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SEITE 16 FREITAG, 29.

SEITE 16 FREITAG, 29. SEPTEMBER 2017 WARUM WIR IM AUTO AGGRESSIV WERDEN Wütende Fahrer in schnellen Kisten Ist die aggressive Stimmung auf der Straße nur gefühlt? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Im September 2016 haben wir eine repräsentative Studie dazu vorgestellt. Weit über die Hälfte der Befragten hatte angegeben, dass der Straßenverkehr zunehmend von aggressivem Verhalten geprägt sei. Eine Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) ergab andererseits, dass die Hälfte der Teilnehmer sich selbst nicht für aggressiv im Straßenverkehr hält. Und wenn man sich die bundesweite Statistik anschaut, zeigt sich, dass die Zahl der Verkehrstoten zurückgeht. Psychologen beschreiben oft auch ein Phänomen, das zu dem Eindruck von Aggressivität sicher beiträgt: Wenn sich ein Fahrer auf der Straße bedrängt fühlt, bleibt ihm das lange im Gedächtnis. Eine nette Geste von anderen Verkehrsteilnehmern, wie ein Handzeichen zum Vorfahrtgewähren, vergisst man dagegen ganz schnell wieder. Was mich allerdings schon sehr nachdenklich macht, ist die wachsende Zahl von Gaffern an Unfallorten und die Behinderung von Rettungskräften. Das ist grober Egoismus im Straßenverkehr. Nehmen wir Druck und Stress mit ins Auto? Natürlich ist der Straßenverkehr auch ein Spiegelbild gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen. Ist das Auto also tatsächlich ein Kompensationsmittel, wenn es in anderen Lebensbereichen nicht so recht rollt? Der Stress und der Druck durch die ständige Erreichbarkeit steigen. Und das nehmen wir auch mit ins Auto. Jeder will schnell und unkompliziert sein Ziel erreichen. Da kommt aber irgendwie immer etwas dazwischen – nämlich andere Verkehrsteilnehmer. Dann fühlt man sich schnell behindert und regt sich auf – der andere stört. Auf den Straßen in Deutschland herrscht Krieg. Drängeln, hupen, beschimpfen, all das gehört zum Alltag. So empfinden es jedenfalls viele Autofahrer. Was ist dran an diesem Gefühl? Darüber sprach Marina Spreemann mit Carla Bormann, Referatsleiterin beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) in Bonn. Aufregen über die anderen? Lieber gelassen bleiben, rät Expertin Carla Bormann. Es gibt Stimmen, die meinen, dass es wie im Internet zugeht. Sprich, dass in der relativen Anonymität des Straßenverkehrs mancher seine Aggressivität rauslässt. Sehen Sie das auch so? Autofahrer unterstellen den anderen oft, dass sie ihm etwas Böses wollen. Dabei ist das in aller Regel ein Missverständnis. Der andere hat einfach einen Fehler gemacht oder ist unsicher, das wird aber völlig falsch interpretiert. Vielleicht hat das auch etwas damit zu tun, dass man im Straßenverkehr oft den Menschen hinter der Scheibe gar nicht sieht, sondern nur den Verursacher eines vermeintlichen Problems wahrnimmt. Das mag sein. Aber dass im Straßenverkehr jemand bewusst aus der Anonymität heraus aggressiv wird, das denke ich nicht. Gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Männern? Manche sagen, Frauen seien besonnener. Andere behaupten, sie seien selbstbewusster und pochten mehr auf ihre Rechte. Studien haben gezeigt, dass Frauen und Männer gleichauf liegen, was die Aggressivität