Aufrufe
vor 10 Monaten

Lehrstellenkurier Februar 2021

Seite 22 Lehrstellen

Seite 22 Lehrstellen Kurier Freitag, 26. Februar 2021 Das kann aus dir werden Raumausstatter verwandeln Wohnungen Von Katja Wallrafen Ein schönes Zuhause ist für viele wichtig. Jeder will es sich in den eigenen vier Wänden gemütlich machen. Genau darum kümmern sich Raumausstatter. Frankfurt/Main. Am Ende ihres Arbeitstags hat Hannah Hofstätter das glückliche Gefühl, etwas geschafft zu haben: Sie verlässt einen Raum und dieser ist schöner als zuvor. Ausgestattet mit einem neuen oder wieder aufgefrischten Boden und schmucken Farbe an den Wänden. Verschönert mit dekorativen Vorhängen oder gekonnt aufgepolsterten Möbeln. Boden verlegen, Wände tapezieren, Räume gestalten: Hannah Hofstätter ist handwerkliche Allrounderin. Zurzeit absolviert die 18-Jährige ihr drittes Ausbildungsjahr als Raumausstatterin. Auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz hatte die Realschülerin damals nur vage Vorstellungen. „Ich möchte nicht jeden Tag in der gleichen Umgebung sein, ich möchte ein bisschen herumkommen, und ich möchte nicht täglich die gleichen Aufgaben sitzend erledigen“, zählt sie ihre damaligen Maßgaben auf. Nach ersten Recherchen im Internet keimte die Idee, Raumausstatterin zu werden. Handwerkliche Tatkraft und Gespür für Räume Hofstätter absolviert ihre Ausbildung im Unternehmen von Olaf Rosenbaum. Sein Team hat sich vor allem auf den Bodenbereich spezialisiert. Hannah Hofstätter ist also inzwischen Profi im Verlegen von neuem Parkett. Zudem saniert sie alte Böden, verlegt Teppiche und Linoleum. Braucht ein Raum einen neuen Anstrich, kümmert sie sich um Tapezier- und Malerarbeiten. Neben handwerklicher Tatkraft müssen Hannah Hofstätter ist inzwischen Profi, wenn es um das Verlegen verschiedener Böden geht. Fotos (2): Carsten Lerp/ZVR Muss wie hier zum Beispiel Linoleum herausgerissen werden, ist die Arbeit auch körperlich anstrengend. angehende Raumausstatter deshalb ein Auge für gestalterische Details und ein Gespür für Räume mitbringen. Sich fast täglich auf neue Umgebungen und die Wünsche der Kundschaft einzustellen, bietet Hannah Hofstätter die gewünschte Abwechslung bei der Arbeit. Tapeten machen die Wände bunter. Und Raumausstatter haben für jeden Geschmack etwas zu bieten. Foto: Silas Stein „Man weiß nie, was kommt. Manche Kunden haben klare eigene Vorstellungen, wie etwa kürzlich als zur quietschgelben Küche auch ein gelber Linoleumbelag gewünscht wurde. Andere wollen beraten werden, wieder andere sind hin- und hergerissen und hätten es am allerliebsten, dass wir für sie entscheiden“, schildert die 18-Jährige. Sie muss also informieren, beraten und Konzepte entwerfen. Deshalb sind neben handwerklichen auch kommunikative Fähigkeiten in diesem Ausbildungsberuf wichtig. Zumal der Anspruch der Kunden heutzutage deutlich höher sei als früher, sagt Olaf Rosenbaum. Nichtsdestotrotz schätzt er an seinem Beruf vor allem die Vielfalt: „Wir arbeiten kreativ. Es ist abwechslungsreich, sowohl was die Materialien angeht, die wir einsetzen, als auch mit Blick auf die Menschen, mit denen wir zu tun haben.“ Ob ein heimeliges Wohnzimmer, eine repräsentative Etage in einem Altbau oder eine supermoderne Küche, Räume zu verwandeln werde niemals langweilig, findet der Raumausstattermeister. Die Mathematik-Note muss stimmen Bevor Hannah Hofstätter und ihre Kollegen einen Raum wieder schön machen, muss oft zuerst der Altbelag der Böden und Wände abgetragen werden. „Das kann anstrengend sein“, so die 18-Jährige. Azubis müssen also nicht nur ein Händchen für die Kundschaft haben, planen sowie mit Nadel und Teppichmesser umgehen können, sie sollen auch körperlich belastbar sein. „Tatkräftiges Anpacken wird verlangt“, so Rosenbaum. Und er verrät, welche Kriterien ihm zudem wichtig sind: „Gutes räumliches Vorstellungsvermögen und unbedingt top Mathe-Noten. Wer eine Null in Mathe ist, sollte von einer Bewerbung absehen.“ Olaf Rosenbaum möchte seine Auszubildende dazu motivieren, die Meisterschule zu besuchen. Abgeneigt ist die 18-Jährige nicht, doch sie steht fest auf dem Boden der Tatsachen: „Erst muss ich meine Ausbildung erfolgreich abschließen.“ Anzeige Eltern sehen sich als wichtige Partner bei Berufswahl Berlin. Wenn es um die Berufswahl ihrer Kinder geht, sehen sich viele Eltern als wichtigste Ansprechpartner. Fast die Hälfte (46 Prozent) gab das in einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Stiftung der Deutschen Wirtschaft an. 14 Prozent der befragten Eltern mit Kindern zwischen 13 und 19 Jahren nannten hingegen Familie und Freunde als Ansprechpartner Nummer eins, 11 Prozent die Schule. Jeder oder jede Zehnte gab staatliche Organisationen wie die Bundesagentur für Arbeit an. Nach Einschätzung der Pädagogik-Expertin Prof. Bärbel Kracke ist der Einfluss der Eltern gesunken. Was Jugendliche beruflich anstreben, werde heute mit den vielfältigen Möglichkeiten nicht mehr so stark wie früher durch die Eltern beeinflusst, meint die Lehrstuhlinhaberin für Pädagogische Psychologie der Uni Jena. Dennoch, so Bracke, eröffnen Eltern und andere für Jugendliche wichtige Verwandte oder Freunde der Eltern durch ihre Tätigkeiten häufig einen Orientierungsrahmen, in dem sich Jugendliche zunächst einmal umschauen. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt und Berufsprofile teils massiv: In einem Report des Weltwirtschafsforums zur Zukunft von Jobs hieß es schon 2016, dass wohl zwei Drittel (65 Prozent) der Grundschüler in Jobs arbeiten werden, die noch gar nicht existieren. Eine Vorstellung, wie diese Berufe aussehen könnten, haben laut Umfrage nur die wenigsten Eltern: Lediglich 8 Prozent gaben an, eine Idee davon zu haben, welche Berufe es erst künftig neu geben wird. Gut drei Viertel (76 Prozent) habe keine Vorstellung davon. NBS NBN SZS AZ AZD HZ PAZ DZ MZ MST MSM PZ TZ

