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SEITE 14 FREITAG, 29. SEPTEMBER 2017 DARAUF KOMMT ES BEI DER FINANZIERUNG AN Pkw auf Pump Ob Neuwagen oder ein Gebrauchter – bei den wenigsten sitzt das Geld für eine solche Anschaffung locker. Da kann eine Finanzierung eine sinnvolle Alternative sein. Marie Krüger verrät die wichtigsten Kniffe und warnt vor hohen Schlussraten. NEUBRANDENBURG. Es ist natürlich immer gut, ein Auto aus eigener Tasche zu bezahlen. Wer als Barzahler auftritt, bekommt beim Autohändler höhere Rabatte. Er wird außerdem sofort Volleigentümer des Wagens und hat die uneingeschränkte Verfügungsgewalt über ihn, informiert der ADAC. Er kann das Auto so lange fahren, wie er will. Es aber auch jederzeit verkaufen. Hinzu kommt, dass das Geld auf dem Sparbuch bei den aktuellen Zinssätzen keine nennenswerten Erträge bringt. Die beste Kapitalanlage sei die Schuldenfreiheit, sagt Matthias Wins, Leiter des Fachbereichs Recht bei der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Wenn das aber nicht möglich ist, gibt es verschiedene Wege das Traumauto zu finanzieren. Der Käufer kann bei seiner Hausbank oder einem anderen Kreditinstitut ein Darlehen aufnehmen. Wie bei jedem Kredit ist dann zu beachten, dass er bei längerer Laufzeit und kleinen Tilgungsraten insgesamt mehr kostet. Wird in höheren Raten abgezahlt, ist die Laufzeit kürzer und der Kreditnehmer schneller Eigentümer des Autos. Eine positive Schufa-Auskunft ist meist Bedingung, damit ein Kredit gewährt wird. „Viele Banken behalten aber auch die Zulassungsbescheinigung II als Sicherheit ein“, erklärt Matthias Wins. Das könne natürlich zum Problem werden, wenn der Käufer das Auto vor der vollständigen Rückzahlung verkaufen möchte oder muss. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat herausgefunden, dass nicht alle Banken diese Sicherheit verlangen. Es lohnt sich also, die Konditionen zu Null-Prozent-Finanzierungen klingen besonders verlockend. Doch auch hierbei gibt es eine Tücke. FOTO: JENS SCHIERENBECK Matthias Wins FOTO: PRIVAT vergleichen. Der Vorteil einer selbst gewählten Bank ist in jedem Fall, dass der Käufer beim Autohändler ebenfalls als Barzahler auftritt und sich so saftige Rabatte sichern kann. Günstigere Zinssätze gibt es allerdings meist bei einem sogenannten verbundenen Geschäft. Das heißt, der Käufer bekommt das Fahrzeug und den Kredit aus einer Hand. Der Autoverkäufer ist der Vermittler des Kredits und die Verträge sind kombiniert. „Da hier die Überrumpelungsgefahr besonders groß ist, hat der Gesetzgeber ein Widerrufsrecht eingeführt“, sagt Rechtsexperte Matthias Wins. Schließlich werde unter Umständen die Botschaft ausgesendet, dass sich der Käufer so jedes Auto leisten kann und über die Finanzierung keine Sorgen machen brauche. Besonders verführerisch klingt natürlich eine Null-Prozent-Finanzierung. „Die Tücke ist allerdings, dass man das Auto dann nicht zum Marktpreis bekommt, sondern ein Betrag in der Nähe des Listenpreises verlangt wird“, gibt Matthias Wins zu bedenken. Da müsse jeder Käufer vorher mit spitzer Feder nachrechnen, ob es sich nicht doch lohnt, einen höheren Zinssatz zu zahlen, dafür aber Nachlässe von 10 bis 20 Prozent in Anspruch zu nehmen. Vorsicht ist auch geboten, wenn im Vertrag von einer Schlussrate die Rede ist. „Der günstige Zinssatz gilt nämlich häufig nicht für