angeht. Die Frauen haben gleichgezogen, sie sind ja auch genauso viel unterwegs wie die Männer und besitzen genauso oft ein Fahrzeug. Aggressivität zeigt sich bei ihnen aber anders. Frauen drängeln nicht, sie bremsen oder beschleunigen eher mal kurz, um sich zu „wehren“. Wenn ich mich selbst am Steuer beobachte, muss ich zugeben, dass ich mich zumindest von Aggressivität anstecken lasse. Selbst, wenn ich das gar nicht will, passiert FOTOS: ANDREY POPOV - FOTOLIA.COM/DVR mir das, weil ich mich sonst irgendwie den „Angriffen“ ausgesetzt fühle. Was kann ich gegen meine eigene Aggressivität tun? Man sollte sich klarmachen, dass die Situation oft auf einem Missverständnis beruht und kein Angriff ist. Vielleicht lässt sich Blickkontakt mit dem anderen Fahrer herstellen? Oder man versucht Handzeichen zu nutzen, soweit das geht. Wichtig ist es, auch mal die Perspektive des anderen einzunehmen. Wenn sich zum Beispiel jemand nicht mit dem Grünen Ampelpfeil auskennt oder langsam fährt und Straßenschilder sucht. Dann sollte man sich sagen: Der will dich jetzt nicht warten lassen, der ist einfach unsicher oder kennt sich nicht aus. Also nicht alles persönlich nehmen. Und manchmal Noch viel schlimmer, als die Polizei erlaubt? beruht so eine Situation ja vielleicht auch auf eigenem Fehlverhalten, wenn ich etwa nicht mitbekommen habe, dass der Radfahrer mir sehr wohl in der Einbahnstraße entgegenkommen darf. Jeder macht mal Fehler. Es ist gut, selbst rücksichtsvoll und ein Vorbild zu sein. Es gab etliche Kampagnen für Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Kennen Sie eine, die etwas gebracht hat? 2007 haben das Bundesverkehrsministerium und der DVR die gemeinsame Kampagne „Runter vom Gas“ gestartet. Wir setzen dabei auf eine konfrontierende Ansprache. Zurzeit sind an den Autobahnen Porträts von Menschen plakatiert, die die Trauer um Unfallopfer widerspiegeln. Im letzten Jahr hatten wir für die Kampagne einen ganz anderen Ansatz. Da gab es Motive unter dem Motto „weil Leben schön ist“. Durch solche Ansätze versuchen wir, unterschiedliche Menschen zu erreichen. Uns ist dabei wichtig, dass wir zeigen, warum Regeln einzuhalten sind und Rücksichtnahme gebraucht wird. Ansonsten kann das Verhalten schwerwiegende Folgen haben, die nie wieder gutzumachen sind. Und das bringt wirklich Erfolg? Der ist in der Tat schwer zu messen. Aber Verkehrspsychologen weisen darauf hin, dass es gerade bei aggressiven Menschen wichtig ist, immer wieder auf die gesellschaftlichen Normen zu verweisen und zu zeigen, was richtig und gesellschaftlich akzeptiert ist, um „Verkehrsrowdys“ auszuschließen. Nehmen wir ein Beispiel, wo das Wirkung erzielt hat: alkoholisiert zu fahren ist heute geächtet. Damit prahlt keiner mehr und Beifahrer steigen nicht mehr bei einem betrunkenen Fahrer ein. Dazu haben auch Kampagnen ganz wesentlich beigetragen. Würde eine stärkere Verfolgung und höhere Bestrafung an den Zuständen auf den Straßen etwas ändern? Bei schweren Verstößen gibt es ja bereits höhere Strafen, der Bußgeldkatalog wurde angepasst. Härtere Strafen für Teilnehmer an illegalen Autorennen werden gerade umgesetzt. Aber höhere Strafen bringen nur etwas, wenn die Verstöße auch wirklich geahndet werden. Wenn ich zig Mal damit durchkomme, nützen