Freitag, 26. Februar 2021 Lehrstellen Kurier Seite 23 Das kann aus dir werden IT-Systemelektroniker: Netzwerke sind ihr Ding Von Hendrik Polland Sie sind oft der Notdienst. IT-Systemelektroniker bauen Technikanlagen auf und sind bei Problemen zur Stelle. Kaum eine Branche kommt ohne sie aus. München. Der Drucker läuft nicht mehr. Internet und Server sind unterbrochen. Die Telefontechnik fällt aus. Ansprechpartner für diese privaten und beruflichen Alltagssorgen sind unter anderem IT-Systemelektroniker. Sie sind überall im Einsatz, wo es Systeme der Informations- und Telekommunikationstechnik gibt. Dazu zählen neben Bürogeräten zum Beispiel Ampel- und Produktionslagen, Mobilfunkantennen oder die Flug- und Sicherheitstechnik. „Das geht in alle Bereiche der Arbeitswelt hinein“, sagt André John vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Gebraucht werden die Fachkräfte auch in der Wirtschaft oder im Öffentlichen Dienst und nicht zuletzt in Branchen wie der Landwirtschaft oder der Schifffahrt, etwa in Hafenbetriebsorganisationen. Da ist es kein Zufall, dass große Unternehmen und Behörden allein für den eigenen Bedarf ausbilden. Anzeigen IT-Systemelektroniker sind sowohl Elektronik- als auch IT-Fachkraft. Sie lesen zum Beispiel Anlagen mithilfe ihres Computers aus. Foto: Siemens AG Dominic Kogler hat den Beruf an einem „Tag der offenen Tür“ kennengelernt. Den 17-Jährigen interessierte der Mix aus Elektronik und IT. „Ich wollte etwas mit Informatik zu tun haben, aber nicht den ganzen Tag vor dem PC sitzen oder in Serverräumen arbeiten.“ Deshalb sei der Beruf perfekt für ihn gewesen. Im Moment lässt er sich im zweiten Lehrjahr bei Siemens in München ausbilden. Dort ist er im Service in der Brandmeldetechnik eingesetzt. „Wir überprüfen und warten die Brandmeldeanlagen von Kunden. Falls eine Störung vorhanden ist, fahren wir hin und reparieren die Anlage.“ Daneben gibt es Montage. Diese IT-Systemelektroniker planen kundenspezifische IT-Anlagen, bauen sie auf und richten sie ein. Neben dem technischen Können spielen die sogenannten Soft Skills eine große Rolle. IT-Systemelektroniker haben viel Kundenkontakt. Thomas Reiter vom Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB) fasst das so zusammen: „Er ist nicht der Computer-Nerd, wie man ihn sich früher vorgestellt hat. Vielmehr ist er kommunikativ unterwegs, unterstützt den Anwender vor allem als Dienstleister und sucht den Austausch.“ Denn IT ist immer auch mit Menschen verbunden, die sie benutzen. IT-Systemelektroniker haben zwar mit Software zu tun. Vor allem sind sie aber für die Hardware zuständig, also die elektronischen und mechanischen Bestandteile von Systemen und Geräten. Im Gegensatz zu vergleichbaren IT-Berufen sind sie außerdem gleichzeitig Elektrofachkraft. Neben Mathe und Physik zählen Sprachkenntnisse Henrik Schwarz vom Berufsinstitut für Berufsbildung (BIBB) erklärt, dass sich IT-Systemelektroniker deshalb mit Stromstärken, Spannungen und Widerständen auskennen. Sie müssen Netzwerkkabel legen und die entsprechenden Komponenten eines PCs, einer Sicherheitsanlage oder eines Smarthomes anschließen können. Außerdem messen sie, ob die angeschlossenen Geräte unter den richtigen Parametern laufen. Angehende IT-Systemelektroniker sollten sich daher bestenfalls für Mathematik, Physik und Informatik interessieren. Da Fachliteratur häufig auf Englisch geschrieben ist, können gute Sprachkenntnisse von Vorteil sein. Entscheidend ist in der Regel aber die Neugier darauf, wie elektrotechnische Einheiten aufgebaut sind, funktionieren und mit Informatiksystemen kommunizieren. „Ich habe mich schon vor der Ausbildung gerne mit einer Art Computerchip beschäftigt“, sagt etwa Dominic Kogler. „Ich konnte ihn selbst verkabeln und programmieren.