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Seite 12 Lehrstellen

Seite 12 Lehrstellen Kurier Freitag, 26. Januar 2018 NEUBRANDENBURG. Tobias Bretzke ist 28 Jahre alt, stammt aus Torgelow und ist Koch im Kornhus in Neubrandenburg. Er hat sein „Hobby zum Beruf gemacht“, wie er sagt. In jungen Jahren ist er viel bei seiner Oma gewesen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Ostpreußen geflohen war und aus dieser Region eine deftige Küche mit viel Sahne in hiesige Gefilde mitgebracht hatte. Kartoffeln schälen und backen begeisterten Bretzke so sehr, dass er Koch werden wollte. Deshalb machte er eine Lehre im Berufsförderungszentrum Ueckermünde, wo er zum Koch ausgebildet wurde. 2010 beendete er diese. Neue Aufgabe mit Kuchen und Frühstückstellern Fünf Jahre lang arbeitete Bretzke als Koch auf Schausteller-Märkten. Er war viel in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs, auf dem Pfingstmarkt in Neubrandenburg, im Sommer auf Usedom und zum Weihnachtsmarkt in Greifswald. Kurze Zeit war er arbeitslos. Er bekam ein Online-Profil bei der Arbeitsagentur. In diesem wurden seine Erfahrungen beschrieben. Daraufhin rief ihn sein heutiger Chef aus dem Kornhus an und fragte, ob er nicht dort mitmachen wolle. „Es hat direkt gepasst“, beschreibt Bretzke das Vorstellungsgespräch. Seit November 2017 arbeitet Bretzke nun dort. „Im Kornhus geht es hauptsächlich ums Frühstücksgeschäft“, erzählt er. Liebevoll gestaltet der Torgelower die Teller, in dem er Käse, Schinken, ein Ei und Mettwurst mit frischen Zwiebeln anrichtet. Nachmittags gibt es im Kornhus dann Kaffee und Kuchen. Auch den bäckt er selbst. Aus Omas Küche an den Proi-Herd Jobs in der Gastronomie sind stressig und schlecht bezahlt. So weit die gängigen Klischees. Wie es tatsächlich in der Branche zugeht, beschreibt der 28-jährige Tobias Bretzke aus Neubrandenburg. Es kann serviert werden. Der Koch Tobias Bretzke hat einen Frühstücksteller frisch angerichtet. Man müsse sich auf Menschen einlassen, wenn man in der Gastronomie arbeitet. „Den Kunden lesen“, nennt Bretzke das. Zu seinen Hauptaufgaben gehören neben dem Zubereiten von Speisen auch Von Thomas Kasperski das Bestellen von Waren und – ganz wichtig: die Hygiene. Den Arbeitsplatz sauber zu halten, habe höchste Priorität in der Gastronomie. Bretzke arbeitet acht bis neun Stunden am Tag, und das oft auch, PRAXIS TEST FOTO: THOMAS KASPERSKI wenn andere frei haben. Schließlich seien die Tage an den Wochenenden die umsatzstärksten. Dann kommen besonders viele Gäste zum Frühstück. Zusammen mit vier Kollegen schmeißt er den Laden im Kornhus. Die Fünf arbeiten im Zwei- Schicht-System. In seiner Freizeit geht Tobias Bretzke angeln oder verbringt Zeit in seinem Garten. Den hat er auch, um frische Zutaten selbst anzubauen. Er schwört etwa auf frische Himbeeren und Erdbeeren aus eigenem Anbau. Auch zu Hause kocht er gern selbst. Einfach, weil es bei ihm schneller gehe als bei seiner Freundin. In 20 Minuten habe er ein Gericht fertig. Er kocht gern einfache Pfannen oder auch mal Bohnen mit Speck. Viele Vorurteile verschrecken Bewerber Angesprochen auf die Klischees, die es über die Gastronomie gibt, sagt Breske: „Kaum einer möchte den Job machen, weil es so viele Vorurteile gibt.“ Darum sei es schwer, fähige Leute zu finden. Auch sei die Lohnungleichheit zwischen den alten und den neuen Bundesländern groß. „In Hamburg würde ich mehr verdienen“, sagt Breske, fügt aber hinzu, dass er sich Miete, Strom und ein Auto leisten könne. Sterne-Koch möchte er nicht werden. Einen solchen Standard über Jahre zu halten, sei nicht einfach. Konkrete Vorbilder habe er auch nicht, findet aber zumindest, dass Kochshows „kein Blödsinn“ seien, da die Zuschauer Tipps von fähigen Köchen und die Arbeitsabläufe beim Kochen vermittelt bekämen. Kontakt zum Autor t.kasperski@nordkurier.de Anzeige LUKE MOCKRIDGE 