höhere Strafen gar nichts. Es müssen also mehr Kontrollen durch die Polizei stattfinden, und die Präventionsarbeit der Beamten muss gestärkt werden. Auch dafür setzen wir uns kontinuierlich ein. Kontakt zur Autorin m.spreemann@nordkurier.de Von Marina Spreemann Den müsste man anzeigen! Das geht manchem durch den Kopf, wenn wieder mal einer gefahrvoll überholt. Ob das etwas bringt, weiß ein ADAC-Experte. HAMBURG. Was macht denn der Spinner da? Ist der irre? So ein A...loch? Bist du blind? – Wenn deutsche Autofahrer für jede Beschimpfung, die sie hinterm Lenkrad ausstoßen, einen Euro ins Sparschwein legen würden, da kämen wohl einige Millionen zusammen. „Wir beobachten eine wachsende Aggressivität im Straßenverkehr“, bestätigt Hans Duschl vom ADAC Hansa. Sich gegen rücksichtslose Fahrer wehren zu wollen, ist verständlich. Für Duschl aber nicht gerade die beste Idee. „Einmal durchatmen, in sich gehen und nicht impulsiv reagieren“, lautet seine Empfehlung. Eine defensive Fahrweise sei für alle die beste Reaktion. Sich zu „revanchieren“ oder eine Vergeltungsaktion wie Ausbremsen finde er sehr gefährlich, warnt ADAC-Sprecher Duschl. Viel besser sei es durchzuatmen und einen sicheren Abstand wiederherzustellen. „Wenn etwas passiert oder wenn ein Autofahrer eine echte Gefahr für die Allgemeinheit darstellt, kann ich natürlich handeln“, meint er. So eine gefährliche Aktion könne mehrfaches gefahrvolles Überholen in einer Kolonne sein. Wer so ein Verhalten anzeigen will, notiert sich am besten das Nummernschild des aggressiven Fahrers. Er sollte außerdem den Fahrer beschreiben können und auch die Kennzeichen möglicher Zeugen aufschreiben, empfiehlt Duschl. Ein Gedächtnisprotokoll zu dem Vorfall sei ebenfalls sinnvoll. Fehlten diese Angaben, sei es schwierig, das Verhalten zu ahnden. „Dann steht meist Aussage gegen Aussage.“ Duschl warnt aber auch davor, wegen jeder Kleinigkeit Anzeige zu erstatten. Das bringe nicht viel, außer, dass die Behörden damit überlastet werden. Viel wichtiger findet er, dass die Polizei Personalkapazitäten bekommt, um zum Beispiel mit Abstandskontrollen gegen Drängler vorzugehen. „Das ist hochgefährlich und ganz sicher kein Kavaliersdelikt.“ Konfliktpotenzial bieten häufig Radfahrer, die auf der Fahrbahn unterwegs sind, obwohl es einen Radweg neben der Strecke gibt. Fenster herunterkurbeln und anschreien? „Keine gute Idee“, meint Duschl. Beleidigungen seien auch strafbar. Außerdem dürften Radfahrer auf der Straße fahren, wenn der Radweg zu eng oder unsicher sei, weil es Schlaglöcher oder viele Scherben gebe. Das müsse im Falle eines Falles festgestellt werden. „Autofahrer und Radfahrer sollten sich nicht gegenseitig provozieren. Alle sind gemeinsam unterwegs – und alle wollen ankommen.“ So teuer sind Beleidigungen Zunge herausstrecken Dumme Kuh Was willst du, du Vogel? Asozialer Vogel zeigen Scheibenwischer-Geste Idiot Stinkefinger 150 Euro 300 Euro 500 Euro 550 Euro 750 Euro 1000 Euro 1500 Euro 4000 Euro Die Angaben beruhen auf Internetveröffentlichungen des Verbandes für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. In Berlin. Die Liste basiert auf Strafen aus verschiedenen Gerichtsurteilen. Die Angaben sind nur Richtwerte und können in anderen Fällen variieren.

