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70 Jahre Heimatzeitung

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Seite 12

Seite 12 70 Jahre Heimatzeitung Montag, 15. August 2022 Journalistwerden? Das istgar nichtsokompliziert! Wergenau wie Lisa und Pabloein bisschenSchreib- Talentmitbringt und die Neugier und Offenheit, sichauf andereMenschen einzulassen, hatbereits gute Grundlagen. DenRest vermittelt dann ein sogenanntes Volontariat–also die in derRegel zweijährige Ausbildung zumJournalisten. Es istnichtverkehrt, wenn Bewerber vorher ein Studiumoder eineandere Berufsausbildung absolviert haben, aberesgibtFälle – wiebei Lisa –, in denen ein Einstiegauch direkt nach dem Abitur möglich ist. Auch nach einigen Jahren (odergar Jahrzehnten) Berufserfahrung in anderen Branchenist ein Volontariatgrundsätzlich möglich. Während desVolontariats wirddanntheoretisches Rüstzeug vermittelt; zudem stellt der journalistische Alltagständigneue Aufgaben. Ob Bundeskanzleroder Kaninchenzüchter–man lernt, mitallen Gesprächspartnernumzugehen. Und allesfür alle Kanäle–von der Zeitung biszum Internet–aufzubereiten. Interesse?Dannsolltest Du /sollten Sie Kontaktzu unserem Volontärsbeauftragtenaufnehmen: CarstenSchönebeck Tel. 0395 4575 286 c.schoenebeck@nordkurier.de Jeden Tagein neues Abenteuer Von LisaGutzat Lisa Gutzat gehört zuden jungen Menschen, die beim Nordkurier den Beruf des Journalisten lernen. Hier berichtet sie darüber, was das für sie bedeutet. DEMMIN. Für mich stand erst in der elften Klasse fest, in welche Richtung es beruflich gehen soll. Journalistin war dabei gar nicht mein erster Gedanke – Hauptsache, mein Beruf hat etwas mit Schreiben zu tun. Denn schreiben konnte ich schon in der Grundschule besser als andere Fächer. Seien es Diktate, Geschichten, Schreibübungen, Reden oder Aufsätze im Abitur: Alles habe ich gern gemacht, es fiel mir einfacher als alles andere. Ich habe und hatte immer das Gefühl, dass ich beim Schreiben mehr sagen kann. Denn in diesen Momenten musste ich nicht darauf achten, ob mir jemand zuhört oder nicht. Im Journalismus ist das natürlich doch noch ein bisschen vielschichtiger. Gerade in den Texten, die wir für die Leser schreiben, müssen wir in erster Linie an sie denken und daran, was sie aus dem Text mitnehmen können. Berufs-Empfehlung kam vom Deutschlehrer Eines Tages brachte mich mein Deutschlehrer auf den Beruf des Journalisten, an den ich vorher nie gedacht hatte, weil mich Politik und alles, was dazu gehört, in der elften Klasse noch nicht brennend interessiert haben. Doch schreiben war nicht die einzige Fähigkeit, die mir lag und mit der ich in den Journalisten-Beruf einsteigen wollte. Schon immer war ich sehr neugierig und habe alles hinterfragt, was mir spanisch vorkam oder mich interessiert hat. Durch meine Neugier und meine offene Art bin ich bereits auf viele Menschen gestoßen, die eine wahnsinnig spannende oder auch traurige Geschichte zu erzählen hatten. Sicherlich trägt jeder Mensch sein eigenes Päckchen, umso erstaunlicher und beeindruckender finde ich es, wenn manche Menschen damit an die Öffentlichkeit gehen. Durch Begegnungen mit Menschen kann ich immer auch meinen eigenen Horizont erweitern und das während der Arbeit. In meinem Volontariat beim Nordkurier ist es mir möglich, die unterschiedlichsten Geschichten ins Blatt zu bringen und selbst auf die Suche nach guten Geschichten zu gehen. Abenteuer blieben dabei bisher nicht aus. So schwamm ich bereits mit einem Seelöwen aus dem Zirkus oder erlebte einen mehrstündigen SEK-Einsatz im kältesten Winter mit. Das ist Action und das ist es, was ich an diesem Beruf schätze. Denn jeden Tag könnte das nächste Abenteuer auf mich warten. Kontaktzur Autorin l.gutzat@nordkurier.de Anzeigen THE GRAN COUPÉ JAHRE 1982 -2022 Der erste Wolff der fliesen kann! Wer Jubiläen feiern kann Erinnert sich, wie es begann Und kann er stolz dann resümieren So darf man gerne gratulieren. 