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Lehrstellenkurier_2020_01_31

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Seite 20 Lehrstellen

Seite 20 Lehrstellen Kurier Freitag, 31. Januar 2020 Spannende Berufe Das kann aus dir werden Sterne-Restaurant oder Landgasthof: Köche sind gefragt Viele Köche verderben den Brei, heißt es sprichwörtlich. Aber ohne Teamplay läuft es in der Küche wirklich nicht rund. Im oft stressigen Job-Alltag sind zudem starke Nerven und körperliche Fitness gefragt. Zur Kochausbildung gehören auch die Grundlagen für die Küchentätigkeit: Azubis lernen zum Beispiel, wie man einen Fisch filetiert. Fotos: Markus Scholz/Jens Büttner Bonn/Leipzig. Ob beim Duschen, Waschen oder Spülen: Sobald das Abwasser den Ausfluss hinab rauscht, ist es für die meisten Menschen aus dem Sinn. Wie es gereinigt wieder in die Natur kommt, darüber machen wir uns im Alltag nur wenig Gedanken. David Uweis interessiert sich hingegen für Umwelt und Technik – beide Themen waren für seine Berufswahl entscheidend. Der 28-Jährige ist im zweiten Lehrjahr auf dem Weg zur Fachkraft Abwassertechnik bei der Kläranlage der Stadt Bonn tätig. Ein Klärwerk ist ein System mit mechanischen, biologischen und chemischen Reinigungsstufen. Der Alltag der Abwassertechniker ist vielseitig. Sie sind draußen in der Anlage unterwegs. „Wir sind dafür zuständig, die Geräte und Instrumente instand zu halten“, sagt Uweis. Die Azubis begleiten auch Pumpwerksentstörungsdienste, erklärt Astrid Hackenesch-Rump von den Berliner Wasserbetrieben. Pumpwerke leiten das Abwasser aus der Kanalisation in die Klärwerke. „Immer häufiger kommt es zum Beispiel durch Feuchttücher zu Verstopfungen“, erklärt Hackenesch-Rump. Dann müssen Abwassertechniker die Pumpe reinigen. Hinzu kommt die Arbeit im Labor. Dort untersuchen die Fachkräfte Wasser- und Klärschlammproben nach Von Amelie Breitenhuber Frankfurt/Main. Bisschen schnippeln, bisschen rühren und mit viel Butter schmeckt sowieso alles: Kochen kann doch eigentlich jeder, oder? Zu einer professionellen Ausbildung als Koch gehört jedoch weit mehr als das. „Als Koch kann man unheimlich kreativ mit unzähligen Lebensmitteln, Techniken und Texturen arbeiten“, sagt Thomas Wolffgang, selbst Koch und Landesverbandsvorsitzender Mitteldeutschland beim Verband der Köche. „Das kann durchaus ein fast künstlerischer Beruf sein.“ Wie sich der Arbeitsalltag für angehende Köche gestaltet, unterscheidet sich – je nachdem, wo Auszubildende ihre Lehre machen. „Es gibt sehr unterschiedliche gastronomische Betriebe“, erklärt Sandra Warden, Geschäftsführerin im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband. „Die Bandbreite reicht vom klassischen Landgasthof, ein bisschen wie in Omas Küche, über radikal regionale Restaurants, vegetarische und vegane Lokale bis hin zum Sternebetrieb, wo mit Pinzette und Pipette gekocht wird.“ Und natürlich werden auch in der Gemeinschaftsverpflegung Köche gebraucht, also in Kantinen, Krankenhäusern oder Pflegeheimen. Wer nicht weiß, wo er sich bewerben möchte, sollte sich mit Freunden und Eltern zusammensetzen. „Dann muss man erst mal überlegen: Was bin ich für ein Typ?“, empfiehlt Wolffgang, Autor des Ausbildungsratgebers „Der junge Koch“. Wer eher introvertiert, schüchtern oder noch sehr jung ist, für den eigne sich ein Familienbetrieb besser als eine Großküche. „Da können dann auch mal am Frühstückstisch in vertrauter Atmosphäre gemeinsam Probleme beraten werden.