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10 frEizEit KoMPaKt „Rent aHorse by Eddy Gohrs“ lautet der griffige Slogan vom Reiterhof Gohrs in Burg Stardard. Das Glück dieser Erde ... …liegt auf dem Rücken der Pferde. Dieses Motto wird auch auf der Ranch von Eddy Gohrs in Burg Stargard gelebt. Hier kann das Glück sogar gemietet werden. Burg Stargard. „Achte auf deine äußere Hand, Netti, die ist schon wieder zu weit vorne.“ Ulf Gohrs steht in der Mitte der Reithalle. Umihn herum trabt Annette Gutgesell an diesem TagimFebruar auf ihrer rehbraunen Stute Filly. Mit Geduld verfolgt er das Geschehen, gibt Anweisungen, korrigiert penibel. „Wenn die äußere Hand zu weit nach vorne geht, verdreht der Reiter auch automatisch Schulter und Hüfte. Damit sitzt er schief auf dem Pferd und verlagert das Gewicht ungleichmäßig“, sagt der erfahrene Reitlehrer. „Pferde spüren jede noch sofeine Regung. Eine klare Kommunikation mit dem Tier ist wichtig. Beim Westernreiten ist Vertrauen das Aund O–insich selbst und das Tier. Ziel ist es, das Pferd am langen Zügel durch einen Parcours zu lenken. Das wird ausschließlich durch Gewichtsverlagerung, Schenkelhilfe und die Stimme erreicht“, erklärt Gohrs. „Bevorzugt werden hierfür Rassen eingesetzt, die einen ruhigen Charakter haben, wie das American Quarter Horse, das Paint Horse oder auch das Appaloosa.“ Annette Gutgesell dreht weitere Runden auf Filly, wechselt von Schritt in den Trab, von Trab in den Schritt, hält an, lässt das Pferd für einige Sekunden ruhig stehen, treibt es erneut an. Das viereinhalbjährige Quarter Horse befindet sich inder Ausbildung zum Turnierpferd. Fünf Wochen war esnun im Beritt bei Ulf Gohrs. Heute ist der erste Tag, an dem Annette Gutgesell wieder auf ihr Pferd steigen darf. „Der Beritt dient der Einstellung junger Pferde. Nach einigen

frEizEit KompaKt 11 Wochen müssen sich Pferd und Reiter erst wieder aneinander gewöhnen.“ Vor eineinhalb Jahren hat sich Gutgesell für den Kauf eines Pferdes entschieden. Davor hatte sie bereits seit über zehn Jahren ein Pferd bei Familie Gohrs gemietet. Groß geworden ist der Hof jedoch nicht mit dem Vermieten von Pferden, sondern dem klassischen Ponyreiten sowie geführten Ausritten. Gegründet wurde die Ranch 1991 als Familienbetrieb von Eddy Gohrs.Das sechs Hektar große Land, auf dem heute Koppeln, Ställe, eine Reithalle und Nebengebäude stehen, pachtete Gohrs nach der Wende von der Treuhand. „Für die LPG war die Fläche zu klein, also habe ich Bullen und einige Pferde gehalten“, erzählt Eddy Gohrs. Als der Preis für Bullen stark abgefallen war, verkaufte Gohrs die Tiere und widmete sich ganz den Pferden –seiner Leidenschaft seit jeher. Die Idee, Pferde jahresweise zu vermieten, kam von einem langjährigen Kunden. „Seitdem fahren wir mit diesem Konzept sehr erfolgreich.“ Bei Gohrs kann man Pferde mieten und auch eigene Pferde unterstellen Einige Kunden haben eigene Pferde, die sie bei den Gohrs unterstellen, andere bleiben beim Mietpferd. „Es gibt auch Reiter, die nur wenig Zeit haben oder Eltern, die ihren Kindern kein eigenes Pferd kaufen wollen, da diese mit den Jahren das Interesse verlieren könnten. Für viele ist es aber ein Bündnis fürs Leben.“ Für Eddy Gohrs war klar,dass sein Sohn den Hof übernehmen würde. „Es war nicht meine erste Berufswahl, aber wir hatten bis dahin schon sehr viel Energie in den Hof gesteckt und es bestand Bedarf nach einem Reitlehrer, also habe ich eine Ausbildung als Pferdewirt begonnen. Es war eine Entscheidung aus Vernunft, aber die absolut richtige“, sagt Ulf Gohrs. Nachdem er seine Ausbildung beendet hatte,machte er seine Trainerlizenz für den Westernreitsport, einige Jahre später Nach wochenlanger Pause reitet annette Gutgesell an diesem tagerstmals wieder auf ihrer Stute Filly. folgte der Meister in Pferdewirtschaft. Von seinen Erfahrungen als Turnierreiter und Trainer profitiert auch Annette Gutgesell. „Ich habe zwischen meinem zwölften und siebzehnten Lebensjahr Reitunterricht gehabt, danach aber eine lange Pause eingelegt. Seit über zehn Jahren reite ich wieder regelmäßig und nehme Unterricht bei Ulf.“ Inzwischen fährt Gutgesell mehrmals im Jahr auf Westernturniere. Inden kommenden Monaten sind es neun Veranstaltungen, die erste findet im April in Schenkenhorst (Brandenburg) statt. Zusammen mit ihrem Mann verbringt Annette Gutgesell mehrere Stunden in der Wochemit ihren Pferden –anden Wochenenden sind es oft ganze Tage. „Reiten ist ein wichtiger Teil meines Lebens.“ Doch auch die Arbeit am und mit dem Pferd sei wichtig. Nur so lässt sich Vertrauen aufbauen, sagt Gutgesell. „Das Schönste am Reiten ist, dass ich alles um mich herum vergessen kann. In diesen Momenten gibt es nur das Pferd und mich.“ Dominique Cîrstea reiterhof-gohrs.de Reittrainer Ulf Gohrs Eddy Gohrs ©(4) Dominique Cîrstea

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