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70 Jahre Heimatzeitung

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Seite 2 70 Jahre Heimatzeitung Montag, 15. August 2022 Das Leserhilfswerk speist sich vor allem aus den Spenden der Leserinnen und Leser. Aber auch Aktionen von Firmen oder Branchen wie regionalen Apotheken helfen immer wieder dabei, in der Region Gutes tun zukönnen. FOTO: HEIKO BROSIN Hilfe in Notdank Leserspenden Von RitaHidde Vorfast 30Jahren wurde das Leserhilfswerk ins Leben gerufen, eigentlich als einmalige Aktion. Doch es ist nicht mehr wegzudenken. NEUBRANDENBURG. Ausweglos schien die Situation für Rolf B. aus der Uckermark. Der ehemalige Kraftfahrer ist durch seinen Diabetes fast erblindet, er lebt von Erwerbsunfähigkeitsrente. Dann ging der Kühlschrank kaputt. Den aber braucht er dringend, vor allem, um seine Medikamente zu kühlen. Der 62-Jährige wusste einfach nicht, wie er das Problem lösen sollte. Das Leserhilfswerk Das Hilfswerk Nordkurier e. V. gibt esseit fast 30 Jahren. Entstanden im Spätherbst 1992, unterstützt es seitdem unverschuldet inNot geratene Mitbürger. Getreu dem Motto: „Helfen mit Herz –Von Nachbar zu Nachbar“. Bislang konnten mehr als 3800 Mitbürger und Familien in schwierigen persönlichen Situationen Hilfe erhalten. Bei der Vergabe der Spenden der Leser arbeitet der Vorstand unseres Hilfswerks mit Betreuern, Sozialämtern und karitativen Vereinen eng zusammen. Die Spendenkonten Deutsche Bank: IBAN: DE13 1307 0000 0402101000 BIC: DEUTDEBRXXX Sparkasse Neubrandenburg-Demmin: IBAN: DE431505 02003010 4026 00 BIC: NOLADE21NBS Raiffeisenbank Mecklenburger Seenplatte eG: IBAN: DE2815061618 0001643304 BIC: GENODEF1WRN Empfänger: Hilfswerk Nordkurier e.V. Ebenso ratlos war auch Brigitte J.aus Vorpommern. Nach einem Unfall leidet sie an starken Schmerzen, ihren Beruf kann sie nicht mehr ausüben. Die 45-Jährige brauchte dringend ein höheres Bett, das ihren gesundheitlichen Einschränkungen gerecht wird. Sie lebt von Arbeitslosengeld II und konnte für einen Neukauf einfach nichts ansparen. Zwei Beispiele von vielen, in denen das Leserhilfswerk des Nordkurier einsprang und unkompliziert Hilfe geben konnte. „Helfen mit Herz –Von Nachbar zu Nachbar“ heißt es nun schon seit fast 30 Jahren. Im Spätherbst 1992 entstanden, sollte das Leserhilfswerk eigentlich nur in einer einmaligen Aktion unverschuldet in Not geratenen Mitbürgern ermöglichen, das Weihnachtsfest ein wenig freudvoller und ruhiger zu gestalten. Daraus ist inzwischen eine feste Einrichtung geworden. Finanzielle Sorgen nach schwerer Krankheit, Probleme beim Brillenkauf durch Engpässe nach langer Arbeitslosigkeit, zu kleines Budget für die Fahrt zum Arzt –in diesen und vielen anderen Situationen kann das Leserhilfswerk Unterstützung geben. Möglich wird dies alles durch Spenden der Leser.Meist sind es nur kleine Beträge, die die Menschen gern und von Herzen geben. Mitunter starten auch Firmen, Vereine oder Schulklassen Aktionen, deren Erlös dem Leserhilfswerk zugute kommt. Und die Spendenbereitschaft ist in jedem Jahr beeindruckend. So war es möglich, inzwischen mehr als 3800 Mitbürgern und Familien in der Region zu helfen –nicht nur in der Vorweihnachtszeit. Damit die Spenden genau dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden, arbeitet das Leserhilfswerk bei deren Vergabe eng zusammen mit Betreuern, Sozialämtern und karitativen Vereinen. Oft zählt aber für die Betroffenen über die finanzielle Hilfe hinaus vor allem auch das Gefühl, nicht vergessen zu sein, es hilft ihnen, neue Kraft und Lebensmut zu schöpfen. Mitunter kommt nach so einer Hilfe ein unerwarteter Dankesgruß wie der von Daniel H. Drei Zeilen, handgeschrieben: „Hiermit möchte ich mich nochmals ganz herzlich für die Spende bedanken. Sie hat mir so sehr geholfen. Nun habe ich zu Weihnachten wieder Strom.“ Nach dem plötzlichen Tod seiner Lebenspartnerin hatte er den Halt verloren. Da sie nicht verheiratet waren und noch in getrennten Wohnungen lebten, hatte das Sozialamt alle Formalitäten für die Beisetzung übernommen. Daniel H. erfuhr weder Ort noch Zeit dafür.Der gemeinsame sechsjährige Sohn kam in eine Pflegefamilie. Das alles hatte den seit langem arbeitslosen Mann überfordert. Er vergaß, die Abschläge für den Strom zu zahlen. Die 310 Euro für die Nachzahlung konnte er nicht aufbringen. Die Handschrift verriet, dass der 43-Jährige nur selten zu Papier und Stift greift. Doch er ist so froh über die Unterstützung, dass ihm dieser Brief ein Bedürfnis zu sein schien. Kontaktzur Autorin r.hidde@nordkurier.de Anzeige 775Jahre Neubrandenburg Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg bietet Vielfalt und Lebensqualität, isteine lebendige und aktive Stadt inmitten wunderschöner Landschaft. Ein Stadtjubiläum ist der beste Anlass,gemeinsam zu feiern. Ich freue mich sehr auf ein buntes und ereignisreiches Festjahr 2023. Es werden zwölf Monate mit vielen großen und kleinen Veranstaltungen sowieruhigen und beschwingten Konzerten sein. So können wir zeigen, wie facettenreich das Leben in der Vier-Tore-Stadt ist. Ganz herzlichladeich Sie zu unserem Stadtjubiläum ein. Silvio Witt Oberbürgermeister der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg www.neubrandenburg.de NBS NBN SZS AZ AZD DZ HZ PAZ MZ MST MSM PZ TZ