“ Diese Kenntnisse hat er inzwischen vertieft. Deswegen müsse er „irgendwann nicht mehr wegen jeder Kleinigkeit einen Techniker fragen“, sondern habe selbst verstanden, wie so eine Anlage arbeitet. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt. ZVEI- Experte John weist auf die konstant hohe Nachfrage an Fachkräften hin. „Je stärker digital gearbeitet wird, desto mehr IT-Systemelektroniker braucht es, die Hardware und Systeme kennen und vor allem auch die Schnittstellen verstehen.“ Ausgelernte IT-Systemelektroniker haben unterschiedliche Karriereoptionen. Sie können sich beruflich weiterqualifizieren, zum Beispiel zum IT-Berater oder zum IT- Projektleiter, sagt Henrik Schwarz. Daneben können sie sich beispielsweise zum Informationstechnikermeister oder zum Techniker Informatik fortbilden. Auch ein Studium ist möglich. Sie suchen eine Ausbildungsstelle mit Zukunft als Betonfertigteilbauer (m/w/d)? ■ Sie haben Spaß an handwerklicher Arbeit? ■ Sie verfügen über technisches Verständnis und handwerkliches Geschick? ■ Sie besitzen bis zum Beginn der Ausbildung mindestens einen Hauptschulabschluss mit durchschnittlichen Noten in den Fächern Mathematik und Physik? Das alles passt zu Ihnen? Perfekt, dann gehören Sie zu uns! Rufen Sie Ihre Kontaktperson, Frau Madeleine Chmielowitz, doch einfach mal an: +49 (38456) 681 19. Mehr Infos erhalten Sie auf unserer Homepage/Stellenmarkt. thomas betonbauteile Fehrbellin GmbH &Co. KG Gewerbepark 6,16833 Fehrbellin bewerbung-ausbildung@thomas-gruppe.de www.thomas-gruppe.de Aktuelle Stellenangebote aus der Region • jobs.nordkurier.de Die Zukunft vor der eigenen Haustür Anzeige Foto: M. Rövensthal / H2F Kommunikationsagentur Rostock Wir sind auf allen großen Berufsmessen und Ausbildungsveranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs: unser Team von „Durchstarten in MV“. Mit der gemeinsamen Kampagne möchten das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit sowie die Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern dabei helfen, die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der dualen Berufsausbildung in unserem Land zu stärken. „Durchstarten in MV“ zeigt jungen Menschen berufliche Perspektiven sowie attraktive Zukunftschancen im eigenen Land auf. Herzstück der Kampagne ist das Online-Portal www.durchstarten-in-mv.de,eine der beliebtesten Suchmaschinen für Ausbildungsberufe in MV. Hier können sich Ausbildungsinteressierte schnell und unkompliziert informieren, wo es Ausbildungs- und Praktikumsplätze in der gewünschten Region gibt. Im Azubi-Atlas sind über 1.400 Firmen mit mehr als 3.100 Ausbildungsangeboten in 270 Berufen vertreten. Projektbüro „Durchstarten in MV“ Tel.: 0381 202 701 09 durchstarten @durchstarten-in-mv.de www.durchstarten-in-mv.de Komm in die 11880.com Talentschmiede! WIR DU …bieten Dir einen Ausbildungsplatz als Kaufmann (m/w/d)für Büromanagement mitSchwerpunkt Personalwirtschaft in Neubrandenburg. …suchst beste Bedingungen für Deinen Karrierestart. …willst früh Verantwortung übernehmen. …punktest mit Motivation &Lernbereitschaft. Bewirb Dich jetzt für unsereTalentschmiede. Mehr Infos auf: jobs.11880.com oder über personal@11880.com NBS NBN SZS AZ AZD HZ PAZ DZ MZ MST MSM PZ TZ

Kompakt - StadtMagazin

Nordkurier Ratgeber

Kompakt

Nordkurier Ratgeber

Weitere Magazine

Kompakt - StadtMagazin