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Montag, 15. August 2022 70 Jahre Heimatzeitung Seite 13 Die eigene Heimat neu kennengelernt Pablo Himmelspach hat vor knapp einem Jahr als Nordkurier-Volontär angefangen und dabei eine neue Welt entdeckt. Auch wenn er eigentlich ganz andere Pläne hatte. VonPablo Himmelspach NEUBRANDENBURG. Mein jüngster Wochenenddienst – dass man nicht „letzter“, sondern „jüngster“ schreibt, habeich an meinem ersten Tag gelernt –fasst meinen Arbeitsalltag als Lokaljournalist gutzusammen. Am Sonnabendvormittag besuchte ich Burg Stargards Rassekaninchenzüchter bei ihrer 28. Ausstellung. MehrereMänner zwischen 60 und100 saßen gemeinsam an Tischen, feierten die Eröffnung und klagten über zu wenig Nachwuchs. Eine irgendwie „klassische“ Geschichte aus unserem Nordkurier-Lokalteil. Am nächsten Tag hatte ich einen Termin beim Staatsoberhaupt: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier höchstpersönlich besuchte die Neubrandenburger in ihrer schönen Konzertkirche. Ich wurde vom Bundeskriminalamt gecheckt, bekam ein Schule gegangen bin, wirkte dagegen auf mich –ich muss das wirklich so aufschreiben –wie ein Loch. Leer stehende Häuser, leereStraßen und Menschen mit grauen Haaren, die aus Fenstern schauen. Ich habe in dieser Zeit auch verstanden, dass ich kein Mensch bin, der nur im Büro sitzen und auf seinen Bildschirm starren will. Ich will raus, ins echte Leben –dahin, wo etwas passiert. Ich will mit Menschen sprechen und Einblicke in deren Welt bekommen. Genau das kann ich als Volontär. Der Blick auf die eigene Heimat hat sich verändert Daher beschlich michein paar Einlass-Bändchen, verfolgte Wochen, nachdem ich dort die Reden und schrieb einen Bericht für die erste Seite. Mir hat beides Spaß gemacht –auf unterschiedliche Artund Weise. Ich liebe es,mit Leuten zu sprechen die eine andere Lebensrealität haben als ich. Ich freue mich, wenn jemand mirerklärt, warum er tut, was ertut. Zum Beispiel Kaninchen züchten. Oder Modelleisenbahnen bauen. Oder Bundespräsident sein. Als ich mich für mein Volontariat entschied, war mir noch nicht wirklich klar, ob ichLokaljournalismus gut finde. Eigentlich wollte ich mal in einer größeren Stadt arbeiten, wie esviele meiner ehemaligen Mitschüler tun. Berlin, Hamburg, Rostock – für junge, interessierte Menschen verheißen diese Namen mein Volontariat begonnen hatte, auch ein schlechtes Gefühl: „Soll es dassein–hier in Demminversauern, wo nichts passiert?“ Ich habe mich bei diesen Gedanken auch etwas feige gefühlt.Denn in eineunbekannteGroßstadtzuziehen, hat ja auch mit Mut zutun. Doch wasich seitdem erlebt habe, bestätigt mich in meiner Entscheidung, nicht nach Hamburg oderBerlin zu gehen. Das Problem sind nämlich gar nicht die Menschen in Demmin–das Problem war ichund meine Einstellungzur eigenen Heimat. AlsNordkurier-Volontär hatte ich plötzlich das Gefühl, gebrauchtzuwerden. Die Eltern und Großeltern meiner Freunde lasen meine Artikel, sprachen mich darauf an und freuten sich. Und ich merkte, wieviel in meinerHeimatstadt, die ich als grau und trostlos Kontaktzum Autor p.himmelspach@nordkurier.de Lisa Gutzat FOTOS (2): JÖRG FRANZE so einiges.Die Kleinstadt Demmin, in der ich zur wahrgenommenhatte, eigentlich los war. Pablo Himmelspach Anzeigen Die App für NB und das Umland! Wander Optik u nd Akustik Die schönste Art zu hören und zu sehen! JETZT DIE dein nb APP KOSTENLOSDOWNLOADEN! neu-sw.de/dein-nb Müllabfuhrdaten für den gesamten Landkreis – nutzen Sie die Erinnerungsfunktion auch für Ihre Straße! Augenoptik Hörakustik Kontaktlinsen vergr. Sehhilfen Screening und Vorsorge Hör- und Sehtraining 3x in NEUBRANDENBURG Wolfswinkelstraße4 •Friedländer Straße 2a •Juri-Gagarin-Ring 24a www.wander-optik.de NBS NBN SZS AZ AZD DZ HZ PAZ MZ MST MSM PZ TZ

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