FREITAG, 29. SEPTEMBER 2017 SEITE 17 Das Lincoln Mark V Cabrio ist ein seltenes Exemplar. Im Baujahr 1979 wurden nur zwölf Stück hergestellt, weiß Klaus Strobel. FOTOS (4): MARINA SPREEMANN LESER ÖFFNEN IHRE GARAGE Neues Glück mit alten Autos Klaus Strobel fährt an einem Tag im Blaumann den Abschleppwagen und am nächsten chauffiert er in Schlips und Kragen Brautpaare. Autos sind nicht nur sein Job, sondern sein Leben. Von Marina Spreemann BIETIKOW. Mit seinem großen Schlüsselbund kann Klaus Strobel die Tür zum Paradies öffnen. Zumindest für jeden Autofreund. In seiner riesigen Garage auf einem alten LPG-Gelände stehen mehr als ein Dutzend ganz besondere Wagen: Vom Ford A Cabrio, Baujahr 1929, über ein London Taxi FX4 von 1968 bis zur französischen „Ente“ von 1987. Vom Rolls-Royce Silver Cloud III aus dem Jahr 1964 bis zum edlen Lincoln Mark V Cabrio. Selbst eine Trabi- Stretchlimousine und das längste Taxi der Welt gehören zum Fuhrpark des 64-Jährigen aus Bietikow. Jedes dieser besonderen Gefährte vermietet der Uckermärker und sich selbst als Chauffeur gleich mit. Egal, ob Geburtstag, Ehe-Jubiläum, Hochzeit, Ruhestandsparty oder Junggesellenabschied – er dekoriert seine Autos liebevoll je nach Anlass, füllt die Bar an Bord auf, wirft sich in Schale und los geht‘s. Natürlich immer in Absprache und genau nach den Wünschen der Gäste. Mit jedem unterhält er sich vorher ausgiebig. Über das passende Modell aus seiner Garage ebenso wie über die Musik während der Fahrt oder die Farbe der Deko. „Inzwischen habe ich da auch schon so meine Erfahrungen. Zum Beispiel, dass das Brautpaar zehn Minuten später am Ort der Feier eintreffen muss, damit alle bereit sind, es gebührend zu empfangen“, erzählt er. Viele Details vom roten Teppich bis zum Sekt Und dann gibt es ja eine Menge zu entscheiden. Soll der Fahrer hell oder dunkel gekleidet sein? Ist ein roter Teppich gewünscht? Klaus Strobel ist auf alles vorbereitet. Und er legt viel Wert aufs Detail. Bei seinen Autos sowieso, da ist alles original, bis hin zum Zigarettenanzünder. Aber auch bei anderen Kleinigkeiten. „In so einem edlen Rolls-Royce kann ich doch keinen Billigsekt servieren“, meint er. Oder: In einem Schlosshotel mit einer modernen Stretchlimousine vorfahren? Ein Stilbruch. Seine Detailtreue hat sich herumgesprochen. „Ich habe schon Buchungen für 2018 und muss manchen absagen“, bedauert er. Er würde auch noch einen Chauffeur einstellen, aber der müsse ein Händchen für die alten Autos haben und für die Fahrgäste natürlich auch. Zu jedem seiner besonderen Gefährte kann er Geschichten erzählen. Schließlich ist er manchmal ein Jahr lang quer durch die Republik unterwegs, um das besondere Gefährt zu finden, das ihm gerade noch fehlt und das einem Brautpaar gutsteht. Das längste Taxi der Welt zum Beispiel hat mal Christian Lorenz, genannt Flake, Keyboarder der Band Rammstein, gehört. Und von dem Lincoln-Cabrio gibt es nur ganz wenige auf der Welt. Aus seinem Cadillac „Sedan de Ville“ von 1959 macht er in zehn Minuten mit entsprechender Magnetdeko ein waschechtes Sheriff-Auto. Auf die Idee kam er durch die Prenzlauer Polizisten, die ihren Chef mit einem besonderen Clou in den Ruhestand verabschieden wollten. Verhaftete Bräute und singende Junggesellen Inzwischen hat er sogar Brautpaare „verhaftet“. „Ein Brautvater suchte nach einem Auto, weil es für ihn einfach dazugehörte. Von der Kirche zum Restaurant waren es aber nur ein paar Schritte. Da haben wir einen Gag daraus gemacht. Ich fuhr vor, der Brautvater hat die Anklage verlesen, und ich habe die beiden mit goldenen