“ In kurzen Praktika in verschiedenen Küchen bekommen Schüler einen guten Einblick, was ihnen liegt. Insgesamt dauert die Ausbildung zum Koch drei Jahre. Am Anfang bekommen die Lehrlinge viele Grundlagen vermittelt: Wie schneidet man richtig? Wie filetiert man einen Fisch? Auch Gartechniken wie Braten, Schmoren oder Backen sind wichtig. Die Azubis lernen, welche Nahrungsmittel es gibt, welche Inhaltsstoffe sie enthalten und mit welchen Verfahren sie diese am besten erhalten. „Auch Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung sind Themen, sowohl in der Schule als auch im Betrieb“, so Wolffgang. Daneben sollen Auszubildende Respekt vor Lebensmitteln, vor Tieren und eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen lernen. „Das ist wichtig, dass nichts verschwendet wird und nichts sinnlos in den Mülleimer wandert.“ Damit in der Küche alles so richtig rund läuft Köche kümmern sich darum, dass in der Küche alles rund läuft. In der Ausbildung spielt daher Arbeitsplanung eine wichtige Rolle. „Da geht es etwa um die Frage, wie im À-la-carte-Restaurant alle Personen an einem Tisch gleichzeitig ihr Essen serviert bekommen“, erklärt Warden. Zur Hohen Schule gehöre dann die Kreation von Menüfolgen für Veranstaltungen. Nicht zuletzt spielen betriebswirtschaftliche Inhalte eine Rolle. „Kalkulation kommt im Verlauf der Ausbildung ganz viel“, sagt Wolffgang. Vorgaben des zuständigen Landesamts. „Interesse an Chemie ist daher wichtig“, sagt Uweis. Nur wer versteht, welche Prozesse zur Reinigung des Wassers in Gang gesetzt werden, kann regulierend eingreifen. Vieles läuft schon digital ab. Mit dem Prozessleitsystem steuern die Fachkräfte etwa die Abläufe in der Kläranlage. „IT-Kenntnisse sind also auf jeden Fall wichtig“, sagt Uweis. Die Arbeit mit Abwasser hat kein gutes Image. Vorurteile bekommen die Fachkräfte immer wieder zu hören. David Uweis kennt die Vorbehalte: „Etwa, dass man im Schlamm herumwühlt oder die Arbeit unhygienisch ist“, sagt er. Täglich erlebt, wie Wasser wieder sauber wird An die Gerüche auf dem Gelände der Kläranlage müsse man sich schon erst mal gewöhnen. Ein Vorteil ist, wenn angehende Abwassertechniker mit einer gesunden Robustheit ausgestattet sind – was etwa Gerüche und Farben des Wassers angeht, erklärt Hackensch-Rump. Sie Während der Schulabschluss für einen Ausbildungsplatz nicht entscheidend ist, sollten Interessierte handwerkliches Geschick mitbringen. „Motorik ist ganz wichtig.“ Auszubildende müssen etwa in der Lage sein, filigrane Dekorationen zu schaffen oder mit dem Schneebesen zu arbeiten – da braucht es ein bewegliches Handgelenk. Kochen ist ein körperlich anstrengender Beruf. „Und der Stresspegel kann sehr hoch sein“, so die Sandra Warden. Von Vorteil ist, wenn Azubis eine gewisse Fitness mitbringen. Über die Arbeitszeiten sollten sich angehende Köche schon vor der Ausbildung im Klaren sein. Sie arbeiten dann, wenn andere essen möchten. „Die Stoßzeiten sind da natürlich am Abend und am Wochenende.“ In der Gemeinschaftsverpflegung kann das mitunter anders aussehen. Stressige Abläufe, schwierige Arbeitszeiten: Die Ausbildung im Gastgewerbe hatte in den vergangenen Jahren keinen guten Ruf. „Dass das ein harter Beruf ist, steht völlig außer Frage“, sagt Wolffgang. Er kritisiert, dass manche Arbeitgeber das System Ausbildung falsch verstehen würden und Azubis als billige Arbeitskräfte einsetzen. Der Karriereweg als Koch endet nicht nach der Ausbildung: „Man kann sich vielfältig weiterentwickeln: als Diätassistent, Betriebswirt, Hotelmanager oder Berater in der Industrie“, erklärt Wolffgang. „Auslandsaufenthalte gehören zu einer anspruchsvollen Karriere fast dazu“, ergänzt Warden. „Frankreich, England oder auf dem Kreuzfahrtschiff – da gibt es viele Möglichkeiten.