Montag, 15. August 2022 70 Jahre Heimatzeitung Seite 3 Ausdem Inhalt Jeden Morgen ein neues StückHeimat Ein Kind der Zeitung Ulf Klock wuchs als Kind mit der Produktion der Freien Erde auf. Sein Vater und sein Großvater arbeiteten in der ersten Druckerei in Neustrelitz. »Seite 04 Heimat zum Lesen Aus der Freien Erde entstand nicht nur der Nordkurier, sondern auch der Uckermark Kurier. Denn zwei Kreise des Ex-DDR-Bezirks haben nun mal besondere Wurzeln. »Seite 14 Ein Leben lang dabei Nach 43 Berufsjahren als Journalist ist Rainer Marten seit Kurzem im Ruhestand. Über die Arbeit bei der Freien Erde und beim Nordkurier kann er eine Menge erzählen. »Seite 10 Logistik hat mit Logik zu tun Nordkurier-Zusteller Ron Schilling und seine Mitstreiter bringen nicht nur die Zeitung in jedes Dorf, sondern auch Briefe, Pakete und manches mehr. »Seite 18 Die Journalisten von morgen Wie und wieso wird man heute Journalist? Zwei Volontäre, die seit einem Jahr dabei sind, berichten über ihre Erfahrungen in unserer Redaktion. »Seite 12 Immer unter Druck Lothar Prehn war viele Jahre für den Druck der Zeitung verantwortlich. Nicht nur zu DDR-Zeiten, auch nach der Wende gab es dabei etliche Probleme zu lösen. »Seite 28 Gabriel Kords Mit dem Begriff „Heimat“ ist es ja so eine Sache. Einerseits bedeutet er wohl für jeden etwas anderes, aber manches findet sich auch bei jedem von uns wieder: Etwa die Zugehörigkeit zu einer Region, einer Sprache und einem Kulturkreis. Und hier bei uns im Nordosten eben auch die Heimatzeitung. Heute sind wir seit genau 70 Jahren Teil unserer Region. Immer wieder berichten unsere Leser: Ohne unsere Zeitung können sie nicht in den Tag starten. Wir transportieren Tag für Tag die schönen und guten Geschichten, die unsere Heimat lebens- und liebenswert machen. Aber es geht auch um die Probleme und Schwierigkeiten, über die geredet werden muss. Normalerweise spielt die Berichterstattung über uns selbst dabei so gut wie keine Rolle–das gebietet die Professionalität. Wir machen diese Zeitung schließlich nicht für uns, sondern für Sie. Und auch, wenn wir uns in dieser Beilage ausnahmsweise erlauben, über uns und unsere Geschichte zu berichten, geht es dabei letztlich um Sie. Denn unsere Geschichte besteht aus Ihren Geschichten. Ganz besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen deshalb die Porträts einiger Abonnenten, die mit unserer Zeitung buchstäblich ihr ganzes Leben lang verbunden sind, zu finden aufden Seiten 8und 9. Und, falls noch nicht geschehen: Streichen Sie sich unbedingt den kommenden Sonnabend, 20. August, im Kalender an: Von11bis 18 Uhr laden wir bei freiem Eintritt zum „Fest der Farben“ auf dem Gelände von Nordkurier Druck und Logistik auf dem Datzeberg in Neubrandenburg ein. WasSie erwartet, steht auf dem Lageplan auf Seite 24. Denn auch unseren Geburtstag können und wollen wir natürlich nicht mit uns selbst,sondern nur mit Ihnen feiern. Ich freue mich, viele von Ihnen am Sonnabend persönlich kennenzulernen! Ihr Gabriel Kords Chefredakteur g.kords@nordkurier.de FOTO: U.KIELMANN Anzeige Mit allen Sinnen genießen „1922 – Das Restaurant“ mit großzügiger Sonnenterrasse im SEETELHOTEL Strandhotel Atlantic überzeugt neben seiner wundervollen Lage direkt ander Strandpromenade vom Seebad Bansin mit kulinarischer Vielfalt auf höchstem Niveau. Unser beliebtes Gourmet-Restaurant mit Küchenchef Frank Schöning zeichnet sich seit Jahren durch ausgefallene und harmonische Kreationen mit mediterranen Einflüssen aus und wird in namhaften Gourmetführern empfohlen. Dazu empfehlen wir Ihnen passende Weine unserer Hausmarken und edle Tropfen aus nationalen Anbaugebieten. Täglich geöffnet, Donnerstag bis Sonntag zusätzlich exklusive Gourmet-Küche. Online-Tischreservierung: www.bit.ly/1922-genuss Strandpromenade 18 ·17429 Seebad Bansin ·Telefon: 038 378 -605·atlantic@seetel.de ·www.seetel.de NBS NBN SZS AZ AZD DZ HZ PAZ MZ MST MSM PZ TZ

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