Handschellen verhaftet und eingeladen“, erzählt er schmunzelnd. Auch seine Stretchlimousine mit LED, Bar und Musikanlage ist sehr gefragt. Neulich hat er eine Truppe damit zum Junggesellenabschied chauffiert – zwei Stunden um den See. Um die Stimmung zu erhalten, bot er an, die Karaokeanlage zu nutzen. „Ne, wir können nicht singen“, sagten die Jungs. „Aber die lachten so komisch. Und dann fiel mir ein, woher ich das Gesicht des Bräutigams kannte. Der ist mal bei einer Vorrunde zu ,Deutschland sucht den Superstar‘ im Fernsehen zu sehen gewesen“, berichtet Strobel. So kann er stundenlang erzählen. Sogar über die Fahrrad-Rikscha. „Die hatte ich nur als Dekoration für meinen Stand auf Hochzeitsmessen angeschafft. Und da kam gleich eine Berlinerin und wollte sie unbedingt mieten, damit ihr Bräutigam sie per Rikscha zum Standesamt bringt.“ Ein Lieblingsauto hat Strobel in seinem Fuhrpark nicht. „Ich finde die alle toll.“ Natürlich werden Neukäufe nach seinem Geschmack ausgewählt, aber auch danach, was die Kunden mögen. „Außerdem versuche ich, verschiedene Preisklassen anzubieten.“ Am teuersten ist und bleibt der bordeauxrot-goldene Rolls-Royce. Oldtimer sammelt Strobel schon seit vielen Jahren. Damals arbeitete er noch im Kraftfahrzeuginstandsetzungsbetrieb (KIB), bevor er sich kurz vor der Wende mit vielen Tricks und guten Nerven einen Gewerbeschein für seine Selbstständigkeit besorgte. Bootsmotoren-Reparatur, Rasenmäher-Reparatur, Pannenhilfe, auch für Wessis Wenn ich was mache, mache ich es richtig oder gar nicht. Klaus Strobel, Inhaber eines Kfz-Betriebes in Bietikow auf der Transitstrecke, und Abschleppdienst gehörten zu seinem Repertoire. Nebenbei machte der Existenzgründer made in GDR auch seinen Meister, musste ständig auf der Jagd nach Ersatzteilen und Material sein. Die Oldtimer, teilweise auf abenteuerlichen Wegen eingetauscht, standen in der Ecke. Keine Zeit dafür. Und nach der Wende hat sich das für den Unternehmer nicht geändert. „Damals gab es viele Nachahmer, gerade im Autogeschäft, auch viele Neider. Manche haben aber vergessen zu arbeiten. Denn Selbstständigkeit ist nicht nur Geldzählen.“ Irgendwann beschloss Strobel die immer noch nicht aufgebauten Oldtimer wegzugeben oder gegen fertig restaurierte einzutauschen. „Das Leben ist einfach zu kurz“, sagt er. So beschloss er, auch die Firma umzustrukturieren und einen Limousinenservice zu integrieren. Und er ging auf die Jagd nach den passenden Wagen. „70 Prozent aller Limousinenservice und -händler bundesweit habe ich wohl kennengelernt. Aber wenn ich was mache, mache ich es richtig oder gar nicht.“ Schließlich habe er einen Ruf zu verteidigen. Und einfach ein paar Limousinen kaufen und damit Geld verdienen – so funktioniere das nicht. Für Strobel ist der besondere Fuhrpark nicht nur sein Job. „Das muss auch Spaß und Hobby sein.“ Das Abschleppgeschäft dagegen sei hart. „Die Leute haben gerade einen Unfall erlebt, es gibt oft Streit um Schuld oder Bezahlung.“ Wenn er in die Limousine steige, sei das Erholung. „Alle sind gut drauf, wollen Spaß und einen schönen Tag.“ Und den habe der Chauffeur dann meist auch. Kontakt zur Autorin m.spreemann@nordkurier.de Klaus Strobel hat den Fahrersitz ausnahmsweise gegen einen Platz auf der Hinterbank der Stretchlimousine eingetauscht. Auf die Dekoration legt der uckermärkische Chauffeur viel Wert. An den Wagen muss alles bis ins letzte Detail passen. Wo soll‘s denn hingehen? Klaus Strobel begleitet viele Brautpaare auf ihrem Weg zur Feier des großen Tages.

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