“ Wie der Job als Abwassertechniker eine saubere Sache wird Von Amelie Breitenhuber Mit Abwasser möchte sich eigentlich niemand genauer befassen – doch für David Uweis gehört das zu seinen täglichen Aufgaben. lernen dann natürlich auch alles, was man über Hygiene wissen muss. Täglich sieht David Uweis Ergebnisse seiner Arbeit: Am Zulauf kommt schmutziges Abwasser an, beim Ablauf ist es so sauber, dass es zurück in die Natur fließen kann – ein wichtiger Prozess, damit Stadt und Natur für alle lebenswert bleiben. „Das ist einer der Hauptfaktoren, warum mir die Arbeit Spaß macht“, sagt Uweis, der nach seiner Ausbildung die Fachrichtung Siedlungswasserwirtschaft studieren will. NBS NBN SZS AZ AZD HZ PAZ MZ DZ MST MSM PZ TZ

Freitag, 31. Januar 2020 Lehrstellen Kurier Seite 21 Spannende Berufe Das kann aus dir werden Logistikkaufleute sind spontan mit Plan Von Amelie Breitenhuber Die neuen Laufschuhe im Netz bestellen – und wenige Tage später sind sie da. Damit das klappt, ziehen Kaufleute für Spedition und Logistik im Hintergrund die Fäden. Schwaig/Friedrichsdorf. Ob es um den Apfel im Supermarkt geht oder das Motorrad, das um die halbe Welt geschickt wird: Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung sorgen dafür, dass Waren dort hinkommen, wo sie gebraucht werden. Für Luca Guerel ist das Arbeitsalltag. Er macht bei der ITG Internationale Spedition und Logistik GmbH in der Nähe vom Münchner Flughafen eine Ausbildung. Zuerst hatte es der 20-Jährige als Bürokaufmann versucht, doch das war ihm zu eintönig. Den Weg zum Logistikkaufmann hat er dann auch eingeschlagen, weil ihm damit später viele Türen offen stehen. „Online-Bestellungen zum Beispiel, das nimmt zu. Am Ende hat jeder damit zu tun, wie Waren transportiert werden und welche Transportmittel benutzt werden.“ Ganz einfach erklären lässt sich sein Beruf nicht. „Wir haben die Spedition und die Kontraktlogistik, die haben viele Überschneidungen“, erzählt der Azubi. In der Spedition gehe es aber im Wesentlichen um die Durchführung und Disposition der Transporte. „Da sind wir Dienstleister, und der Kunde ist ganz klar König.“ Das sieht etwa so aus: Der Kunde schickt einen Auftrag und möchte ein Gut von A nach B transportieren lassen. „Wir beraten den Kunden dann bei dem Auftrag.“ Zum Beispiel, wie die Ware richtig verpackt und verzollt und auf welchem Weg sie am besten versendet wird. „Bei der Kontraktlogistik geht es um alles rund ums Lagern“, erklärt der 20-Jährige sein zweites Ausbildungsgebiet. Und macht die Aufgaben an einem Beispiel deutlich: Bestellt ein Konsument etwa zwei Hosen bei einem Sportartikelhersteller, kann der den Auftrag direkt an den Logistikdienstleister weitergeben. „Der prüft Artikelnummer, Größe und Bestand, sucht die Ware zusammen und verpackt sie.“ Er klärt auch, wie es etwa mit Zöllen aussieht. Gerade nach seiner Erfahrung als Bürokaufmann weiß Guerel es zu schätzen, dass in der Spedition viel Unvorhersehbares passieren kann. Wer sich für den Beruf interessiert, sollte seiner Ansicht nach flexibel sein und schnell reagieren können. „Man muss auf jeden Fall einen kühlen Kopf bewahren können, das ist ganz, ganz wichtig.