „singend“, „surrend“ oder „jaulend“ beschreiben manche das Motorengeräusch beim Rückwärtsfahren. Und schneller als im langsamsten Gang beim Vorwärtsfahren geht es rückwärts auch nicht voran. Doch was sind die Gründe dafür? Der Rückwärtsgang hat in etwa ein Übersetzungsverhältnis wie der erste Gang, erklärt der Tüv Nord. Autos sind bekanntlich auf Vorwärtsfahrt ausgelegt. Rückwärtsfahren ist die Ausnahme. Hierbei dreht der Rückwärtsgang in die umgekehrte Richtung. Und je höher die Drehzahl, desto lauter wird das Geräusch. Anzeige

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