die gesamte Finanzierung, sondern nur für einen Teilbetrag und dann wird eine Ballonrate fällig“, so der Experte von der Verbraucherzentrale. Wer diese Schlussrate am Ende nicht angespart hat und bezahlen kann, für den wird es sehr teuer. Entweder schließt er bei einer Bank eine Anschlussfinanzierung ab, die es aber erfahrungsgemäß nicht zu so günstigen Konditionen gibt. Oder er gibt das Fahrzeug an den Händler zurück. Vom vereinbarten Rückkaufwert geht dann aber zulasten des Kunden der sogenannte zustandsbedingte Minderwert ab, erklärt der ADAC. Für diesen gebe es keine objektiven Bewertungskriterien. Matthias Wins von der Verbraucherzentrale sagt ganz klar: Wer am Ende eine hohe Schlussrate bar begleichen kann, ist in der Regel auch in der Lage gleich einen teureren Kredit ohne Schlussrate zu finanzieren – die bessere Variante. Anzeige

FREITAG, 29. SEPTEMBER 2017 SEITE 15 GELD SPAREN BEIM KAUF Für neues Auto nicht mehr als ein Jahresgehalt zahlen Von Denise Peikert EU-Import, Tageszulassung, Sondermodell: Wer einen Neuwagen kauft, für den ist es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Mit einigen Tipps kommen sie beim Händler aber weiter. FRANKFURT/MAIN. Was möchte ich und wie viel darf es kosten? Für Herbert Engelmohr vom Automobilclub von Deutschland (AvD) ist das die wichtigste Frage beim Kauf eines Neuwagens. „Wir empfehlen, nicht mehr als ein Jahresnetto-Einkommen für ein neues Auto auszugeben“, sagt Engelmohr. Sind diese Fragen geklärt, beginnen die meisten Recherchen im Internet – auf Verlockende Umweltprämie: Finger weg oder zugreifen? Von Marie Krüger Aufgrund der aktuellen Dieselkrise locken viele Autobauer mit Prämien auf Neuwagen. Das Verschrotten des alten Autos kann auch eine Möglichkeit sein, den neuen Wagen zu finanzieren. NEUBRANDENBURG. Mit der Umweltprämie wollen die Hersteller momentan Anreize schaffen, alte Diesel- Fahrzeuge gegen moderne und vermeintlich saubere Autos zu tauschen. Audi beispielsweise wirbt mit einem Rabatt von bis 10 000 Euro auf einen neuen oder jungen gebrauchten Wagen, wenn der Käufer seinen alten Diesel mit Schadstoffklasse Euro-1 bis Euro-4 verschrottet. Volkswagen und viele andere Anbieter genauso. Das scheint eine gute Möglichkeit zu sein, jetzt ein neues Auto zu finanzieren. Käufer sollten aber trotzdem genau nachrechnen, den Seiten der Hersteller. Für Martin Ruhdorfer vom ADAC hat die Online-Recherche vor allem einen Vorteil: „Mit einem Angebot aus dem Netz kann man gut zu seinem Händler um die Ecke gehen und fragen: Kannst Du da mithalten?“ Zur Vorsicht mahnt er bei Neuwagenvermittlern aus dem Netz. Dort gebe es zwar oft üppige Rabatte von um die 25 Prozent. „Das gilt aber immer nur für eine bestimmte Motorisierung oder ein Basismodell mit geringer Ausstattung“, sagt Ruhdorfer. Zudem würden häufig zusätzliche Kosten fällig, etwa für die Abholung des Wagens oder die Lieferung. Wer einen Neuwagen im klassischen Sinne will, also ein selbst ob das tatsächlich ein unschlagbares Angebot ist, sagt Matthias Wins von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Denn in der Regel gewähren die Verkäufer ohnehin schon hohe Rabatte auf Neuwagen. „Bekomme ich diese natürlich noch zusätzlich, ist es sehr lohnenswert“, sagt der Experte. Ansonsten konfiguriertes Auto ab Werk, hat geringen Verhandlungsspielraum. Am Schluss noch mal nach Zusatzleistungen