16. März 2018, 20 Uhr Jahnsportforum Neubrandenburg n 033 nru osenrei ®Boris Breuer Die sichere Perspektive Im Auftrag der Zukunft WirbewegenIdeen:Aus Wertstof wird Rohstof, aus Biomasse Strom, aus Abfall Wärme, aus Wasser Leben. Mehrals 30.000 Menschen arbeiten beiREMONDISan ganzheitlichen Lösungen,die Fortschrittund RessourcenschonunginEinklangbringen. Gemeinsam, wieder undwieder,weltweit. ➜ Sie wollen... - ... i Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker (m/w) Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik Standort: Ueckermünde, Stellen-Nr.: 12016 Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistung (m/w) Standort: Ueckermünde, Stellen-Nr.: 12088 Ihre Chance: VielfältigeAufgabenineiner zukunftsorientiertenBranche,alleVorteileeines renommiertenUnternehmens in Familienbesitz, das international zu den führenden Dienstleistern fürRecycling,Service undWasser zählt mit modernen Strukturen, einer fundiertenAusbildung -und gutenÜbernahmechancen. 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Freitag, 26. Januar 2018 Lehrstellen Kurier Seite 13 Was ziehe ich bloß an? Der erste Tag als Auszubildender im Unternehmen ist ein Schaulaufen für die neuen Kollegen. Wie ist der so? Was trägt er da? Hinweise von Modeberater Andreas Rose für einen guten ersten Eindruck. © JANVIER - FOTOLIA.COM Wie inde ich das richtige Outit für den ersten Tag? Grundsätzlich rät Rose für Tag eins und die erste Folgezeit: „So schlicht und so unbunt wie möglich anziehen.“ Was, wenn das nicht meinem persönlichen Stil entspricht? „Ich bin ein Eindringling in einem fremden Revier“, beschreibt Rose das Bild, das die neuen Kollegen von dem Azubi haben könnten. Es sei daher besser, sich erst mal schlicht und zurückhaltend zu kleiden – als Zeichen, sich gut integrieren zu wollen. Rose rät zum Beispiel zu den Farben Grau, Blau und Braun. Aber nicht zu Schwarz. „Schwarz ist für mich ein Zeichen von Macht und Dominanz“, erklärt der Modeberater. Für Auszubildende passe das natürlich nicht. Wenn die Kollegen sich aufälliger kleiden: Kann ich mich nach den ersten Tagen anpassen? Es kommt auf die Branche an. In kreativen Berufen ist sicher vieles eher möglich. In der Kosmetik- und Modebranche kann es sogar sein, dass das Unternehmen einen Dresscode oder gar die Garderobe vorgibt, da man als Verkäufer ja die Linie auch präsentiert. Ansonsten gibt es für Rose klare No-Gos: „Hintern, Hüften und Busen nicht betonen.“ Röcke sollten um Handbreite über das Knie reichen, die Schultern immer bedeckt sein. An den Füßen trägt die Frau Pumps und Ballerinas. „Ob ich mich letztlich an die Kollegen anpasse, hängt auch von meiner Persönlichkeit ab: Vielleicht bleibe ich vor allem am Anfang gerne ein wenig reservierter“, sagt Rose. BERLIN. Neue Auszubildende sollten an ihren ersten Arbeitstagen einige Regeln beachten, damit ihnen keine unnötigen Anfängerfehler unterlaufen. „Wichtig sind beim Einstieg vor allem ein höfliches Benehmen und die richtigen Umgangsformen“, sagte Ramona Neuse von der Industrie- und Handelskammer Berlin. So sei es zum Beispiel ein typischer Anfängerfehler, wenn Auszubildende ihre Kollegen vorschnell duzen. Stattdessen schreibe die Etikette vor, dass der andere immer so lange gesiezt wird, bis er das Du anbietet. Auch Unpünktlichkeit ist laut Neuse für Azubis absolut tabu, wenn sie nicht gleich am Anfang ihr Ansehen beim Chef ruinieren wollen. Zudem müssten Neulinge in der Firma auf eine passende Kleiderordnung achten, um nicht in Fettnäpfchen zu treten: „Häufig machen Azubis den Fehler, dass sie sich am Wie sieht es mit aktuellen Modetrends der Saison aus? „Auf keinen Fall trägt man bauchfrei im Berufsleben“, sagt Rose. Auch die trendigen Kleidungsstücke mit Cut-outs und angesagte zerschlissene Hosen mit Löchern gehören nicht ins Büro und in den Laden. Wie schminke ich mich richtig? Auch wenn ein gepflegter Eindruck Professionalität ausstrahlt, rät Rose davon ab, sich stark zu schminken. „Besser natürliche Töne wählen, etwa für die Lider der Nude-Look“, erklärt der Stilberater. „Beim Lippenstift auf Glanz verzichten.