“ Ebenfalls wichtig sind Offenheit und die Fähigkeit, auf andere zugehen zu können. „Man trifft zum Beispiel im Kontakt mit den Kraftfahrern ganz unterschiedliche Menschen und Kulturen“, sagt Mona Springer, die ihre Ausbildung bei Meyer Logistik in Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main macht. Am meisten Spaß macht es der Auszubildenden, mitten im Geschehen zu sein. Sprachkenntnisse sind sehr nützlich „Hilfreich sind in der Ausbildung auch Fremdsprachenkenntnisse und Standortungebundenheit“, erklärt Frank Huster, Geschäftsführer beim Bundesverband Spedition und Logistik. ITG etwa hat internationale Kunden, zum Beispiel in China oder Indien. „Wenn die anrufen, sollte man sie verstehen und sich selbst verständigen können“, sagt Guerel. Der angehende Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen Luca Guerel kümmert sich mal um Textilien, mal um Motorräder. Foto: Stefan Puchner Rechtlich sind keine Voraussetzungen für die Ausbildung zum Kaufmann für Logistik und Speditionsdienstleistung vorgeschrieben. Über die Hälfte der Auszubildenden (58 Prozent) hat jedoch Abitur, wie die jüngste Statistik zeigt, erklärt Anke Kock vom Bundesinstitut für Berufsbildung. Die Zukunftsaussichten sind nach Einschätzung der Branchenexperten positiv – und Nachwuchs ist gesucht. „Junge Menschen haben exzellente Karrierechancen auf allen Ebenen“, erklärt Frauke Heistermann, Vorstandsmitglied in der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Sie ist Sprecherin der Initiative „Die Wirtschaftsmacher“, mit der die Logistikbranche aktuell um Nachwuchs wirbt. Armin Brähler, Ausbilder bei Meyer Logistik, ergänzt: „Gegessen und getrunken wird immer.“ Das bedeutet, dass Logistikunternehmen wie Meyer dafür sorgen müssen, dass Lebensmittel von A nach B kommen. Anzeige Werde Immobilienprofi und bewirb Dich für eine Ausbildung oder ein Duales Studium! Immobilienprofis beraten Kundinnen und Kunden bei sämtlichen Fragen rund um Haus, Wohnung oder Grundstück. Dumöchtest Interessenten bei der Wohnungssuche unterstützen, Dich um die Belange der Mieterinnen und Mieter kümmern oder lernen, wie man nachhaltigenWohnraumbaut? Starte Deine Karriere als Ausbildungoder Studium im BereichImmobilienwirtschaft, Technisches Facility Managementoder Bauingenieurwesen bei der Wohnbau Prenzlau und bewirb Dich bis zum 31.12.2020. Wir freuen uns auf Dich! Weitere Informationen zu den Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten der Wohnbau Prenzlau findest Du unter: wohnbauprenzlau.de/karriere Die Zukunft vor der eigenen Haustür Anzeige Foto: M. Rövensthal / H2F Kommunikationsagentur Rostock Wir sind auf allen großen Berufsmessen und Ausbildungsveranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs: unser Team von „Durchstarten in MV“. Mit der gemeinsamen Kampagne möchten das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit sowie die Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern dabei helfen, die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der dualen Berufsausbildung in unserem Land zu stärken. „Durchstarten in MV“ zeigt jungen Menschen berufliche Perspektiven sowie attraktive Zukunftschancen im eigenen Land auf. Herzstück der Kampagne ist das Online-Portal www.durchstarten-in-mv.de,eine der beliebtesten Suchmaschinen für Ausbildungsberufe in MV. Hier können sich Ausbildungsinteressierte schnell und unkompliziert informieren, wo es Ausbildungs- und Praktikumsplätze in der gewünschten Region gibt. Im Azubi-Atlas sind über 1.400 Firmen mit mehr als 3.100 Ausbildungsangeboten in 270 Berufen vertreten. Projektbüro „Durchstarten in MV“ Tel.: 0381 202 701 09 durchstarten @durchstarten-in-mv.de www.durchstarten-in-mv.de NBS NBN SZS AZ AZD HZ PAZ MZ DZ MST MSM PZ TZ

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