fragen Mit dem ersten Händlerangebot sollten sich die Kunden den Experten zufolge nie zufrieden geben. Es lohne sich, bei der Konkurrenz vorzusprechen. „Sie sollten aber nicht um des Feilschens willen feilschen, sondern mit konkreten Angeboten anderer Autohäuser oder aus dem Internet“, sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und gibt noch einen Tipp: „Fragen Sie am Schluss der Verhandlung noch einmal nach Zusatzleistungen wie kostenlosen Winterreifen und Prozente, Prozente: Eine Tageszulassung ist nur eine Möglichkeit, um weniger als den Listenpreis zu zahlen. FOTO: ARIFOTO UG handelt es sich um nichts anderes als Sonderangebote, die es auch sonst auf dem freien Markt gibt. Dasselbe gilt für Aktionen wie garantierte Ankaufswerte für den Gebrauchten. Man sollte sich jetzt also unter keinen Umständen zu einem überstürzten Autokauf verleiten lassen, rät der Experte. Verschrotten mit Prämie lohnt sich nicht immer, warnen Experten von der Verbraucherzentrale. FOTO: BERND WÜSTNECK Inspektionsgutscheinen.“ Wer nicht unbedingt ein Auto direkt aus der Produktion möchte, kann viel Geld sparen. So werden laut Ruhdorfer bis zu 40 Prozent aller neuzugelassenen Wagen zuerst von den Händlern angemeldet – die sogenannten Tageszulassungen. Die Autos sind manchmal keinen einzigen Kilometer auf der Straße gefahren. „Da kann man bis zu 30 Prozent sparen“, sagt Ruhdorfer. Er rät, beim Händler nachzufragen, wie lange das Auto schon auf dem Hof steht – und nach mehr Rabatt zu verlangen. Wer bereit ist, bei einem Händler in einer anderen Stadt zu kaufen, der hat eine größere Schnäppchen- Auswahl. Was sich dagegen oft nicht rechnet: Nur fürs Angucken durch die halbe Republik zu fahren. Außerdem hat der Händler um die Ecke auf lange Sicht Vorteile: „Wenn man dort kauft, sind die Händler später kulanter, wenn es zum Beispiel um einen kostenlosen Leihwagen während der Inspektion geht“, sagt Ruhdorfer. Bei bestimmten Modellen können sich Importe aus dem europäischen Ausland lohnen. Händler in den Nachbarländern können oft günstigere Konditionen mit den Herstellern aushandeln – und kaufen absichtlich mehr Autos, als sie im eigenen Land absetzen können. Diese Autos sind den Experten zufolge aber auch deshalb günstiger, weil ihre Ausstattung niedriger ist. Aber Obacht: „Oft gilt für ausländische Wagen nicht die in Deutschland übliche Gewährleistung und Garantie“, sagt Engelmohr. Leasing – eher ein Modell für Geschäftsleute NEUBRANDENBURG. Beim Leasing zahlt man jeden Monat eine Rate. Am Ende entscheidet man, ob man das Fahrzeug behalten möchte oder nicht. Maximale Flexibilität und kein Risiko? Das täuscht. „Auch hier habe ich das Problem mit der Schlussrate“, sagt Verbraucherschützer Matthias Wins. Wer sich diese nicht leisten kann, muss dafür einen Kredit aufnehmen oder den Wagen wieder abgeben. Die Rückgabe des Leasingfahrzeuges ist allerdings nicht kostenlos. In den Verträgen finden sich dazu oft kryptische Formulierungen. „Man weiß am Anfang nicht, was am Ende herauskommt“, sagt Matthias Wins. Die Verbraucherzentrale rät Privatleuten deshalb in der Regel vom Leasing ab. Anders sieht es bei Unternehmern aus. Für sie ist es vorteilhaft, weil ihre Liquidität nicht durch einen Autokauf eingeschränkt wird und die steuerliche Abrechnung einfacher ist. mk

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