“ Er rät, eher die Augen als die Lippen zu betonen. Letzteres – gerade ein tiefrot angemalter Mund – signalisiere eine gewisse Erotik. Wie sieht es mit den Fingernägeln aus? Aus Sicherheits- oder Hygienegründen kann der Arbeitgeber vorschreiben, dass die Fingernägel kurz geschnitten werden müssen. Das betrifft etwa Mitarbeiter, die viel Gästekontakt haben. Rose rät grundsätzlich allen Mädchen und Frauen zu kurzen Nägeln – ohne auffälligen Nagellack und Steinchen. „Mir signalisieren solche Nägel immer, die will nicht arbeiten.“ Und etwa Kunden möchten sich ungern von Kosmetikern mit langen Nägeln behandeln lassen. Eine bestimmte Frisur darf der Arbeitgeber nicht vorschreiben. Er kann aber ebenfalls aus Hygienegründen anordnen, dass die Haare im Zopf getragen werden müssen. Wie komme ich Kunden gegenüber gut an? Ein gutes Outfit kann zum Erfolg im Umgang mit Kunden verhelfen. So rät Rose, Anfang zu lässig anziehen. Das kommt in manchen Betrieben gar nicht gut an“, sagte Neuse. Auszubildende dürften sich auch keine Nachlässigkeiten bei Krankmeldungen leisten. „Mancher Azubi vergisst einfach, im Betrieb anzurufen und Bescheid zu sagen, dass er nicht kommen kann“, so Neuse. Auf Chefs und Kollegen wirke der Neuling nach solch einem Verhalten schnell unzuverlässig. Von Vorteil sei es auch, wenn Firmenlehrlinge von Anfang an Initiative zeigen. „Viele warten zu lange darauf, dass der Chef ihnen sagt, was sie zu tun haben“, sagte Neuse. Besser sei es, selbst aktiv zu werden und sich für Erledigungen anzubieten. Auch sollten Lehrlinge am Anfang sensibel vorgehen, wenn sie mit einer Entscheidung des Chefs nicht einverstanden sind. „Wer etwa in den ersten Tagen Überstunden machen muss, sollte sich nicht gleich lauthals beschweren“, empfahl Neuse. Zwar müssten Auszubildende sich nicht alles gefallen lassen. Es komme aber darauf an, den richtigen Ton zu treffen. Die richtige Wahl für den ersten Tag In vielen Firmen gibt es keinen festgeschriebenen Dresscode. Und doch ist nicht alles erlaubt – und vor allem erwünscht. Gerade neue Auszubildende hinterlassen mit der falschen Garderobe schnell einen falschen Eindruck, erklärt Modeberater Andreas Rose aus Frankfurt am Main. Es sei daher besser, sich erst mal schlicht und zurückhaltend zu kleiden – als Zeichen, sich integrieren zu wollen. Die richtige Kleidung am ersten Arbeitstag ist natürlich immer abhängig von der Branche. „Ein Anzug im Einzelhandel ist in der Regel genauso unpassend wie die kurze Hose im Büro“, sagt Nico Schönefeldt vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag. Sinnvoll sei es, vor dem ersten Tag beim Chef nachzuhaken, ob es eine Kleiderordnung gibt. Einen Eindruck vom grundsätzlichen Stil bekomme der neue Auszubildende auch im Vorstellungsgespräch. lieber einen perfekten Hosenanzug zu tragen, dazu ein paar wenige, gut platzierte Accessoires. „Und grundsätzlich lieber auf Wertigkeit setzen. Das steht für mich auch für fachliche Kompetenz.“ Allerdings haben Auszubildende oft kein Knigge für Azubis: Das erwarten die neuen Kollegen Von Tobias Schormann Auf den ersten Eindruck kommt es auch an. Deshalb ist es gut, in der neuen Firma nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. großes Budget für die Garderobe. Hier rät Rose, auf Baukastensysteme zu setzen. Für Frauen gibt es etwa zu Hosenanzügen den passenden Rock. Der Blazer lässt sich quer kombinieren. Und verschleißt sich ein Teil, ist es einfach zu ersetzen. Ein paar Regeln beachtet – und die neuen Azubis kommen gut an. FOTO: © SIMONEMINTH - FOTOLIA.COM NBS NBN AZ AZD HZ PAZ DZ MZ SZS MST MSM PZ TZ

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